Frank Hubbert ist Geschäftsführer von Lapp Mobility. Zuvor war er 25 Jahre in internationalen Positionen in der Automobilzulieferindustrie. Die Lapp Mobility ist ein Corporate Start-up von Lapp und wurde 2019 ausgegründet. Aktuell sind 75 Mitarbeiter in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Ladelösungen für die E-Mobilität tätig.

Bild: Lapp E-Mobility

Future Mobility E-Mobilität für alle

03.12.2020

Lapp hat mit der Ausgründung der Lapp Mobility GmbH 2019 die zweite Stufe für die Entwicklung und Produktion von hochwertigen Produkten für die Elektromobilität gelegt. Der Fokus der Lapp-Produkte liegt auf einfachen, flexiblen und digitalen Ladevorgängen.

Frank Hubbert ist mit diesem Beitrag im Energy 4.0-Kompendium 2020 als einer von 50 Machern der Energiebranche vertreten. Alle Beiträge des Energy 4.0-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen.

Lapp entwickelt und produziert seit mehr als 10 Jahren in Stuttgart Ladekabel für E-Fahrzeuge. Hierfür wurde eine moderne Fertigung am Stammsitz von Lapp in Stuttgart aufgebaut und ein umfangreiches Programm an Produkten rund um das Laden von Elektrofahrzeugen zusammengestellt.

Das Geschäft wuchs über die Jahre und als man im Rahmen der Neuentwicklung einer hochvariablen und global einsetzbaren Ladelösung in ganz neue Größenordnungen vorstieß, fiel der Entschluss zur Ausgründung als sogenanntes Corporate Start-up und zur Etablierung der Lapp Mobility. Aktuell sind dort 75 Mitarbeiter beschäftigt. Sie bilden ein Team aus erfahrenen Automobilspezialisten und langjährigen Lapp-Mitarbeitern für Verbindungslösungen. In dieser Konstellation arbeitet das Lapp-Mobility-Team an Produkten und Ladelösungen, die das Laden einfach, flexibel und digital möglich machen.

Ladeprodukte für den Markt

Lapp hat dazu für den BMW i3, den Hyundai Kona oder den E-Caddy von Abt sowie für den Carsharing-Anbieter Drive Now maßgeschneiderte und hochwertige Ladeprodukte entwickelt. Seit einem Jahr wird ein neu entwickeltes und flexibles Ladesystem für den Jaguar I-PACE sowie die Hybridfahrzeuge von Jaguar Land Rover produziert. Eine Produktidee ist die Wallbox Light. Sie kann fest als Ladestation in der Garage installiert werden und bei Bedarf mit einem einfachen Handgriff als mobile Ladestation im Kofferraum verstaut werden. Mit dieser mobilen Ladestation mit Typ 2-Kupplung und Schuko-Netzstecker kann ein E-Auto an jeder Haushaltssteckdose geladen werden.

Die integrierte Steuer- und Schutzvorrichtung in der Controllbox (IC-CPD) übernimmt dabei die Ladesteuerung. Das IC-CPD im Ladesystem von Lapp erfüllt die Norm IEC 62752. Das IC-CPD ist eine transportable Ladestation, die den Komfort des Mode-2-Ladens deutlich steigert und aus dem „Notladekabel“ ein vollwertiges Ladesystem macht. Möglich ist das Laden mit 32 Ampere einphasig und 16 Ampere dreiphasig. Damit sind Leistungen bis 11 KW möglich.

Ladekabel für Ladesäulen

Weiterhin hat das Stuttgarter Unternehmen verschiedene Mode 3 Ladekabel für das Laden unterwegs an der Ladesäule im Portfolio. Neben glatter und spiraliger Form gibt es auch die „Königin der Ladekabel“, das Helix Ladekabel Typ 2 (bis 11 kW). Mit variabler Auszugslänge ermöglicht es das einfache und schnelle Laden an öffentlichen Ladestationen und Wallboxen. Das Formgedächtnis der Helix erleichtert die Handhabung des Kabels dabei enorm: dank der Spannkraft des Kabels legt es sich nach dem Ladevorgang automatisch wieder in seine Ursprungsform zurück. Für den Anwender entfällt damit das zeitaufwendige Aufrollen. Bei gleicher Nutzlänge ist es 40 Prozent leichter als herkömmliche gewendelte Kabel.

Bei Lapp Mobility wird aktuell ein neues Produkt entwickelt, das aus zwei Ladekabeln eins macht. Damit entfallen zusätzliche Gewichte und die Unordnung bei der Kabelaufbewahrung im Fahrzeug wird deutlich reduziert. Erstmalig wird es bei Lapp auch einen eigenen Endkunden-Webshop geben, um das Produktportfolio von Lapp direkt Endverbrauchern zugänglich zu machen.

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