Auch die Fort- und Weiterbildung rückt in den digitalen Bereich.

Bild: Siemens

Fachwissen erweitern Online-Plattform ermöglicht digitale Weiterbildung

10.09.2020

Im technologiebasierten Industriesektor sind der Erwerb von Know-how und Kompetenzen und ihre kontinuierliche Entwicklung für die Sicherung unerlässlich. Die Digitalisierung wird in diesem Bereich noch nicht konsequent gelebt. Dabei bietet sie enorme Möglichkeiten, gerade im Bereich Wissen und Weiterbildung. Wie diese konkret aussehen können, zeigt Siemens mit seiner Online-Lernplattform Sitrain access.

Home-Office, Web-Meeting, Video-Konferenz: die digitalen Möglichkeiten bieten heute eine beliebte Alternative für den Austausch von Informationen und die Arbeit im Unternehmen. Vor allem, wenn physische Begegnungen wie in den letzten Monaten eingeschränkt sind.

„Aber nicht nur Business-Meetings, auch die Vermittlung von Wissen, Schulungen, Fort- und Weiterbildungen sind nicht an Treffen in einem Raum gebunden. Man kann auch digitale Kanäle nutzen – und hat hier sogar bestimmte Vorteile. Online-Schulungen und digitale Trainings können die Interessierten unabhängig von Zeit und Ort nutzen und auch der Austausch mit einer Community ist auf diese Weise ganz einfach. Äußere Faktoren spielen dabei keine Rolle, man denke an die Ausgangs- und Reisebeschränkungen während der Lockdownzeit“, erklärt Philipp Rieckborn, Head of Knowledge Management & Taining bei Siemens Digital Industries.

Individuelle und modulare Lerngestaltung

Online-Plattformen wie Sitrain access nutzen diese Vorteile und ermöglichen den Zugriff auf Wissen, zum Beispiel von zuhause aus am PC, im Wartezimmer oder während einer Bahnreise. Digitale Bildung ist überall möglich, 24/7. Den Kern von Sitrain access bilden Lernvideos, in Form von web-based Trainings, Tutorials und Screencasts für alle Wissensstufen: vom Anfänger über Fortgeschrittene bis hin zu Experten.

Das ständig wachsende Lernangebot basiert auf der Erfahrung aus über 30 Jahren Präsenztraining und bietet online umfangreiches Fachwissen. Für die Nutzer stehen Inhalte unter anderem aus den Bereichen Prozess- und diskrete Automatisierung, Antriebstechnik und Digitalisierung zur Verfügung. Bei der Erstellung dieser Inhalte floss regelmäßiges Feedback von Pilotkunden aus unterschiedlichen Branchen, Ländern und Tätigkeitsfeldern in die Entwicklung ein.

Die Plattform geht dabei über Standards bekannter Lehrvideos hinaus und bietet Mehrwert in verschiedenen Aspekten: Anders als beispielsweise bei YouTube-Tutorials handelt es sich bei allen Wissensvermittlern um versierte Experten und die Inhalte sind stets auf dem aktuellen fachlichen Stand.

Darüber hinaus basiert die Plattform auf einem stringenten Konzept: Die Lerninhalte sind modular in sogenannten „Aktivitäten“ aufgebaut. „Die Aktivitäten“ sind oben erwähnte Lernvideos, Verständnisfragen oder Zwischentests („Checkpoints“) und Übungen zum jeweiligen Lerninhalt. Das Erlernte wird also stets wiederholt und somit der Lernerfolg gesichert.

Dabei können Kurse je nach Bedarf beliebig pausiert oder wiederholt werden. Individuelle Lernpläne bieten dem Anwender eine flexible Zusammenstellung der Kurse und machen den Lernverlauf jederzeit transparent.

Zwei Rollen: Lernende und Wissensmanager

Innerhalb der virtuellen Lernumgebung gibt es zwei unterschiedliche Nutzertypen: den Lernenden und den Manager. Der Lernende kann sich Kurse individuell in einem Lernplan zusammenstellen, diese eigenverantwortlich durchführen und im persönlichen Dashboard seinen Lernverlauf nachvollziehen. Manager haben außerdem die Möglichkeit, ihren Mitarbeitern Kurse zuzuordnen und so ein individuelles oder standardisiertes Wissensniveau zu gewährleisten.

Lernen in der Anwendung: Praxisbeispiel

Wie sieht Sitrain access konkret in der Anwendung für die Lernenden aus? Ein Beispiel gibt der Umgang mit dem TIA-Portal (Totally Integrated Automation Portal). Dieses Software-Tool für die digitalisierte Automatisierung ermöglicht Maschinenbauern, Systemintegratoren und Anlagenbetreibern Aufwände zu reduzieren, flexibler zu werden und schneller optimierte Ergebnisse zu erreichen.

In unserem Beispiel erfährt einer der zuständigen Spezialisten von einer optimierten TIA-Funktion zur Steigerung der Anlageneffektivität, die er nutzen möchte. Sein letztes Training für das TIA-Portal liegt bereits länger zurück und er muss sein Wissen auffrischen.

Ein Kurs auf Sitrain access vermittelt ihm ohne Zeitverlust die notwendigen Kenntnisse, um sich die Grundlagen zur Anwendung der neuen Funktion anzueignen. Auf diese kann er in einem anschließenden Sitrain personal Präsenztraining aufbauen, weiteres Know-how erwerben und erproben.

Nach dem Präsenztraining hat er die Möglichkeit, das Erlernte zu vertiefen und nachhaltig zu sichern. Hierfür lassen sich in Sitrain access ein eigener Lernplan mit web-based Trainings und Expert-Talks erstellen sowie Übungen durchführen und Fragen mit den Sitrain-Experten und anderen Lernenden diskutieren.

Wissensmanagement in der Anwendung: Praxisbeispiel

Bleiben wir bei diesem Beispiel. Für einen Manager, der Einfluss auf das Wissensreservoir seiner Mitarbeiter nimmt, bietet Sitrain access die Möglichkeit, Kurse zur Nutzung der neuen Funktion zur Verfügung zu stellen. Zudem kann er die Lernerfolge per Übungen und Kontrollpunkte sichern, indem er den ausgewählten Mitarbeitern relevante Kurse zuteilt und ein optionales Fälligkeitsdatum für die Absolvierung hinzufügt, beispielsweise zwei Wochen.

Das Dashboard gibt dem Manager eine Übersicht, wer den Kurs abgeschlossen hat und wer noch nicht. Das System versendet zudem automatische Reminder-Mails und bietet weitere Funktionen speziell für das Rollenprofil des Managers.

Lernkonzept, um Kompetenzen zu sichern

„Die digitalen Trainings zu unseren Automatisierungslösungen folgen einem durchdachten Konzept, mit dem wir den Anforderungen einer zunehmend digitaleren Welt begegnen“, fasst Philipp Rieckborn von Siemens zusammen.

„In Sitrain access verbinden wir mit vielfältigen Formaten moderne Wissensvermittlung mit pädagogisch effektiven Methoden und modularen Möglichkeiten, um wissensbasierte unternehmerische Kompetenzen zu stärken und zu sichern. Denn Know-how ist definitiv ein zentraler Erfolgsfaktor.“

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