Mit seinen Cloud-Lösungen möchte Eplan den Horizont datenbasierter Wertschöpfungsketten erweitern.

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Agile Entwicklung Cloud-Lösungen und ihre Vorteile fürs Engineering

09.04.2019

Cloud-Lösungen sind ein probates Mittel, um die Standardisierung von Daten und Prozessen voran zu treiben. Dies geht im Engineering einher mit neuen Chancen zur Prozessoptimierung und einer Qualitätssteigerung auf Produkt- wie auch Prozessebene. Schließlich arbeiten hier alle Beteiligten auf einer einheitlichen Datenbasis – wahlweise auch die Zulieferkette einbeziehend.

Eplan bietet bereits seit geraumer Zeit Cloud-basierte Systeme an. Das Eplan Data Portal ist weltweit etabliert als Hersteller-Bibliothek zum Download von Gerätedaten. Seit Anfang des Jahres erweitert Eplan eView das Spektrum der Lösungen, mit dem ECAD-Projekte gesichtet, geprüft und per Redlining-Workflow kommentiert werden können.

Unter dem Dach von Eplan ePulse hat der Lösungsanbieter seinen begonnenen Kurs der agilen Cloud-Entwicklung nun im Diskurs mit Kunden und Partnern konsequent fortgesetzt. Auf der Hannover Messe wurde die neue Lösung präsentiert, die als Basis für ein komplettes Netzwerk an cloudbasierten Systemen dient. Es soll Daten und Projekte, Disziplinen sowie Ingenieure weltweit zusammenbringen. Nutzer erhalten über ihren Internetbrowser Zugriff auf Applikationen, welche die bestehende Produktwelt der Eplan-Plattform um weiterführende Funktionen entlang der datenbasierten Wertschöpfungskette ergänzen. Dabei ist geplant, dass Eplan ePulse für diverse Dateiformate und Schnittstellen zu Systemen anderer Anbieter offen gestaltet ist.

Bindeglied in der Zulieferkette

Nach Angaben des Anbieters werden die Cloud-Angebote agil entwickelt und die Bedürfnisse der Kunden fließen in die Entwicklung ein. Im sogenannten Future Lab konnten Messebesucher direkt in Hannover visionär über künftige Cloud-Anwendungen diskutieren, Prototypen testen und eigene Anforderungen an künftige Cloud-Umgebungen einbringen. Dieser Dialog ist gerade im Umfeld der Cloud-Entwicklung wichtig, um Lösungen und letztlich das ganze Portfolio praxisnah auszurichten und konsequent weiter zu entwickeln.

Querdenken war die Maxime und ausdrücklich gefördert. Schließlich sollen sich aus Sicht der Engineering-Experten die kommenden Cloud-Applikationen nicht allein auf die Eplan-Produktfamilie beschränken. Zusammenarbeit lautet die Devise, und dafür arbeitet Eplan eng mit seinen Kunden und Branchenpartnern zusammen. Erste Usecases mit Festo und Heitec zeigten interessante Einblicke in künftige Chancen der Cloud-Nutzung.

Aus Sicht der Monheimer dient Eplan ePulse als Bindeglied in der Zulieferkette von Endkunde, Maschinen- beziehungsweise Anlagenlieferant und Komponentenherstellern der industriellen Produktion. Dafür wurde extra eine neue Cloud-Einheit geschaffen, die im Stil heutiger Denkfabriken frische Impulse setzt. Die in Eplan ePulse hinterlegten Projektdaten fungieren sowohl als Systembeschreibung für die eigene Fertigung als auch zur Kundendokumentation aller automationsrelevanten Aspekte des Digitalen Zwillings. Im Zeitalter der Digitalisierung setzen Unternehmen damit auf 100 Prozent digitale Daten.

Digitalisierungsstrategie im Einklang

Im Idealfall unterstützt eine Engineering-Lösung zugleich die Digitalisierungsstrategie eines Unternehmens. Doch wie lässt sich das umsetzen? Im sogenannten Efficiency Lab analysierten Berater gemeinsam mit dem Kunden die aktuelle Ist-Situation. Ziel war es, erste Potenziale zur Optimierung der Engineering-Landschaft, ihren Prozessen und Datenflüssen aufzudecken, die Entscheider direkt mitnehmen konnten. Individueller und produktiver Wissenstransfer wurde also direkt in Hannover umgesetzt. Das gilt auch für die Präsentation der integrierten Wertschöpfungskette in Zusammenarbeit mit Rittal.

Gemeinsam zeigten die Schwestergesellschaften in Hannover, welch enormer Nutzen in der Digitalisierung und Automatisierung der Wertschöpfungskette liegt und wie sich die Fertigungs- und Montagezeiten schon allein in der Verdrahtung deutlich reduzieren lassen. Präsentiert wurde der Weg vom Schaltplan über die Verdrahtung in 3D, die automatische Fertigung der Einzeldrähte und schließlich deren Installation im realen Schaltschrank. Auch die Bereitstellung digitaler Artikeldaten und Produktkonfiguratoren über den Engineering- und Arbeitsvorbereitungsprozess war ein Kernelement – für einen effizienten Weg zum digitalen Zwilling und in Folge zur digital angebundenen Fertigung.

Bildergalerie

  • Eplan eView ermöglicht einen durchgängigen Redlining-Workflow zwischen dem Engineering und den nachgelagerten Prozessen wie Fertigung und Instandhaltung. Projektdaten sind jederzeit in der Cloud verfügbar.

    Bild: Eplan

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