Referentinnen und Referenten der 23. Kunststofftagung und das Professorenteam des Laborbereichs Kunststofftechnik an der Hochschule Osnabrück freuten sich über das große Interesse an den Zukunftsthemen der Branche.

Bild: Angela von Brill, Hochschule Osnabrück

Fachtagung in Osnabrück Quo vadis, Kunststoff?

29.06.2022

Auf der 23. Kunststofftagung der Hochschule Osnabrück haben sich rund 120 Gäste eingefunden, um über aktuelle und zukünftige Fragen zum Thema Kunststoff zu diskutieren. Es ging um biobasierte Kunststoffe, Recycling, Nachhaltigkeit und Trends – und um Strategien, wie die Branche diese umsetzen kann.

Am 14. und 15. Juni 2022 fand die 23. Fachtagung „Fortschritte in der Kunststofftechnik – Theorie und Praxis“ an der Hochschule Osnabrück statt. Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich dabei mit Fragen, die nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich relevant sind. Neben Schwerpunkten wie Recycling und Nachhaltigkeit standen Strategien und Zukunftstrends der Branche sowie aktuelle Entwicklungen in der Anwendungstechnik und der Kunststoffverarbeitung auf dem Plan.

Themenspektrum der Veranstaltung

In elf Vorträgen stellten Expertinnen und Experten den aktuellen Stand der Technologie in ihren Fachgebieten dar. Es ging unter anderem um Filterung von Mikroplastik aus Abwasser, Herausforderungen bei der Herstellung von Kunststoffprodukten aus Rezyklaten, Biokunststoffe und biobasierte Materialien. Auch Beispiele zur Umsetzung von Industrie 4.0, Nachhaltigkeit im Kunststoffbereich und in der Medizintechnik, Assistenzsysteme für Spritzgießmaschinen, CO2-Fußabdruck und Lösungen zu Werkzeugtemperierung und Kühlwassermanagement waren Themen. Die begleitende Fachausstellung bot dabei eine Plattform für den fachlichen Austausch in den Pausen.

Die Tagungsleiter Prof. Rainer Bourdon und Prof. Markus Susoff freuten sich über das große Interesse an der Veranstaltung. „Die etwa 120 Teilnehmer zeigten sich ausgesprochen zufrieden mit der Auswahl der Themen und der Qualität der Vorträge“, berichtet Bourdon, Beauftragter für die Kunststofftechnik-Studiengänge an der Hochschule Osnabrück. Ein Höhepunkt war für ihn der Vorabend der Tagung: Ehemalige Studierende berichteten über ihre Berufserfahrungen und Aufgaben in der Industrie. Zudem stellte der Laborbereich Kunststofftechnik aktuelle Projekte und Aktivitäten seiner sechs Laborteams vor.

Karriere in der Kunststofftechnik

Susoff ist vor zwei Jahren nach Stationen in der Kunststoffbranche an die Hochschule Osnabrück gewechselt. „In der Industrie besteht seit Jahren ein überdurchschnittlicher Bedarf an Kunststofftechnik-Fachleuten, der sich zukünftig noch weiter verstärken wird“, sagt der Leiter des Labors für Kunststoffprüfung und Polymerphysik. „Dabei ist die Vielfalt der möglichen Tätigkeitsbereiche groß; die Karrieremöglichkeiten sind sehr attraktiv.“

Die Hochschule Osnabrück bietet deshalb selbst die Studiengänge Kunststofftechnik und Kunststofftechnik im Praxisverbund an. Damit will sie dazu beitragen, den Bedarf an Fachkräften zu decken, insbesondere in der Region. Wer Interesse an einem Ingenieurstudium der Kunststofftechnik mit Bachelorabschluss an der Hochschule Osnabrück hat, kann sich noch bis zum 15. Juli um einen Studienplatz bewerben. Für Absolventinnen und Absolventen einschlägiger Bachelorstudiengänge steht der Master Angewandte Werkstoffwissenschaften mit der Vertiefung Polymerwerkstoffe offen. Auch hier ist die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester der 15. Juli.

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