SIGLENT Technologies Germany GmbH

Die neuen Generatoren dienen als Teil im HF-Test-Puzzle.

Bild: Pixabay, 422737

Zwei neue Signalgeneratoren Das fehlende Teil des HF-Test-Puzzles

15.05.2020

Siglent zeigt seinen HF-Signalgenerator der nächsten Generation und ist damit einen Schritt näher am Ziel, ein komplettes Angebot an HF-Prüflösungen anbieten zu können. Die neue Serie besteht aus zwei Versionen und ist mit einer maximalen Ausgangsfrequenz von bis zu 6 GHz erhältlich.

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Der SSG5000X ist ein klassischer analoger HF-Generator, die zweite Version der Serie heißt SSG5000X-V. Das „V“ steht dabei für „Vektor-Signalgenerator“. Diese Version verfügt über eine interne IQ-Modulation mit einer HF-Modulationsbandbreite von bis zu 150 MHz sowie über eine Play-Back-Funktion für Arbiträrsignale.

Eine intuitive Menüstruktur ermöglicht es, schnell und einfach komplexe Signaltypen zu erzeugen. Die SSG5000X-Generatoren sollen das fehlende Teil zur Lösung des HF-Test-Puzzles in Entwicklung, Ausbildung oder in der Fertigung darstellen.

Bannerspezifikationen und Leistungsfähigkeit

Die neue Geräteserie erzeugt Analog- und Vektorsignale bis zu einer maximalen Frequenz von entweder 4 oder 6 GHz. Damit adressiert Siglent nun den gesamten Sub-6-GHz-Bereich. Dazu gehört auch das neueste neu definierte NR-5G-Band (FR1), das sich zwischen 3,4 und 3,7 GHz befindet.

Ein Blick auf die Bannerspezifikationen gibt bereits einen Hinweis auf die Leistungsfähigkeit des Generators: Die Spezifikation des Phasenrauschens ist -120 dBc (bei 1 GHz / 20 kHz Offset), der geregelte maximale Ausgangspegel reicht bis zu 20 dBm (einstellbar bis 26 dBm), der minimale Ausgangspegel beträgt -130 dBm (einstellbar bis -140 dBm). Mit dem optionalen OCXO-Modul ist es zudem möglich, die Temperaturstabilität zu verbessern. Das ist beispielsweise für präzise Tests und im Fertigungsbereich wichtig.

Schnelle Einarbeitung durch intuitives Menü

Die Basisausführung des SSG5000X ist mit einem Fünf-Zoll-Touch-Display ausgestattet. Die Front und die Menüstruktur des Displays lassen sich leicht bedienen und sind übersichtlich gestaltet, sodass die Einarbeitung nur wenige Minuten dauern soll. Wie fast alle neu eingeführten Siglent-Geräte verfügt auch der SSG5000X über einen Webserver zur einfachen Fernsteuerung über Ethernet.

Der analoge HF-Generator bietet alle analogen Modulationsarten einschließlich Pulsmodulation als Standard. Verschiedene Arten von Frequenz- oder Amplitudensweeps können eingestellt und kombiniert werden.

Mittels der BNC-Buchsen Signal Valid und Trigger In/Out auf der Rückseite gelingt eine problemlose Implementierung in automatisierte Testsysteme. Alle Geräte unterstützen den Anschluss und die Kontrolle eines externen USB-Leistungsmessers. Hiermit kann etwa der Verlust des Signalpfads zwischen dem HF-Ausgang des Generators und dem DUT kompensiert werden.

V-Version für anspruchsvolle Tests

Für anspruchsvolle Anwendungen wie zum Beispiel Empfängertests, bei denen komplexe modulierte Signale benötigt werden, ist die Vektorsignalquelle SSG5000X-V die richtige Wahl. Es gibt dabei mehrere Möglichkeiten, IQ-modulierte Signale zu definieren und erzeugen.

Der benutzerdefinierte Modus ermöglicht eine schnelle Einrichtung von Standard-Modulationsschemata wie ASK, FSK, PSK und QAM mit einer Symbolrate von bis zu 120 Msps. Diese Art von Signal wird häufig für In-Band-Blockierung (modulierter Störer) verwendet. Für den Fall, dass „Mehrträger-Signale“, wie sie in digitalem Rundfunk-, drahtlosen oder zellularen Telekommunikationssystemen verwendet werden, erforderlich sind, bietet der ARB-Modus die notwendige Flexibilität.

Der SSG5000X-V hat eine Auswahl gängiger Standardsignale wie NR-5G, LTE, WLAN, WCDMA, GSM und Bluetooth implementiert. Wenn diese nicht exakt das sind, was der Anwender benötigt, können kundenspezifische ARB-Dateien erstellt, hochgeladen und wiedergegeben werden. Additives weißes gaußsches Rauschen (AWGN) lässt sich im Gerät erzeugen und direkt dem gewünschten Signal hinzufügen. Das ist ebenfalls eine wichtige Funktion beim Spezifizieren von Empfängern.

Die auf der Rückseite befindlichen BNC-Anschlüsse können differentielle I- und Q-Basisbandsignale ausgeben. Zusätzlich hat Siglent I- und Q-Basisbandeingänge hinzugefügt, um auch externe IQ-Modulation zu unterstützen. Dadurch ist es möglich, den Generator in allen Phasen der Entwicklung von Sendern oder Empfängern zu verwenden.

Der Mehrtonmodus erleichtert es dabei, Zwei- oder Mehrtonsignale zu erzeugen. Im zugehörigen Menü muss dafür nur die Anzahl der Töne und der Abstand zwischen den Tönen ausgewählt werden. Mehrtonsignale werden häufig für Audiomessungen, nichtlineare Verzerrungstests von Verstärkern und Empfängern sowie für Boden- und Satellitenkommunikationstests verwendet.

Aufrüstung von 4 auf 6 GHz

Die 4 GHz-Geräte SSG5040X(-V) lassen sich per Softwarelizenz auf 6 GHz aufrüsten; der Generator kann so zusammen mit den Anforderungen wachsen. Mit dem arbiträren Funktionsgenerator SDG6000X und dessen IQ-Option, dem HF-Generator SSG3000X(-IQE) der Einstiegsklasse und dem neuen SSG5000X(-V) hat Siglent nun drei passende Teile zur Lösung des RF-Design-Puzzles hinzugefügt.

Bildergalerie

  • Die neue Geräteserie besteht aus dem analogen HF-Generator SSG5000X und der Vektor-Version SSG5000X-V.

    Bild: Siglent

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