Der Bund fördert Käufer der ölfreien Kolbenkompressoren von Boge mit 30 bis 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei einem Kauf von 2.000 Euro.

Bild: Boge

Ölfreie Druckluft für sensible Anwendungen Bund bezuschusst Kolbenkompressoren

29.08.2019

Mit bis zu 40 Prozent der Kosten fördert der Bund Unternehmen, die sich ölfreie Kolbenkompressoren von Boge zulegen: Denn die Maschinen des Bielefelder Druckluftspezialisten qualifizieren sich durch ihre Effizienzwerte für einen Zuschuss des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

Damit ist Boge einer der wenigen Hersteller förderfähiger Kolbenkompressoren. Ob intermittierend oder im Dauerlauf, die PO L-Baureihe von Boge liefert ölfreie Druckluft für sensible Anwendungen wie etwa Nahrungsmittel- oder Medizintechnik. Solche Querschnittstechnologien bezuschusst das BAFA mit einer Fördersumme von bis zu 200.000 Euro.

Kriterien für die Förderung

Das BAFA betrachtet die Leistungsaufnahme von Kompressoren im Verhältnis zu ihrer Liefermenge. Förderfähig nach dem BAFA-Modul 1 – Querschnittstechnologien sind ölfreie Kolbenkompressoren dann, wenn ihre spezifische Wirkleistungsaufnahme einen festgelegten Wert unterschreitet. Der liegt je nach Druckniveau von 3 bis 15 bar und Motorleistung von 2,2 bis 500 kW zwischen 5,88 und 14,51 kW/m3/min. Gemessen wird dabei nach der Norm ISO 1217:2009.

Typischerweise fokussiert der Bund Schraubenkompressoren, also große und für den dauerhaften Betrieb ausgelegte Anlagen. Kolbenkompressoren sind dagegen kleiner und oft für intermittierenden Betrieb ausgelegt. Boge konzipiert seine auch für den Dauerbetrieb (S1-Betrieb) geeigneten, ölfreien Kolbenkompressoren so, dass sie für die Bundesförderung infrage kommen. Das Boge Modell PO 4 L zum Beispiel weist bei einer Motor-Nennleistung von 3 kW und einem Druck von 15 bar eine spezifische Wirkleistungsaufnahme von 11,27 kW/m3/min auf – und unterschreitet damit die BAFA-Vorgabe von 13,54 kW/m3/min.

Höhere Liefermenge durch Bauspezifikationen

Die Energieeffizienz der PO-Baureihe will Boge durch Investition in die Qualität von Material und Produktion verbessern: Ventiltaschen sind dimensioniert und geringe Fertigungstoleranzen sollen den Schadraum im Zylinder auf ein Minimum reduzieren. Die daraus resultierende geringere Rückexpansion verbessert den Liefergrad.

Die Wärmeentkopplung an der Ansaugseite, die verrippte Oberfläche der Zylinder, das zweistufige Kühlkonzept und die Kühlluftführungshaube sollen für eine gute Wärmeabfuhr sorgen. Die Liefermenge von Boge Kompressoren steigt Herstellerangaben zufolge gegenüber der von gängigen Maschinen um neun Prozent.

Förderung von bis zu 40 Prozent

Alle Anliegen rund um die BAFA-Förderung koordiniert bei Boge Michael Wüppelmann, Leiter Vertrieb Innendienst Deutschland. „Boge unterstützt große wie kleine Unternehmen während des gesamten Prozesses von der Antragstellung bis zur Förderung. Denn der Bund schafft hier unkompliziert einen tollen Anreiz, sich mit hocheffizienten Kompressoren wirtschaftlich und zukunftssicher aufzustellen“, begründet Wüppelmann.

Bei einer Neuanschaffung über mindestens 2.000 Euro fördert der Bund kleine und mittlere Unternehmen mit 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, große Unternehmen mit 30 Prozent. Das gilt auch für andere Boge Anlagen, etwa öleingespritze Modelle und Schraubenkompressoren.

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