Im Projekt IoTwins sollen mittels VR alle Vor- und Nachteile industrieller Prozesse im Vorfeld ermittelt werden.

Bild: Pixabay, geralt

Horizont 2020 Bonfiglioli koordiniert IoTwins-Projekt

16.09.2019

Der italienische Antriebshersteller Bonfiglioli ist Koordinator des EU-Projekts IoTwins. Ziel des Projekts ist es, mit Big-Data-Technologien und Supercomputern Modelle zu erstellen, mit denen Produktionsprozesse im Labor simuliert sowie Fehler und kritische Zustände erkannt werden können, bevor die Produktion startet. Das Projekt wird im Rahmen von Horizont 2020 mit 20 Millionen Euro gefördert.

IoTwins ist das Ergebnis einer gemeinsamen Aktion der Universität Bologna, des Nationalen Instituts für Kernphysik, von Cineca, der Emilia-Romagna-Region mit Art-ER, Bonfiglioli und Marposs. Bei dem europäischen Projekt sind neben lokalen Partnern auch Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen wie Siemens, das Supercomputing-Center in Barcelona und das Fraunhofer-Institut in München involviert.

Industrielle Prozesse bewerten

Das IoTwins-Projekt hat seinen Sitz im Data Valley der Emilia-Romagna und experimentiert mit neuen Technologien für die Digitalisierung industrieller Prozesse und Produkte. Auf zwölf Testplattformen werden digitale Zwillinge erstellt, die Anlagen und Management-Tools für Infrastrukturen im Vorfeld testen.

IoTwins erfasst und bewertet mittels VR alle Vor- und Nachteile industrieller Prozesse, die dann auf die Produktion angewendet werden. Die Tools des Projekts sollen sich sowohl für Großunternehmen als auch für die Produktionsprozesse von KMUs eignen.

„Die Leitung dieses Projekts zu übernehmen, erfüllt uns mit Stolz und bedeutet gleichzeitig auch, dass wir eine große Verantwortung übernehmen“, sagt Sonia Bonfiglioli, Präsidentin der Bonfiglioli-Gruppe. Die Wahl dieses Anwendungsbereichs sei sowohl „ein Zeichen für digitale Innovation als auch ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Umwelt“.

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