Das BMWi nimmt den Status quo der Digitalisierung der Energiewende in Deutschland in Augenschein.

Bild: Pixabay, Tama66

Wie weit ist Deutschland? Digitalisierungsbarometer für die Energiewende veröffentlicht

04.02.2019

Wie weit ist die Digitalisierung der Energiewende in Deutschland fortgeschritten? An welchen Stellen hakt die Umsetzung noch? Diesen Fragen geht das „Barometer Digitalisierung der Energiewende“ nach, das das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) nun erstmals für das Berichtsjahr 2018 veröffentlicht hat.

Betrachtet wird in jährlichen Fortschrittsberichten der Umsetzungsstand des Gesetzes für die Digitalisierung der Energiewende (GDEW). Der Bericht verdeutlicht dabei, wie wichtig die Digitalisierung für das Gelingen der Energiewende ist.

Smart Metering neu definiert

Mit der ersten Zertifizierung eines Smart-Meter-Gateways Ende Dezember 2018 ist ein wichtiger Meilenstein erreicht. Damit wurde Smart Metering in Deutschland neu definiert und ein zentrales Signal für ein zukunftstaugliches Smart Grid gesetzt. Der Bericht unterstützt das anspruchsvolle Regulierungskonzept des deutschen Gesetzgebers.

Smart-Meter-Gateways werden als sichere, breit einsetzbare Kommunikationsinfrastruktur für alle energiewenderelevanten Bereiche (Smart Metering, Smart Grid, Smart Mobility, Smart Home und Smart Services) aufgebaut. Damit ist Deutschland im EU-Vergleich führend.

Weitere Gutachten geplant

Zugleich sieht der Bericht noch Potenzial bei der weiteren Umsetzung des am 2. September 2016 in Kraft getretenen GDEW und bei der Ausschöpfung der Vorteile für Energie- und Verkehrswende. Hierzu wird unter anderem ein zentrales, übergreifendes Projektmanagement empfohlen.

Zusätzlich zum Barometer, mit dem das BMWi EY beauftragt hat, wird das BMWi zeitnah weitere Gutachten zu wichtigen Themen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Energiewende vorlegen. Diese werden sich mit neuen Geschäftsmodellen, Sektorkopplung und der notwendigen Telekommunikationsanbindung befassen.

Verwandte Artikel