Echtzeit, Safety, Security

Automotive‑MCU für sicherheitskritische Systeme

SiliconAuto stellt den Automotive‑MCU XMotiv M3 (Arm-Cortex‑M33) für funktionale Sicherheit, Cybersicherheit und Echtzeit vor.

Bild: Silicon Auto
18.03.2026

SiliconAuto zeigt den XMotiv M3: eine Arm-Cortex-M33-Automotive-MCU mit ISO-26262-ASIL-B-Product-Ready-Ausrichtung, Secure Boot und Echtzeit-Fokus. In einer Demo mit ZF dient die MCU als Begleitcontroller im ADAS-ECU, übernimmt Fast Boot, Power Sequencing und Reset-Überwachung und entlastet so den Hauptrechner.

SiliconAuto stellt sein erstes Produkt vor: den XMotiv M3, einen Automotive‑Mikrocontroller, der für die strengen Anforderungen an funktionale Sicherheit, Cybersicherheit und Echtzeitsteuerung moderner Automobil‑ und Robotiksysteme entwickelt wurde. Der XMotiv M3 wird in einer Reihe von schlüsselfertigen Demonstrationen für autonomes Fahren und Robotik vorgestellt.

Angetrieben von einem Arm-Cortex‑M33‑Kern bietet der XMotiv M3 eine robuste und skalierbare Steuerungsplattform für sicherheitskritische eingebettete Systeme. Mit der Zertifizierung nach dem ISO‑26262‑ASIL‑B‑Product‑Ready‑Standard stellt er die funktionale Sicherheitsgrundlage bereit, die für Karosseriesteuergeräte, Robotik‑Steuerknoten und andere missionskritische Subsysteme erforderlich ist, die auf hohe Zuverlässigkeit, schnelle Reaktionsfähigkeit und sichere Ausführung angewiesen sind.

Eine erste Vorschau des Mikrocontrollers wurde bereits auf dem Hon Hai Tech Day 2025 präsentiert, wo SiliconAuto ein Referenzdesign für adaptive Fernlichtsysteme (ADB) sowie ein frühes Robotik‑Proof‑of‑Concept vorstellte. Seitdem hat das F&E‑Team von SiliconAuto die Referenzdesign‑Plattform des XMotiv M3 weiter ausgebaut.

Digital Twin und Vor‑Silizium‑Entwicklung beschleunigen die Validierung

Zur Beschleunigung der Entwicklung setzt SiliconAuto auf SiliconPilot, unterstützt durch die PAVE360‑Digital‑Twin‑Technologie von Siemens. SiliconPilot ermöglicht es Teams, Hard‑ und Software‑Systeme vollständig in einer virtuellen Umgebung zu modellieren, zu testen und zu validieren – und damit Fahrzeuge und intelligente Roboter der nächsten Generation effizienter zu entwickeln.

„Wir freuen uns, dass SiliconAuto sich für PAVE360 entschieden hat, um seine SDV‑Methodik umzusetzen. Durch den frühzeitigen Einstieg in die vor‑siliziumbasierte Softwareentwicklung konnte SiliconAuto die Entwicklungszeit für SiliconPilot halbieren – ein echtes Beispiel dafür, wie man das Silizium von morgen bereits heute entwickelt“, sagte David Fritz, Vice President Hybrid and Virtual Systems, Siemens Digital Industries Software.

„Dies ist ein weiteres Beispiel in der wachsenden Sammlung von Nachweisen dafür, dass die Automobilindustrie beginnt, ihre Ansätze für Design und Validierung zu transformieren, um die Vorteile von SDV zu nutzen – und zwar durch den Einsatz unserer branchenführenden PAVE360 Digital‑Twin‑Technologie.“

XMotiv M3: Die Grundlage für intelligente Bewegung

In einer nicht‑kommerziellen Zusammenarbeit mit ZF Friedrichshafen AG hat SiliconAuto eine Demonstration für autonomes Fahren entwickelt, bei der der XMotiv M3 als Begleitcontroller für den I/O‑Signalaggregator von ZF innerhalb des ZF‑ADAS‑ECU eingesetzt wird. Diese Demonstration wird am SiliconAuto‑Stand auf der Embedded World im Mittelpunkt stehen.

Als Begleitcontroller übernimmt der XMotiv M3 Funktionen wie Fast Boot, System‑Housekeeping, Power Sequencing, Clocking Control und Reset‑Überwachung – ermöglicht durch seinen 160‑MHz‑Kern, eine breite Palette an Peripherien und einen Secure Boot. Der Mikrocontroller überwacht alle wichtigen Prozesse, einschließlich Spannung und Temperatur, um die Systemintegrität sicherzustellen.

  • Fast Boot: Sofortige Betriebsbereitschaft für sicherheitskritische Funktionen

  • Power Sequencing & Clocking Control: Stabile und vorhersehbare Funktionsweise in allen Domänen

  • Reset‑Überwachung: Überwachung der Redundanzsysteme für ADAS‑Level‑4‑Bereitschaft

Durch die Auslagerung dieser essenziellen Aufgaben vom Hauptrechner ermöglicht der XMotiv M3 es den Performance‑Kernen, sich vollständig auf Wahrnehmung, Planung und Fahrfunktionen zu konzentrieren.

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