ABB AG

Die Apps, Tools, Cloud-Lösungen und Produkte von ABB ermöglichen einen sehr einfachen Einstieg die Digitalisierung der Antriebstechnik.

Bild: iStock, grinvalds

Apps, Tools & digitale Services Antriebstechnik unter Kontrolle per Klick

09.05.2022

Die Digitalisierung der Antriebstechnik verspricht viele Vorteile wie Transparenz der Auslastung, mehr Effizienz und vorausschauende Wartung. Doch ganz konkret, mit welchen Apps, Tools und Services hat man nun die Antriebe im Blick? Lesen Sie, wie einfach ABB für unterschiedliche 
Anforderungen die passenden digitalen Lösungen bereitstellt.

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Wäre es nicht wunderbar, mit dem Smartphone einen direkten Einblick in seine Maschinen und Antriebe in der Produktion zu bekommen? Bei immer mehr Antriebsprodukten von ABB ist dies tatsächlich nur einen Fingertipp entfernt. Einfach den aufgebrachten QR-Code mit der Kamera-App des Smartphones abscannen und schon gelangt man zu den digitalen Mehrwertdiensten…

Hören Sie zu diesem Thema auch den PodcastApps und Digitale Services für die Antriebstechnik!

Wer bist Du und was kannst Du?

Oft geht es ja schon los, überhaupt zu wissen, welcher Motor ist denn das eigentlich, der hier das Förderband, die Maschine oder den Lüfter antreibt. Und beim im Schaltschrank verbauten Frequenzumrichter würde es auch sehr helfen, ohne langes Suchen schnell in der Dokumentation nachschauen zu können, was bestimmte Einstellfunktionen bewirken. Damit sich hier der Anwender einfach selbst helfen kann, stellt ABB den digitalen Service ABB Access zur Verfügung. Der Zugriff darauf ist wie eben erwähnt maximal simpel: Einfach per Smartphone oder Tablet mit der Kamera auf den QR-Code des Motors oder Frequenzumrichters scannen und schon wird im Webbrowser die ABB Access Startseite geladen.

ABB Access stellt dem Anwender detaillierte Produktinformationen zur Verfügung. Hier sieht man sofort die Leistungs-, Effizienz- und Klassifizierungsdaten im Überblick. Wer es noch genauer wissen will und Informationen über bestimmte Funktionen sucht, der erhält direkten Zugriff auf alle Dokumentationsunterlagen der Antriebskomponente. Das lästige Suchen nach der Dokumentation, die üblicherweise nicht griffbereit, veraltet oder bereits entsorgt worden ist, gehört damit der Vergangenheit an.

Für viele Produkte ist bereits der ABB SmartGuide verfügbar, der in kurzen Videos die jeweiligen Einstellungen und Montageschritte anschaulich zeigt. Dieser sehr einfache aber oft hilfreiche digitale Service bietet aber noch mehr. Über ABB Access kann der Anwender bei einem Problem gleich eine Anfrage an den technischen Support von ABB erstellen. Über die automatisch enthaltenen Geräte- und Kontaktinformationen erfolgt dann umgehend Unterstützung durch Spezialisten von ABB. Alternativ listet ABB Access auch die Telefonnummer und E-Mailadresse für den jeweiligen lokalen Supportkontakt oder findet Zugang zu ortsnahen Channel-Partnern.

Werden moderne Cloud-basierte Condition-Monitoring-Lösungen, wie etwa ABB Ability Condition Monitoring für Drives, genutzt, kann sich der Anwender in einem nächsten Schritt über den QR-Code einloggen und sich in Echtzeit über Parameter wie die Verfügbarkeit des Motors oder Frequenzumrichters, Umgebungsbedingungen sowie Störungen informieren, um notwendige Wartungsmaßnahmen einzuleiten. Doch der QR-Code kann noch mehr, denn dieser ist jeweils eine herstellerunabhängige und weltweit eindeutige ID nach dem IEC CD 61406 (DIN SPEC 91406) Standard. Für diese IDs lassen sich dann beispielsweise Wartungsaufträge hinterlegen. Mithilfe eines Lesegeräts kann der Servicetechniker dann die betreffenden Geräte durch Scannen des QR-Codes eindeutig identifizieren. ABB Access ermöglich somit einen via QR-Code schnell nutzbaren Einstieg in die Digitalisierungsmöglichkeiten der Antriebstechnik.

Du kannst jetzt loslegen!

Praktisch in ABB Access ist auch der direkte Link auf den nächsten digitalen Service von ABB: die Drivetune-App. Damit lassen sich Frequenzumrichter drahtlos über das Smartphone starten, parametrieren und auftretende Fehler beheben. Dank der kabellosen Bluetooth-Verbindung mit bis zu 75 Meter Reichweite müssen die Benutzer keine gefährlichen oder schwer zugänglichen Arbeitsbereiche betreten. Mithilfe einer benutzerfreundlichen Oberfläche sind nach der Verbindung sämtliche Einstellungen des Frequenzumrichter über Drivetune zugänglich. Anwender können damit sehr komfortabel den Antrieb in Betrieb nehmen und optimal auf die Anwendung abstimmen. Funktionen zur Fehlerbehebung erleichtern dabei die Leistungsoptimierung. Ein übersichtliches Dashboard zeigt auch jederzeit den aktuellen Antriebsstatus, Leistung und Konfiguration an. Praktisch sind auch die Erstellung und gemeinsame Nutzung von Backups und Support-Paketen über die App.

Für die Nutzung der Drivetune-App ist nur die Bluetooth-Funktionalität des Frequenzumrichters notwendig. Bei ABB ist die Funktechnologie entweder bereits im Frequenzumrichter integriert oder sie lässt sich über Bluetooth-Bedienpanel nachrüsten. Die komfortable Bedienung des Frequenzumrichters ist aber nicht auf die Drivetune-App eingeschränkt. Wer die Inbetriebnahme und Optimierung lieber über den PC erledigt, kann das Tool Drive Composer verwenden. Die Software erhält ihre Daten vom Frequenzumrichter über einen Ethernet- oder USB-Anschluss. Alle Antriebsinformationen wie aufgezeichnete Parameter, Störungen, Sicherungen und Ereignislisten lassen sich dann auch mit einem einzigen Mausklick in einer Diagnose-Supportdatei sammeln.

Die kostenlose Version des Tools verfügt über Inbetriebnahme- und Wartungsfunktionen, während die Professional-Version weitere Funktionen wie Fenster für die Anzeige individuell eingestellter Parameter, Regelschemata der Antriebskonfiguration und Sicherheitseinstellungen enthält. Dank der Regelschemata braucht der Anwender keine langen Parameterlisten durchzublättern und kann die Antriebslogik schnell und einfach einrichten. Mit dem Tool können mehrere Signale verschiedener Stromrichter in einem Netzwerk schnell überwacht werden. Dazu gehören auch Funktionen zum Sichern und Wiederherstellen. Auch Sicherheitseinstellungen und die adaptive Programmierung können mit dem Drive Composer Pro durchgeführt werden.

Fernbeziehung: Einblick von außen

Was aber, wenn man aus der Ferne seine Antriebstechnik immer im Blick haben will? Auch hierfür gibt es von ABB die passende Lösung. Über die ABB Ability Cloud erhält der Anwender mithilfe eines einfachen Ampelsystems einen raschen Überblick über den Zustand aller Antriebskomponenten. Von jeder vernetzten Komponente gibt es dann natürlich noch sehr detaillierte Daten über die Verfügbarkeit, Umgebungsbedingungen und Auslastung. Damit sieht man, ob sich beispielsweise ein Frequenzumrichter ständig in Überlast befindet und sich dadurch die Ausfallwahrscheinlichkeit erhöht.

Doch zuerst müssen die Daten der Frequenzumrichter in die Cloud gelangen. Das geht natürlich über die Industrial-Ethernet-Konnektivität der ABB-Frequenzumrichter, allerdings bedeutet dies je nach vorhandener Infrastruktur einen erhöhten Verkabelungsaufwand und Abstimmungsbedarf mit der IT-Abteilung für den Cloud-Zugriff. Die viel einfachere Alternative, die ABB anbietet, ist das Drive Connectivity Panel. Seine Funktionalität entspricht dem eines Standardbedienpanels aktueller ABB-Frequenzumrichter, es verfügt aber zusätzlich über eine integrierte SIM-Karte. Damit können die Frequenzumrichter aus beliebigen industriellen Umgebungen ohne zusätzliche Anschlüsse direkt mit der Cloud kommunizieren. Dazu wird die speziell für diese Anwendung entwickelte Mobilfunktechnik NB-IoT verwendet, welche immer noch stabile Verbindungen ermöglicht, wenn normale Smartphones bereits „ohne Netz“ sind.

Das Drive Connectivity Panel bietet ABB zusammen mit seinem digitalen Service Ability Condition Monitoring für Frequenzumrichter an. Die Installation am Frequenzumrichter erfolgt per Plug & Play durch einfachen Austausch mit dem bisherigen Bedienpanel. Das Drive Connectivity Panel meldet sich im Mobilfunknetz an und nimmt automatisch Kontakt zur ABB Ability Cloud auf, sobald es vom Frequenzumrichter mit Energie versorgt wird. Die Betriebsdaten des Antriebs lassen sich dann zusammen mit Ereignisprotokollen direkt über das Mobilfunknetz verschlüsselt und hochsicher an die Cloud senden. In der ABB Ability Cloud wird automatisch ein digitaler Zwilling des Frequenzumrichters angelegt, der zyklisch die Daten aus dem Gerät sammelt und für die Zustandsinterpretation nutzt. Im digitalen Service ABB Ability Condition Monitoring für Frequenzumrichter sind neben dem Drive Connectivity Panel auch die SIM-Karte und der Datentarif inklusive.

Der Nutzen des Drive Connectivity Panels ist durch die kostengünstige Cloud-Konnektivität und Zugang zu den skalierbaren digitalen Diensten von ABB vielfältig. Die Daten der Frequenzumrichter lassen sich für Geräte- und Anlagenmanagement, Zustandsfernüberwachung, vorbeugende Instandhaltung, Produktnutzungsanalyse, Produktoptimierung und -individualisierung verwenden. Das Drive Connectivity Panel verfügt zusätzlich auch noch über eine Bluetooth-Schnittstelle. So können ABB-Frequenzumrichter, die bisher noch kein Bluetooth hatten, mit der Drivetune-App bequem parametriert und optimiert werden.

Aus der Ferne gefixt

Das Bedienpanel des Frequenzumrichters und die Drivetune-App spielen auch eine zentrale Rolle bei einem weiteren sehr nützlichen digitalen Service von ABB. Denn während die traditionellen Support-Möglichkeiten per Telefon, E-Mail oder Service-Formular sehr begrenzt sind, kann über den Service ABB Ability Mobile Connect fallbasiert der Zugriff auf den Frequenzumrichter aus der Ferne für ABB-Experten gewährt werden. Ein Experte vor Ort ist damit nicht mehr notwendig, was Zeit und Kosten spart.

Um den Zugriff auf den Frequenzumrichter dem externen ABB-Experten zu gewähren, muss zuerst über das Smartphone mit der Drivetune-App eine Verbindung mit dem Umrichter aufgebaut werden. Dies erfolgt wie gewohnt mit Hilfe der Bluetooth-Funktionalität des Bedienpanels des Frequenzumrichters. Über den Mobile Connect Dienst kann der Support-Experte nach Freigabe durch den Bediener vor Ort dann Parametersätze des Umrichters betrachten, Parameteränderungen nachvollziehen, Datenlogger abrufen, Support-Packages ziehen und sich dadurch sehr schnell ein Bild vom tatsächlichen Zustand des Geräts im Feld machen. Darüber hinaus ist es möglich, über das Mobile Connect Cloud-Portal Verbesserungsvorschläge zu machen, zum Beispiel zur Änderung eines Parametersatzes. Das letzte Wort hat aber stets der Bediener der Anlage vor Ort. Erst wenn dieser die Parameteränderung bestätigt, darf sie im Frequenzumrichter eingespielt werden. Der Austausch von Sprach- oder Chat-Nachrichten, Bilder und Videos ist über den Mobile Connect Service ebenfalls möglich.

Das Mobile Connect Cloud Portal steht aber nicht nur Service-Mitarbeitern von ABB zur Verfügung, sondern kann auch von Partnern genutzt werden, die für ABB-Frequenzumrichter den Service leisten. Der digitale Service bietet volle Transparenz für den Remote Support und einfachen Zugang zu Expertenwissen für den Bediener vor Ort. Vor-Ort-Support-Kosten lassen sich damit stark reduzieren und Servicefälle oft in Minuten statt in Tagen lösen.

Digitalisieren per Klick und Fingertipp

Die Apps, Tools, Cloud-Lösungen und Produkte von ABB ermöglichen einen sehr einfachen Einstieg die Digitalisierung der Antriebstechnik. Mit den aufgeführten Lösungen können Anwender ohne große Investitionskosten schnell und direkt Stillstandzeiten reduzieren, die Lebensdauer der Antriebstechnik erhöhen und die Servicekosten reduzieren. Egal also, ob mit dem Drive Connectivity Panel Daten per Plug&Play in die Cloud transferiert werden, Support-Experten per App Zugriff aus der Ferne bekommen oder Anwender beim Vorbeigehen am Antrieb kurz per Smartphone der Gesundheitsstatus checken: Die Digitalisierung der Antriebstechnik funktioniert tatsächlich schon per Fingertipp.

Bildergalerie

  • Mit der App Drivetune lassen sich Frequenzumrichter drahtlos über das Smartphone starten, parametrieren und auftretende Fehler beheben.

    Bild: ABB

  • Das Drive Connectivity Panel meldet sich im Mobilfunknetz an und nimmt automatisch Kontakt zur ABB Ability Cloud auf.

    Bild: ABB

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