Andreas Gerk, CEO von Allied Vision (links), und Erik Busse, Global Manufacturing Engineer bei Allied Vision (rechts), überreichen Thüringens Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eine der ersten in Serie produzierten Alvium-Kameras.

Bild: Allied Vision

Neues Produktionswerk eingeweiht Allied Vision startet Alvium-Serienfertigung

01.07.2019

Der Kamerahersteller Allied Vision hat für die Serienfertigung seiner Alvium-Kameraserie am Firmenhauptsitz in Stadtroda eine neue hochautomatisierte Produktionsanlage installiert. Am 21. Juni 2019 wurde die Produktionsanlage im Beisein von lokalen Politikern, Medien, Lieferanten und Geschäftspartnern feierlich eingeweiht.

Mit der Alvium-Kameraserie hat Allied Vision nicht nur die Alvium-Technologie entwickelt, einen proprietären Application Specific Integrated Circuit (ASIC) mit integriertem Bildsignalprozessor (ISP) und einer umfassenden Bildverarbeitungsbibliothek (IPL). Es wurde auch viel Zeit, Energie und Geld investiert, um für die Produktion der neuen Kameraserie eine automatisierte Produktionsanlage zu bauen.

Eigens gestaltetes Herstellungsverfahren

Die neue Fertigungslinie wurde für die Anforderungen an das Herstellungsverfahren der Kameraserie konstruiert und in Deutschland produziert. In einer automatisierten, verschlossenen Reinraumanlage werden die benötigten Einzelteile wie Elektronik, optische Filter und Gehäuse automatisch zusammengesetzt.

Jedes Bauteil wird mit einem patentierten Verfahren vor dem Zusammenbau der Kamera automatisch gereinigt. Verschiedenste Konstellationen an Objektivfassungen wie C-Mount, CS-Mount oder S/M12-Mount und den Gehäusevarianten Bare Board, offenes oder geschlossenes Gehäuse können auf der Anlage produziert werden.

Alle Prozesse entsprechen dabei den Qualitätsanforderungen für Reinräume der Klassen ISO 6 und 8 und sind nach den Vorschriften für Qualitätsmanagement nach ISO 9001 und ISO 13485 für Medizintechnik TÜV-zertifiziert. Der gesamte Prozess wird von einem Bildverarbeitungssystem, ausgestattet mit Kameras von Allied Vision, überwacht.

Präzise Sensoren durch Montage und Tests

Ein Kriterium für industrielle Kameras ist die automatisierte Sensorausrichtung, die für möglichst scharfe und verzerrungsfreie Bilder sorgt. Die Montagetechnik, die in der Anlage angewandt wird, soll eine präzise Ausrichtung des Sensors garantieren und die Alvium-Kameras besonders zuverlässig und schnell einsetzbar machen, ohne zusätzliche Ausrichtung.

Die optische Präzision wird am Ende der Produktion bei jeder fertigen Kamera nachgemessen und die Ergebnisse an die Maschine zurückgemeldet, sodass sie sich kontinuierlich verbessern kann. Eine kurze Taktzeit soll die Fertigung einer hohen Kamerastückzahl zu einem wettbewerbsfähigen Verkaufspreis ermöglichen.

Gerd Völpel, Chief Operations Officer von Allied Vision, freut sich über Inbetriebnahme der neuen Anlage: „Die neue Alvium-Fertigungslinie setzt neue Maßstäbe in Qualität und Effizienz in der industriellen Bildverarbeitung. Dank dieser vollautomatisierten Anlage sind wir in der Lage, unseren Kunden hochinnovative Kameramodule zum unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten – und das mit höchster Qualität made in Germany.“

Bildergalerie

  • Ministerpräsident Ramelow schneidet das rote Band durch und eröffnet die neue Produktion.

    Bild: Allied Vision

  • Im Inneren der Alvium-Fertigungslinie.

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  • Eine Alvium-Kamera mit geöffnetem Gehäuse.

    Bild: Allied Vision

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