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Unter anderem fahrerlose Transportsysteme von SSI Schäfer sollen Unternehmen dabei helfen, ihre Intralogistik in die Automatisierung und Digitalisierung zu überführen.

Bild: SSI Schäfer

Konstruktiv-Behälter und Lagerlifte Wie sich die eigene Intralogistik automatisieren lässt

21.09.2018

Wer seine Logistikprozesse optimieren möchte, sollte prüfen, ob interne und externe Warenbewegungen durch den Einsatz von Behältern verbessert werden können. Daraus können nicht nur in der Effizienz, sondern auch in der Menge des Verpackungsmülls Fortschritte gemacht werden. Lagersysteme, die den vorhandenen Platz optimal ausnutzen, unterstützen ebenfalls auf dem Weg zur Logistik 4.0.

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Effizienzgewinne können entstehen, wenn beispielsweise Produkte sicher und geschützt in Behältern transportiert werden und die Boxen im Leerzustand mit einem Raumgewinn bis 80 Prozent volumenreduziert zurückgeführt werden. Auch die Reduktion des Verpackungsmülls beim Umstieg von Kartonage auf Behälter kann Kostenvorteile bewirken.

Häufig reicht eine einfache Verpackungseinheit jedoch nicht aus. Zum optimalen Schutz der Produkte bei Transport oder Lagerung empfiehlt SSI Schäfer Konstruktiv-Verpackungen, die individuell auf die Anforderungen der Produkte zugeschnitten sind. Im Tiefziehverfahren individuell hergestellte Werkstückträger sind laut dem Systemanbieter ideal, um Produkte auch über weite Strecken kostengünstig und sicher zu transportieren.

Heraustrennen oder zusammenschweißen

Die thermogeformten Werkstückträger von SSI Schäfer eignen sich sowohl für manuelles als auch automatisches Handling. Im Spritzgießverfahren werden Spezialbehälter für automatisiertes Handling und Materialbereitstellung hergestellt. Der passgenaue Behälter wird in nur einem Fertigungsschritt einstückig im Kunststoff-Spritzgießverfahren produziert. Die Besonderheit hierbei ist, dass Behälter und Inlay eine Einheit bilden.

Kleine oder mittlere Serien bedeuten nicht zwangsläufig hohe Verpackungskosten. Die konfektionierten Einsätze von SSI Schäfer eignen sich für unterschiedlich geformte Artikel, die zum Beispiel nur zentriert und nicht fixiert werden müssen. Verschiedene Produkte benötigen aufgrund von Form und Abmessung Verpackungseinheiten in Sondergrößen.

Die Cut-&-Weld-Behälter von SSI Schäfer sollen dafür eine passende Lösung darstellen. Je nach Sondergröße werden Segmente aus dem Basisbehälter herausgetrennt oder mehrere Behälter durch Spiegelschweißen zu einem neuen Behälter zusammengefügt.

Durch das In-Mould-Verfahren können bei Spritzgießwerkzeugträgern eingelegte Barcode-Etiketten hinterspritzt werden. So entstehen in einem Arbeitsschritt beanspruchbare sowie dauerhafte Oberflächen; Etikett und Behälter bilden eine Einheit.

Wasserablauf im Brandfall

Im Bereich der Automatik-Lager gilt es, hohe Brandschutzverordnungen einzuhalten. Behälter mit Wasserablauflöchern leisten hierbei einen wichtigen Beitrag. Im Brandfall kann das über die Sprinklersysteme in die Behälter gelaufene Wasser leicht wieder abfließen. Wichtig ist hier ein kontinuierlich schneller Abfluss, um das maximal zulässige Gewicht der Behälter im Lager nicht zu überschreiten.

SSI Schäfer bietet die Behälter mit Lochungen an unterschiedlichen Stellen und Ausprägungen an. So kommen sowohl nachträglich im Boden gebohrte Löcher als auch in die Seitenwände direkt eingespritzte Löcher zum Einsatz. Die seitlichen Löcher gibt es in Trapez- und in Tropfenform, je nach Behältertyp und Werkzeug.

Lagerfläche ausnutzen

Mit dem Lagerlift Logimat der neuesten Generation sollen Unternehmen einen Schritt in Richtung Automatisierung und Digitalisierung gehen können. Der Lift ist Kleinteilelager- und Kommissionierlösung in einem System. Er kann branchenunabhängig eingesetzt werden und unterstützt die innerbetrieblichen Prozesse überall dort, wo die Nutzung der zur Verfügung stehenden Lagerfläche und -höhe im Vordergrund steht. Mit seiner kompakten Bauweise passt er sich der räumlichen Gegebenheit an und funktioniert nach dem Ware-zur-Person-Prinzip. Laut SSI Schäfer benötigt der Logimat verglichen mit anderen statischen Lagersystemen dabei nur ein Zehntel der Lagerfläche.

Unternehmen können das System sowohl mit getrennten Beschickungs- und Entnahmeseiten oder für die Entnahme ein Stockwerk höher, im Keller über zwei Stockwerke, als Dachdurchbruch oder im Boden versenkt nutzen. Bei Bedarf kann der Lagerlift auch an die Außenfassade des Gebäudes verbaut werden. Durch diese Konstruktion sollen die Baukosten zur Lagererweiterung stark reduziert werden.

Der Logimat wird entweder als autonomes System betrieben oder an ein übergeordnetes ERP-System angebunden, beziehungsweise direkt in SAP integriert. Die Navigation erfolgt von der Tablarverwaltung über das Artikelmanagement bis hin zur Auftragsbearbeitung. Jedes Projekt basiert auf einer übersichtlichen Standardlösung. Diese kann bei Bedarf durch einfache Erweiterungen auf die jeweiligen logistischen Anforderungen angepasst werden.

Geschichte mit AR erleben

Als Praxisbeispiel zeigt SSI Schäfer auf seinem Messestand eine aktuelle Geschichte aus der Behälterwelt. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller von Blechspielzeugen Märklin wurde ein intelligentes Behälterkonzept entwickelt. Daraus entstand eine individualisierte Lösung, die durch eine simple, aber intelligente Modifikation eines Standardbehälters zahlreiche Modellbauteile in unterschiedlichsten Geometrien flexibel aufnehmen soll.

Erzählt wird diese Erfolgsgeschichte auf der Fachpack mit einer Augmented-Reality-Applikation. Auf diese Weise sollen Besucher des Messestandes alles von der ersten Idee bis zur perfekt angepassten Box erfahren.

SSI Schäfer auf der Fachpack 2018: Halle 4A, Stand 428

Bildergalerie

  • Die Cut-&-Weld-Behälter von SSI Schäfer lassen sich je nach Produktgröße zusammensetzen.

    Bild: SSI Schäfer

  • Der Lagerlift Logimat soll die vorhandene Lagerfläche optimal ausnutzen.

    Bild: SSI Schäfer

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