Umfrage: Woher weht der Wind

Windkraft zwischen Hoffnung und Widerstand

BECKHOFF Automation GmbH & Co. KG HELU KABEL GmbH VERBUND Energy4Business Germany GmbH

Was bewegt die Branche bei Technologien, Lösungen, Genehmigungen, Netzen und Fachkräften auf der WindEnergy 2026?

Bild: iStock, kutberk
12.09.2026

Die Windenergie gewinnt für eine sichere und klimaneutrale Energieversorgung weiter an Bedeutung. Doch der weitere Ausbau hängt von zahlreichen Faktoren ab, die weit über die reine Anlagentechnik hinausreichen. Damit rückt eine Frage besonders in den Fokus: Was bewegt die Branche bei Technologien, Lösungen, Genehmigungen, Netzen und Fachkräften auf der WindEnergy 2026?

Das sagen die Experten:

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  • Gabriel Schwanzer, Leiter Vertrieb/Marketing & Director Business Unit Wind/Energy bei Bachmann: Für Bachmann electronic steht die Wirtschaftlichkeit und der Schutz der Windenergieanlagen durch sichere Datenkommunikation, Netzintegration und prädiktive Wartung  im Fokus. „Cross Integrated Monitoring“ ist unsere neue herstellerunabhängige Monitoring-Lösung. Sie vereint Betriebs-, Zustands-, Struktur- und Netzdaten in einer zentralen Umgebung und ermöglicht so Lebensdauerbewertungen und damit fundierte Investitionsentscheidungen. Unser Smart Power Plant Controller (SPPC 2.10) wurde mit diversen Funktionen für ein noch besseres Energiemonitoring und Energiemanagement - auch für Hybridparks - ausgerüstet und ist nun zusätzlich nach VDE 4130 zertifiziert. Mit unserem Retrofit-Programm unterstützen wir die Modernisierung älterer Anlagen durch Nachrüstung und halten sie mit geringen Stillstandszeiten am Netz.

    Gabriel Schwanzer, Leiter Vertrieb/Marketing & Director Business Unit Wind/Energy bei Bachmann: Für Bachmann electronic steht die Wirtschaftlichkeit und der Schutz der Windenergieanlagen durch sichere Datenkommunikation, Netzintegration und prädiktive Wartung im Fokus. „Cross Integrated Monitoring“ ist unsere neue herstellerunabhängige Monitoring-Lösung. Sie vereint Betriebs-, Zustands-, Struktur- und Netzdaten in einer zentralen Umgebung und ermöglicht so Lebensdauerbewertungen und damit fundierte Investitionsentscheidungen. Unser Smart Power Plant Controller (SPPC 2.10) wurde mit diversen Funktionen für ein noch besseres Energiemonitoring und Energiemanagement - auch für Hybridparks - ausgerüstet und ist nun zusätzlich nach VDE 4130 zertifiziert. Mit unserem Retrofit-Programm unterstützen wir die Modernisierung älterer Anlagen durch Nachrüstung und halten sie mit geringen Stillstandszeiten am Netz.

    Bild: Bachmann electronic

  • Dirk Kordtomeikel, Business Manager Energie bei Beckhoff Automation: Ein zentrales Thema, das die Windenergiebranche derzeit bewegt, ist die Effizienzsteigerung bei der Anbindung der Energieerzeugungsanlagen an Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze, d. h. ein reduzierter Engineering-Aufwand und maximale Systemoffenheit. Entscheidend hierfür ist eine zertifizierte EZA-Regelung, wie sie von Beckhoff mit TwinCAT 3 Power Control, also mit zertifizierten Softwarebausteinen für die Realisierung normkonformer EZA-Regler, unterstützt wird. Neben der zertifizierten Software zählen auch die integrierte Blindleistungs-, Wirkleistungs- und Fault-Ride-Through-Funktionalität sowie die offene Kommunikation – gemäß IEC 61850, IEC 60870, MQTT, OPC UA bzw. über alle gängigen Feldbusse – und eine flexible Hardwarebasis mit sechs CPU-Klassen dazu.

    Dirk Kordtomeikel, Business Manager Energie bei Beckhoff Automation: Ein zentrales Thema, das die Windenergiebranche derzeit bewegt, ist die Effizienzsteigerung bei der Anbindung der Energieerzeugungsanlagen an Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetze, d. h. ein reduzierter Engineering-Aufwand und maximale Systemoffenheit. Entscheidend hierfür ist eine zertifizierte EZA-Regelung, wie sie von Beckhoff mit TwinCAT 3 Power Control, also mit zertifizierten Softwarebausteinen für die Realisierung normkonformer EZA-Regler, unterstützt wird. Neben der zertifizierten Software zählen auch die integrierte Blindleistungs-, Wirkleistungs- und Fault-Ride-Through-Funktionalität sowie die offene Kommunikation – gemäß IEC 61850, IEC 60870, MQTT, OPC UA bzw. über alle gängigen Feldbusse – und eine flexible Hardwarebasis mit sechs CPU-Klassen dazu.

    Bild: Beckhoff

  • Florian Weixelbaum, Business Development Manager bei Dehn: Neben dem Ausbau der Windenergie ist  vor allem  die dauerhafte Verfügbarkeit bestehender Windparks  ein  wichtiges  Thema.  Blitzeinschläge gehören zu den häufigsten Ursachen für Ausfallzeiten bei Windenergieanlagen.  Allerdings  wird  das  Risiko oft unterschätzt,  denn die meisten Schäden bleiben zunächst unsichtbar.  Deshalb rücken  intelligente Monitoringlösungen  zunehmend in den Fokus.  Datenbasierte Betriebs- und Instandhaltungskonzepte helfen dabei, kritische Ereignisse  und  Anlagenschäden frühzeitig zu erkennen  und zu  dokumentieren.  So  können  Wartungsmaßnahmen gezielt  geplant  und  unvorhergesehene  Ausfallzeiten minimiert  werden.  Das stärkt  die  Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen und unterstützt eine stabile Energieversorgung.

    Florian Weixelbaum, Business Development Manager bei Dehn: Neben dem Ausbau der Windenergie ist  vor allem  die dauerhafte Verfügbarkeit bestehender Windparks  ein  wichtiges  Thema.  Blitzeinschläge gehören zu den häufigsten Ursachen für Ausfallzeiten bei Windenergieanlagen.  Allerdings  wird  das  Risiko oft unterschätzt,  denn die meisten Schäden bleiben zunächst unsichtbar.  Deshalb rücken  intelligente Monitoringlösungen  zunehmend in den Fokus.  Datenbasierte Betriebs- und Instandhaltungskonzepte helfen dabei, kritische Ereignisse  und  Anlagenschäden frühzeitig zu erkennen  und zu  dokumentieren.  So  können  Wartungsmaßnahmen gezielt  geplant  und  unvorhergesehene  Ausfallzeiten minimiert  werden.  Das stärkt  die  Wirtschaftlichkeit von Windenergieanlagen und unterstützt eine stabile Energieversorgung.

    Bild: Dehn

  • Dr. Andreas Henig, Executive Vice President Business Unit Wind bei Enercon: Auf der WindEnergy 2026 stehen bei uns marktfähige Gesamtlösungen im Mittelpunkt. Dabei liegt der Fokus auf hybriden Konzepten. Die Kombination aus Windenergie und Batteriespeichern lastet begrenzte Netzanschlüsse besser aus und vermeidet Abregelungen. Industrieunternehmen können zudem über Direktleitungen und PPAs planbar günstige Energiekosten erzielen. Vom Business Case bis zur Betriebsführung unterstützen wir die Umsetzung. Als ganzheitlicher Lösungsanbieter liefert Enercon neben der Speicherlösung “Wind+ Storage” wirtschaftlich tragfähige Antworten – von ertragsstarken Windenergieanlagen wie der E-175 EP5 E2 über standortspezifische Turmlösungen bis hin zu Industriestromkonzepten.

    Dr. Andreas Henig, Executive Vice President Business Unit Wind bei Enercon: Auf der WindEnergy 2026 stehen bei uns marktfähige Gesamtlösungen im Mittelpunkt. Dabei liegt der Fokus auf hybriden Konzepten. Die Kombination aus Windenergie und Batteriespeichern lastet begrenzte Netzanschlüsse besser aus und vermeidet Abregelungen. Industrieunternehmen können zudem über Direktleitungen und PPAs planbar günstige Energiekosten erzielen. Vom Business Case bis zur Betriebsführung unterstützen wir die Umsetzung. Als ganzheitlicher Lösungsanbieter liefert Enercon neben der Speicherlösung “Wind+ Storage” wirtschaftlich tragfähige Antworten – von ertragsstarken Windenergieanlagen wie der E-175 EP5 E2 über standortspezifische Turmlösungen bis hin zu Industriestromkonzepten.

    Bild: Enercon, Dr. Andreas Henig

  • Uwe Schenk, Senior Industry Manager Renewables, Helu Kabel: Um die globalen Klimaziele zu erreichen, braucht die Windbranche vor allem mehr Umsetzungsgeschwindigkeit. Netzausbau und Genehmigungsverfahren müssen deutlich beschleunigt werden – denn Erzeugung und Verbrauch lassen sich nur mit leistungsfähiger Infrastruktur synchronisieren. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen, kompromisslose Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie eine zuverlässige Materialverfügbarkeit entscheidend. Gerade bei Laufzeiten von über 20 Jahren zählt nicht der niedrigste Einkaufspreis, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit: langlebige Komponenten, verlässliche Lieferketten und umfassender Service minimieren Stillstandsrisiken und sichern den Projekterfolg.

    Uwe Schenk, Senior Industry Manager Renewables, Helu Kabel: Um die globalen Klimaziele zu erreichen, braucht die Windbranche vor allem mehr Umsetzungsgeschwindigkeit. Netzausbau und Genehmigungsverfahren müssen deutlich beschleunigt werden – denn Erzeugung und Verbrauch lassen sich nur mit leistungsfähiger Infrastruktur synchronisieren. Gleichzeitig sind faire Wettbewerbsbedingungen, kompromisslose Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie eine zuverlässige Materialverfügbarkeit entscheidend. Gerade bei Laufzeiten von über 20 Jahren zählt nicht der niedrigste Einkaufspreis, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit: langlebige Komponenten, verlässliche Lieferketten und umfassender Service minimieren Stillstandsrisiken und sichern den Projekterfolg.

    Bild: Helu Kabel

  • Sarah Scharfen, Referentin Board Office bei Intilion: Wie lassen sich Wind- und Speicherprojekte trotz begrenzter Netzkapazitäten realisieren? Gerade bei Co-Location von Windenergie und Batteriespeichern wird ein intelligenter Netzanschluss zum entscheidenden Faktor für die Projektumsetzung. Flexible Connection Agreements schaffen hier neue Möglichkeiten: Statt starrer Anschlussbedingungen definieren sie dynamische Leistungsgrenzen sowie zeitliche oder saisonale Restriktionen. So lassen sich vorhandene Netzkapazitäten effizienter nutzen und BESS-Projekte auch dort realisieren, wo klassische Netzanschlüsse an Grenzen stoßen. Auch wenn flexible Vorgaben Erlöse begrenzen können, machen sie viele Co-Location Projekte überhaupt erst realisierbar.

    Sarah Scharfen, Referentin Board Office bei Intilion: Wie lassen sich Wind- und Speicherprojekte trotz begrenzter Netzkapazitäten realisieren? Gerade bei Co-Location von Windenergie und Batteriespeichern wird ein intelligenter Netzanschluss zum entscheidenden Faktor für die Projektumsetzung. Flexible Connection Agreements schaffen hier neue Möglichkeiten: Statt starrer Anschlussbedingungen definieren sie dynamische Leistungsgrenzen sowie zeitliche oder saisonale Restriktionen. So lassen sich vorhandene Netzkapazitäten effizienter nutzen und BESS-Projekte auch dort realisieren, wo klassische Netzanschlüsse an Grenzen stoßen. Auch wenn flexible Vorgaben Erlöse begrenzen können, machen sie viele Co-Location Projekte überhaupt erst realisierbar.

    Bild: Intilion

  • Philipp Heucke, Leiter Onshore-Wind Development Deutschland, Vattenfall: Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für Vattenfall im Bereich der Windenergie an Land. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Projektpipeline hierzulande auf 1,5 GW deutlich ausgebaut. Mit Projekten in Nord- und Süddeutschland sehen wir weiterhin großes Potenzial für den weiteren Ausbau der Windenergie. Gleichzeitig braucht Deutschland den Ausbau der Windenergie in allen Regionen des Landes. Dafür sind ein beschleunigter Netzausbau und Rahmenbedingungen entscheidend, die den Ausbau der Windenergie in allen Regionen Deutschlands ermöglichen. Die WindEnergy 2026 bietet die Gelegenheit, gemeinsam Lösungen für die nächsten Ausbauschritte der Windenergie zu diskutieren und voranzubringen.

    Philipp Heucke, Leiter Onshore-Wind Development Deutschland, Vattenfall: Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte für Vattenfall im Bereich der Windenergie an Land. In den vergangenen Jahren haben wir unsere Projektpipeline hierzulande auf 1,5 GW deutlich ausgebaut. Mit Projekten in Nord- und Süddeutschland sehen wir weiterhin großes Potenzial für den weiteren Ausbau der Windenergie. Gleichzeitig braucht Deutschland den Ausbau der Windenergie in allen Regionen des Landes. Dafür sind ein beschleunigter Netzausbau und Rahmenbedingungen entscheidend, die den Ausbau der Windenergie in allen Regionen Deutschlands ermöglichen. Die WindEnergy 2026 bietet die Gelegenheit, gemeinsam Lösungen für die nächsten Ausbauschritte der Windenergie zu diskutieren und voranzubringen.

    Bild: Vattenfall

  • Thomas Bächle, Geschäftsführer von Verbund Energy4Business Germany: Die Zukunft der Windenergie entscheidet sich nicht allein beim Neubau. Unsere Kund:innen suchen integrierte Energielösungen, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Dekarbonisierung verbinden. Direktvermarktung, Altanlagen und Co-Location werden dabei zu den entscheidenden Hebeln für wirtschaftlich erfolgreiche Windparks.

    Thomas Bächle, Geschäftsführer von Verbund Energy4Business Germany: Die Zukunft der Windenergie entscheidet sich nicht allein beim Neubau. Unsere Kund:innen suchen integrierte Energielösungen, die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Dekarbonisierung verbinden. Direktvermarktung, Altanlagen und Co-Location werden dabei zu den entscheidenden Hebeln für wirtschaftlich erfolgreiche Windparks.

    Bild: Verbund Energy4Business Germany

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