Ziel der Initiative ist es, durch die Vernetzung von Technologie über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen

Bild: Weidmüller

Initiative für ganzheitliche Lösungen Vernetzung von Technologie für den Schaltschrankbau

27.04.2020

Weidmüller, Komax, Zuken und Armbruster Engineering gründen die Initiative „Smart Cabinet Building“ für neue Lösungen im Schaltschrankbau.

Gemeinsam mit maßgeschneiderten, durchgängigen Lösungen die Potentiale durch die Digitalisierung im Schaltschrankbau heben: Dafür haben die Unternehmen Weidmüller, Komax, Zuken und Armbruster Engineering im April die Initiative Smart Cabinet Building gegründet. Bei den Unternehmen handelt es sich um Hersteller in verschiedenen Bereichen des Schaltschrankbaus, welche ihre Kompetenzen und ihr Know-how nun erstmals bündeln.

„Das Ziel ist es, durch die Vernetzung von Technologie und Expertise über alle Prozessschritte ganzheitliche Lösungen für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Schaltschrankbau bereitzustellen“, verdeutlicht Volker Bibelhausen, Technologievorstand und Vorstandssprecher bei Weidmüller.

Ganzheitliche Betrachtung des Wertschöpfungsprozesses

Die Digitalisierung bietet viele Hebel, um die Produktionsabläufe zu verbessern. Eine Steigerung der Produktivität gelingt jedoch nur, wenn man die einzelnen Aspekte des Wertschöpfungsprozesses ganzheitlich betrachtet. Nutzt man die vorhandenen Potenziale, die in den Schnittstellen zwischen den einzelnen Prozessschritten liegen, lassen sich enorme Effizienzsteigerungen erzielen.

„Gerade der Schaltschrankbau, mit seinem heute noch hohen Anteil manueller Tätigkeiten, bietet hier sehr erfolgsversprechende Ansätze. Dies reicht von der Komponentenauswahl über die Vorfertigung von Kabelsätzen, Betriebsmitteln und Gehäusen bis hin zur assistierten Endmontage und Prüfung vor der Inbetriebnahme“, erklärt Matijas Meyer, CEO der Komax Gruppe.

Unternehmen ergänzen sich

Weidmüller steuert in diesem Zusammenhang Erfahrung in der automatischen Bestückung und Beschriftung von Klemmleisten sowie manuellen Tätigkeiten ein. Zuken bringt seine Kompetenzen für digitale Entwicklungsdaten ein, die für die automatische Verarbeitung bereitgestellt und auf Komax Maschinen für die vollautomatische Kabelkonfektion genutzt werden, während Armbruster Engineering die Initiative mit seinem langjährigen Know-how in der assistierten Montage ergänzt.

Zusammenspiel von Produkt, Prozess und Produktionsmittel

„Der Schaltschrankbau befindet sich in einem ausgeprägten Spannungsfeld: Eine kaum überblickbare Anzahl an technischen Ausprägungen bei schnelllebigen  Kundenanforderungen, hoher Kosten- und Preisdruck bei engen  Terminvorgaben. Das kann nur gelingen, wenn man die Möglichkeiten der Automatisierung und Digitalisierung in ein perfektes Zusammenspiel von Produkt, Prozess und Produktionsmittel überführt“, erklärt Henning Vogler, Geschäftsführer bei Armbruster Engineering.

„Gerade die Kombination von vollautomatisierten Lösungen und digitalen Assistenzsystemen welche den Mitarbeiter bei der manuellen Montage führen und die eingesetzten Werkzeuge steuern und überwachen sind dabei in der Praxis zentraler Erfolgsfaktor“, so Vogler weiter.

Der digitale Zwilling als Basis

Die Basis für eine Vernetzung der Prozessschritte bildet der digitale Zwilling, eine vollständige digitale Beschreibung des Schaltschranks und seiner Komponenten, die für die Steuerung der verschiedenen Prozessschritte genutzt werden kann.

Joachim Frank, Geschäftsführer bei Zuken E3 kommentiert: „Durch die gezielte Zusammenarbeit in der Initiative ‚Smart Cabinet Building‘ wollen wir unseren Beitrag leisten, um ausgehend vom digitalen Zwilling substanzielle Optimierungspotenziale im Schaltschrankbau zu erschließen.“

Online bieten die Unternehmen eine Einsicht in das komplette Lösungsangebots, mehr Informationen zu der Initiative, sowie Neuigkeiten zu Smart Cabinet Building.

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