Leybold GmbH

Für Prozesse, in denen es rau und/oder schmutzig zugeht, gibt es jetzt die Clawvac-Pumpen mit Saugvermögen zwischen 604 und 1.144 m3/h.

Bild: Leybold

Robuste Grobvakuumanwendungen Unkomplizierte Klauenpumpe meistert schmutzige Prozesse

20.10.2020

Eine neue Pumpe kann speziell in rauen Anwendungen der Lebensmittelverarbeitung, Verpackungsindustrie und Umwelttechnik zum Einsatz kommen. Zusammen mit dem Gerät wird ein darauf basierendes Mehrfachpumpensystem angeboten, das eine redundante Plug-&-Play-Lösung ermöglicht.

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Speziell für raue industrielle Prozesse hat Leybold die unkomplizierte, trockene Grobvakuumpumpe Clawvac vorgestellt. Sie eignet sich neben Einsätzen in der Lebensmittelverarbeitung, Verpackungs- und Umwelttechnik auch für Trocknungs- und Sterilisationsprozesse. Angeboten wird sie in drei Saugvermögensklassen.

Die Pumpe ist speziell für den Dauerbetrieb bei jedem Arbeitsdruck ausgelegt. Zusätzlich soll ihre spezielle Konstruktion verhindern, dass Öl mit den geförderten Gasen in Kontakt kommt, was höhere Sauerstoffanwendungen ermöglicht. Leybold bietet ergänzend die Clawvac-Systemreihe an: ein neues Mehrfachpumpensystem, das auf der Clawvac basiert und eine redundante Plug-&-Play-Lösung bietet.

Unkompliziertes Handling

Der tägliche Gebrauch der Clawvac läuft laut Hersteller unkompliziert ab: Wegen der selbsttragenden Konstruktion ist der Vakuumerzeuger leicht zugänglich. Dadurch lässt sich die Pumpe direkt vor Ort reinigen. Die einfache Handhabung ist auch auf ihr Funktionsprinzip zurückzuführen: Im Inneren befindet sich ein Paar Klauenrotoren, das sich berührungs- und verschleißfrei im Pumpenstator dreht.

Die Clawvac unterscheidet sich auch durch die Materialwahl von anderen Klauenpumpen. Mit Rotoren aus Edelstahl und einer korrosionsbeständig beschichteten Vakuumkammer kommt sie auch unter rauen Prozessbedingungen zurecht.

Demontage in wenigen Minuten

Das modulare Pumpendesign ermöglicht ein schnelles Zerlegen, Öffnen und Reinigen der wichtigsten Teile, wie etwa der Pumpenkammer und des Schalldämpfers. Ein Mechaniker kann diese Schritte in wenigen Minuten durchführen, wobei die Häufigkeit rein von der Härte des Prozesses abhängt.

Mit Ausnahme des Öl- und Lippendichtungswechsels alle 20.000 Stunden ist nach Herstellerangaben keine weitere regelmäßige Wartung erforderlich. Zudem ist sie unabhängig von der Anwendung. „Dank dieser Pumpencharakteristik haben wir den Wartungsaufwand reduziert und die Umweltbilanz verbessert“, sagt Niels Gorrebeeck, Produktmanager Grobvakuum bei Leybold.

Das Clawvac-Design soll es erlauben, die Klauen schnell und einfach zu demontieren und zu reinigen, da sich die Rotoren ohne Neujustierung der Synchronisation ausbauen lassen. Das entlastet vor allem Kunden mit rauen und schmutzigen Prozessen, deren Pumpen bisher eine Synchronisierung durch den Hersteller benötigten.

Mehrfachpumpensystem für diverse Einsätze

Basierend auf der Clawvac hat Leybold auch ein neues Plug-&-Play-Mehrfachpumpensystem im Programm. Es soll vor allem für Verpackungsanlagen, pneumatische Förderleitungen oder Spannvorrichtungen von CNC-Maschinen eine zuverlässige Lösung darstellen. Das Gleiche gilt für Kunststoffverarbeitungsmaschinen, Trocknungsprozesse und zentrale Vakuumversorgungen.

Je nach Förderleistung enthalten die Systeme zwei bis vier Clawvac-Pumpen in einem Gehäuse. „Die robusten, langlebigen Pumpen arbeiten in einer intelligent gesteuerten, trockenen und luftgekühlten Lösung“, erklärt Gorrebeeck. Das Clawvac-System liefere außerdem nur das erforderliche Vakuum.

„Eine Pumpe ist drehzahlgeregelt“, fährt Gorrebeeck fort, „was die exakte Einstellung des erzeugten Vakuums ermöglicht. Die intelligente Steuerung aktiviert oder deaktiviert die anderen Pumpen mit fester Drehzahl je nach Vakuumbedarf. Diese Drehzahlregelung reduziert den erforderlichen Energieverbrauch und die CO2-Emissionen.

Konstante und redundante Vakuumversorgung

Als Gründe für die Entwicklung von Clawvac nennt Gorrebeeck Kundenbedürfnisse nach einem hohen Redundanzniveau, minimalen Wartungsanforderungen sowie einem stabilen Vakuum, das auch für raue Umgebungen gilt. Dieses konstante Vakuumniveau sichert die Produktqualität unter allen Bedingungen.

Dieselbe intelligente Steuerung gleicht dabei die Betriebsstunden der Pumpen mit fester Drehzahl aus. Das Regelungsprinzip ist so ausgelegt, dass das Clawvac-System auch mit der Hälfte der aktiven Pumpen weiterläuft.

Weniger Lärm und Hitze

Leybold bietet das Clawvac-System mit einem Saugvermögen zwischen 604 und 1.144 m3/h an. Wie bei den einzelnen Klauenpumpen erlaubt es auch hier einen Enddruck von bis zu 140 mbar absolut.

Verstaut ist es unter einer akustischen Haube und fällt vergleichsweise kompakt aus. Das robuste Gehäuse schützt die Pumpen, reduziert aber auch den Lärm und die Hitze und vereint alle für den Betrieb notwendigen Technologien in einer Box.

Auf diese Weise sollen Nutzer eine effektive Vakuumlösung erhalten, die sich positiv auf ihre Gesamtleistung auswirkt.

Bildergalerie

  • Untergebracht ist das Mehrfachpumpensystem in einem Gehäuse, das sowohl die Lärm- als auch die Hitzeentwicklung reduziert.

    Bild: Leybold

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