Mit dem Condition-Monitoring-Service von NSK lassen sich Verschleißerscheinungen in Antriebssystemen frühzeitig und genau erfassen.

Bild: NSK

Condition-Monitoring-Service Unerklärlicher Temperaturanstieg in Pumpen ausfindig gemacht

05.10.2018

Ein Hersteller von Zentrifugalpumpen für die Wasseraufbereitung hat eine neue Pumpenbaureihe konstruiert, die den Anforderungen definierter Anwendungen gerecht werden sollte. Bei Prüfstandsversuchen wurde jedoch ein Temperaturanstieg der Pumpenlager festgestellt, den es bei der vorhandenen Baureihe nicht gab. Eine Schwingungsanalyse brachte die Aufklärung – und Einsparungen von über 34.000 Euro.

Der Pumpenhersteller hat sich für die Untersuchung seiner Pumpen an NSK gewendet. Ein Experte für das AIP+-Programm (Added Value Programme) führte daraufhin in der französischen Produktionsstätte des Herstellers eine umfassende Schwingungsanalyse an einer laufenden Pumpe durch, um die Ursache zu ermitteln.

Diese Analyse ist Teil des Condition-Monitoring-Service (CMS) von NSK, mit dem der Zustand von Wälzlagern und den umgebenden Antriebs- beziehungsweise Maschinenelementen erfasst wird. Zuvor werden für jede zu prüfende Maschine die Umgebungsbedingungen und der Betriebszustand erfasst.

Der Antrieb beziehungsweise die Maschine wird mit der NSK-Analysesoftware modelliert, um die optimale Platzierung der Sensoren festzulegen. Dann legt der CMS-Experte die Dauer und Art der Messung fest. Im Anschluss werden die ermittelten Daten ausgewertet und in einem Bericht dokumentiert.

Problem gefunden

Die Untersuchung von NSK ergab zunächst, dass die Wälzlager am Pumpenprototypen in sehr gutem Zustand waren. Die folgende Schwingungsanalyse legte den Schluss nahe, dass die Ursache für den bis dahin unerklärlichen Temperaturanstieg auf ein Problem bei der Schmierung der Pumpenlager zurückzuführen sein könnte. Darauf deutete der sehr plötzliche Temperaturanstieg bei der festgelegten Pumpendrehzahl hin.

Die Konstrukteure verbesserten die Schmierung nun dahingehend, dass auch bei hohen Pumpendrehzahlen eine ausreichende Versorgung des Lagers mit Schmierfett gegeben ist. Nach Einschätzung des Herstellers konnten durch diese schnelle und präzise Ursachenforschung nicht nur weitere Prüfstandskosten eingespart werden. Die Entwicklungszeit verkürzte sich auch ganz erheblich. Der Hersteller schätzt, dass er durch den einmaligen CMS-Service rund 34.500 Euro gespart hat und die neue Pumpe schneller auf den Markt bringen kann.

Verschleiß frühzeitig feststellen

Üblicherweise kommt die Schwingungsmessung zum Einsatz, um den Zustand an laufenden Serienmaschinen und –anlagen zu erfassen. Sie ermöglicht es, die Lebensdauer von kritischen Antriebskomponenten einzuschätzen und die Wartungspläne entsprechend anzupassen. Bei der von NSK eingesetzten CMS-Analyse handelt es sich um eine präzise Methode, um frühzeitige Anzeichen von Verschleiß festzustellen.

Mathieu Piquemal, AIP Services Manager der European Industrial Business Unit von NSK, sagt dazu: „Die Genauigkeit der Schwingungsanalyse in Kombination mit der Expertise der NSK-Spezialisten hat in diesem Fall zu einer Beschleunigung des Entwicklungsprojektes geführt. Das ist für den Hersteller ein wichtiger Vorteil, denn der Faktor ,time to market' kann über den Erfolg eines neuen Produktes entscheiden.“

Als Komplettanbieter kann NSK zudem die passenden Wälzlager oder Linearantriebe zur Verfügung stellen, wenn die Analyse ergeben sollte, dass die verwendeten Lösungen optimierungsfähig sind. Das war in diesem Fall nicht nötig. Hier musste nur eine verbesserte Schmierung des Pumpenlagers bei höheren Drehzahlen sichergestellt werden.

Bildergalerie

  • Ein Hersteller von Zentrifugalpumpen für die Wasseraufbereitung konnte durch den CMS von NSK bei der Entwicklung seiner neuen Baureihe 34.5000 Euro einsparen.

    Bild: NSK

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