Eco Taxi nutzt als erste Taxiunternehmen in Hessen Brennstoffzellen-Fahrzeuge in seiner Flotte.

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Brennstoffzellen-Fahrzeuge Umweltfreundlich Taxifahren

10.07.2019

Das im Jahr 2014 gegründete Unternehmen Eco Taxi Deutschland setzt für den Taxibetrieb in Wiesbaden umweltfreundliche Fahrzeuge ein. Die Hessische LandesEnergieAgentur LEA und die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen begleiten diesen Schritt.

Die Geschäftsführer Conrad Quaynor und Roman Marx stellten heute die ersten zwei Hyundai ix35 Fuel Cell vor, die gemeinsam mit dem Kooperationspartner Hans-Günther Stemmler, einem Wiesbadener Taxiunternehmer angeschafft wurden. Diese mit Wasserstoff betriebenen Elektrofahrzeuge gehören nun zur 17 Pkw starken H2-/Hybrid-Taxi-Flotte. Damit ist das Unternehmen das erste Taxiunternehmen in Hessen, das Brennstoffzellenfahrzeuge nutzt.

Die LEA bei der Hessen Agentur, beauftragt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, unterstützt die H2BZ-Initiative Hessen. Staatssekretär Jens Deutschendorf kommentiert: „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter der Verkehrswende zu sein. Die Brennstoffzelle ist eine technologische Lösung für die nachhaltige Mobilität der Zukunft. Ich freue mich, dass ein hessisches Taxiunternehmen ihr die Gelegenheit gibt, sich im täglichen Betrieb zu bewähren.“

Geräuscharm und emissionsfrei

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden gehört zu den ältesten Kurbädern Europas und ist für seine gesundheitsfördernden Thermal- und Mineralquellen bekannt. Conrad Quaynor ist überzeugt, dass Eco Taxi den richtigen Weg eingeschlagen hat: „Ob unsere Hybrid- oder die neuen Wasserstofffahrzeuge – wir fahren geräuscharm. So schalten wir den Faktor Lärmbelästigung aus. Dies ist uns wichtig. Wir sind in Hessen mit ecotaxi-wiesbaden das erste Taxiunternehmen, das mit Wasserstoff fährt.“

Anfänglich startete Eco Taxi mit dem Ziel, eine umweltschonende Hybridtaxi-Flotte aufzubauen. Dieses Ziel hat sich in den Jahren hin zu dem Aufbau einer Fahrdienstflotte mit „Zero Emission“ entwickelt. „Wir werden neben batterieelektrischen Pkw hauptsächlich auf E-Fahrzeuge, die mit Wasserstoff betrieben werden, setzen. So werden wir pro Jahr und Wasserstoff-Fahrzeug – im Vergleich zu einem herkömmlichen Dieselfahrzeug, das üblicherweise als Taxi zum Einsatz kommt – die Emission von circa 1.920 Kilogramm CO2 laut einer Berechnung der Arqum GmbH vermeiden“, erläutert Marx. Dies ist aber nicht alles. Dieselmotoren verursachen zusätzlich gesundheitsschädliche Schadstoffpartikel sowie Stickoxide, die so vermieden werden.

Kurze Betankungszeiten wichtig

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es circa 2.800 Taxis. Dieses Gewerbe bietet sich für den Einsatz von alternativen Antrieben an. In diesem Gebiet wird die Wasserstoff-Tankstellen-Infrastruktur weiter ausgebaut. Brennstoffzellenfahrzeuge haben eine Betankungszeit von bis zu 5 Minuten, also vergleichbar mit der vertrauten Betankungszeit eines Pkws mit einem Verbrennungsmotor.

„Dies ist ein signifikanter Vorteil im Vergleich zu einem batteriebetriebenen Fahrzeug. Zeit ist gleich Geld für ein Taxiunternehmen. Mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern bietet ein Brennstoffzellen-Pkw die gleichen Vorteile wie ein bisher eingesetztes Taxi“, erläutert Dr. Heinrich Lienkamp, Vorstandsvorsitzender der H2BZ-Initiative Hessen.

„Mit Eco Taxi aus Wiesbaden haben wir ein neues, junges und aktives Mitglied, das die Ziele der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative Hessen unterstützt. Im Gegenzug bieten das Netzwerk von Vertretern aus Unternehmen, Politik und Forschung sowie auch die H2BZ-Geschäftsstelle wichtige strategische Beratung und Unterstützung beim Einsatz der innovativen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie. Daher begrüßen wir Eco Taxi sehr gerne als neues Mitglied.“

Marx und Quaynor haben klare Vorstellungen, wie die Zukunft des noch jungen Unternehmens aussehen wird. Quaynor erläutert: „Wir werden weitere Unterstützer langfristig ins Unternehmen holen und auch in weiteren Regionen soll es Eco Taxi geben. Die Vorteile einer emissionsfreien Flotte mit Wasserstoff überwiegen. Daher sind wir als Mitglied im Netzwerk der H2BZ-Initiative Hessen und dem Arbeitskreis Brennstoffzellen-Fahrzeuge aktiv dabei.“ Marx schließt: „Wir wollen mit unserem Beispiel andere motivieren, alternative Antriebe zu nutzen.“

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