Bluhm Systeme GmbH

Nachhaltigkeit spielt eine stark zunehmende Rolle bei Verpackungen der Zukunft.

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Nachhaltige Lösungen Umfrage: Was sind die entscheidenden Trends in der Verpackungsindustrie?

27.04.2020

Aufgrund des Coronavirus werden nahezu alle Messen verschoben und abgesagt; auch die Interpack haben die Veranstalter auf 2021 verschoben. Doch die Themen der Messe bleiben aktuell: Verpackungen sollen ressourcenschonender, nachhaltiger und intelligenter werden. Wir haben deshalb nachgefragt: Was sind die für Sie entscheidenden Trends in der Verpackungsindustrie und wie wirken sich diese auf die Maschinen und Anlagen und die dort verbauten Komponenten aus?

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In unserer Bildergalerie lesen Sie, was Vertreter aus der Industrie als die wichtigsten Trends und Herausforderungen in der Verpackungsindustrie erachten:

Bildergalerie

  • Thomas Jeschke, Key Account Manager bei Antares Vision: Die Digitalisierung mit ihren vielen Facetten ist das prägende Thema der Verpackungsindustrie: Smart Data Management ist das Schlagwort zur Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität. Es hilft Unternehmen bei der Optimierung des Produktionsbetriebs. Durch die elektronische Datenerfassung können selbst kleinste Abweichungen an den verschiedensten Stellen der Verpackungslinie sofort erkannt und korrigiert werden. Als weiterer Baustein einer intelligenten Verpackungsmaschine unterstützt Smart Data Management bei der Durchführung von Predictive Maintenance. Die Überwachung kritischer Anlagenkomponenten mit Smart-Sensoren erlaubt eine permanente Zustandsüberwachung (Condition Monitoring). Anhand definierter Parameter lässt sich der Wartungsbedarf ermitteln und planen. Von der einzelnen Maschine über die Anlage bis zur gesamten Produktion – all diese Informationen sind eine Goldmine und Basis für die Industrie 4.0.

    Bild: Antares Vision

  • Karl-Heinz Klumpe, Produktmanager Packaging bei KHS: Den ökologischen Fußabdruck für Verpackungen zu senken, ist auch 2020 der Branchentrend schlechthin. KHS treibt das Thema Nachhaltigkeit konsequent voran, verliert die Wirtschaftlichkeit für die Kunden aber nicht aus dem Blick. Insbesondere Sekundärverpackungen stehen dabei im Fokus – egal ob für Glas, PET-Behälter oder Dose. Eines der neuesten Projekte ist eine neue Lösung für das Einschlagen von Getränkedosen. Diese Form des Packs kann die Schrumpffolie als Transportverpackung für Zwölfer- oder 24er-Gebinde ergänzen. Mit Nature MultiPack entfällt die Schrumpffolie bei PET-Flaschen und Dosen sogar in Gänze. Zudem entwickeln wir effiziente Lösungen, die Schrumpffolien aus 100 Prozent recyceltem Material verarbeiten können.

    Bild: KHS

  • Andreas Koch, Vertriebsdirektor bei Bluhm Systeme: Wir sehen ganz klar die Trends Digitalisierung, vorausschauende Wartung, Individualisierung und Klimaschutz. Natürlich wirken sich diese auch auf die Kennzeichnung aus. Mit der Software Bluhmware mit den Modulen Cockpit und Control bieten wir eine Lösung zum Digitalisieren des Kennzeichnungsbereichs. Vorausschauende Wartung ist mithilfe der Kennzeichnungssysteme möglich, die beispielsweise per SMS oder E-Mail den zuständigen Verantwortlichen im Unternehmen über eine anstehende Wartung informieren. Lässt der Kunde beziehungsweise das Unternehmen es zu, kann die Meldung auch an den Kennzeichnungsanbieter gehen, der den Wartungseinsatz dann einplanen kann. Auf die steigende Produktvielfalt und immer kleiner werdende Losgrößen antworten wir mit standardisierten Kennzeichnungssystemen, die dank Modulbauweise einfach an wechselnde Anforderungen angepasst werden können. Auch bieten wir ressourcenschonende und nachhaltige Kennzeichnungslösungen an. Das fängt bei Etiketten aus recycelten oder ökologisch verträglichen Materialien an, geht über Verbrauchsmaterial sparende Kennzeichnungssysteme bis hin zu Etikettiersystemen, die weniger oder gar keine Druckluft mehr benötigen.

    Bild: NürnbergMesse

  • Jörg Peters, Leiter Geschäftsfeldentwicklung Maschinenautomatisierung bei SEW-Eurodirve: Für uns sind die entscheidenden Trends der Einsatz nachhaltiger Verpackungsmaterialien, die Reduzierung von Verpackungsmaterialien überhaupt, die Einsparung von Energie und Ressourcen sowie die Lebensmittelsicherheit. SEW-Eurodrive hat diese Trends frühzeitig erkannt und bietet entsprechende Technologien an. Mit dem Automatisierungsbaukasten Movi-C lassen sich beispielsweise Verpackungsgrößen individuell auf den Inhalt anpassen. Oder Verpackungsmaschinen werden derart automatisiert, dass energieintensive Schrumpfprozesse überflüssig werden. Das Leistungs- und Energiemanagementsystem von SEW-Eurodrive ergänzt das Movi-C-Portfolio. Mit ihm lässt sich Energie rückgewinnen, zwischenspeichern und zur Reduktion von Lastspitzen zur Verfügung stellen.

    Bild: SEW-Eurodrive

  • Jörg Pieper, CEO von Romaco: Neben Themen wie OEE und Digitalisierung richtet Romaco seinen Fokus dieses Jahr verstärkt auf das Thema Nachhaltigkeit. Mit unseren Technologien möchten wir die Pharmaindustrie dabei unterstützen, ihre Ökobilanz zu verbessern. Die neue Blisterlinie Unity 600 von Romaco Noack ist zum Beispiel als klimaneutral produzierte Maschine erhältlich. Durch die Förderung eines Klimaschutzprojekts werden die CO2-Emissionen kompensiert, die bei der Produktion der Maschine entstehen. Im Heißsiegelbereich senken wir den Packmittelverbrauch und entwickeln Lösungen für den Einsatz von recyclingfähigen Folien. Die PVC-freien Push Packs von Romaco Siebler sind hierfür das beste Beispiel. Ziel ist es, den Verbrauch von natürlichen Rohstoffen nachhaltig zu reduzieren.

    Bild: Romaco

  • Jürgen Schuh, Vertriebsleiter und Produktmanager DriveLine bei Siko: In der Verpackungsindustrie sehen wir den eindeutigen Trend in der kundenspezifischen individuellen Gestaltung des Verpackungsdesigns und der Verpackungsgrößen. Hierzu ist eine hohe Flexibilität durch schnelle und sichere Umrüstung der Verpackungsmaschinen erforderlich, um Stillstandszeiten auf ein Minimum zu reduzieren.

    Bild: Siko

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