Das Two-Speed-Valve nach ISO 13849 kann die sichere Umschaltung der Betriebsarten gemäß VDMA 66416 und DIN EN 12417 übernehmen.

Bild: SMC

Neuartiges Ventil Two-Speed-Valve: Zwei Geschwindigkeiten in einem Bauteil

30.09.2019

Mit dem Two-Speed-Valve hat SMC ein standardisiertes, sicheres Ventil vorgestellt, das die Betriebsarten nach VDMA 66416 und DIN EN 12417 pneumatisch umschaltet. Erstmals ist es dabei möglich, operative und sicher reduzierte Geschwindigkeit mit nur einem Bauteil umzusetzen.

Das neuartig konzipierte Two-Speed-Valve mit der Serienbezeichnung VZM5-300-CEW20057 besteht aus einem pneumatisch angesteuerten Ventil, zwei Drosseln und einer Ventilschieberabfrage in einem rot eloxierten Aluminiumgehäuse. Mit dem Bauteil lassen sich laut Hersteller alle gängigen Betriebsarten einer Maschine vom Einrichtbetrieb über den Automatikbetrieb bis hin zum Wartungs- und Instandhaltungsbetrieb sicher realisieren. Die beiden Modi operative und sicher reduzierte Geschwindigkeit können dabei erstmals mit einem Bauteil umgesetzt werden.

Gleichzeitig soll das Two-Speed-Valve die Ventilstellung sicher erkennen können. Diese wird mittels eines sicheren Wechselkontakts an die übergeordnete SPS weitergegeben.

Wartung außerhalb des Gefahrenbereichs

Montiert wird das Two-Speed-Valve je nach vorhandenem Platz möglichst nahe oder im Idealfall direkt am Zylinder. Bei einer Fehlersuche innerhalb des Maschinenparks oder bei Instandhaltungsmaßnahmen lassen sich Antrieb und Zylinder auf diese Weise schnell und zuverlässig zuordnen. Das Hineindenken in individuell aufgebaute Konstruktionen entfällt.

Dazu weist sich das rot eloxierte Gehäuse des Two-Speed-Valve auf den ersten Blick als ein sicheres Bauteil aus. Das Typenschild ist nicht wie sonst üblich angebracht, sondern eingelasert. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Typeninformationen dauerhaft zur Verfügung stehen.

Fittinge und Drosseln hat SMC ebenfalls in Metall ausgeführt. Sie sind damit gegenüber vielen Medien resistent und lange haltbar. Der elektrische Anschluss erfolgt über einen M12-Stecker. Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt: Das Two-Speed-Valve lässt sich bei Wartungs- oder Instandhaltungsarbeiten über eine Handsteuerung komplett außerhalb des Gefahrenbereichs bedienen. Ein zweiter Mitarbeiter oder das Betreten der Maschinenzone ist dabei laut Hersteller nicht erforderlich.

Vom Hersteller genannte Vorteile

Durch die Integration aller erforderlichen Komponenten in ein standardisiertes Produkt bietet das Two-Speed-Valve eine Reihe von Vorteilen. SMC greift folgende heraus:

  • die kompakte Bauweise in einem Gehäuse spart Platz und ist leicht überall montierbar

  • als integriertes, sicheres Bauteil werden mögliche Fehler bei der Installation reduziert

  • die Fehlersuche gelingt durch die Montage am oder in der Nähe des Zylinders deutlich einfacher und schneller

  • der Betrieb läuft stabiler, da standardisierte Produkte eine geringere Fehleranfälligkeit zeigen

  • weniger Bauteile bedeutet weniger Lager-, Ersatzteil- und Verwaltungskosten

„Anwender vom komplexen Thema Maschinensicherheit befreien“

Dadurch, dass die Maschinenrichtlinie, die VDMA 66416 und die DIN EN 12417 vorschreiben, dass alle Maschinen bei der Interaktion zwischen Mensch und Maschine sicher zu betreiben sind, lässt sich das Two-Speed-Valve in vielen Systemen einsetzen. Anwender müssen keine eigenen Sicherheitskonzepte für die verschiedenen Betriebsarten entwickeln und erhalten ein validiertes sicheres Bauteil, das die sichere Funktion in verschiedenen Betriebsarten ermöglicht.

„Diese Weltneuheit hebt das Sicherheitsniveau im Umgang zwischen Mensch und Maschine auf ein höheres Level“, sagt Nicolas Martin-Antequera, Key Account Manager bei SMC. „Das Two-Speed-Valve besitzt das Potenzial, individualisierte Lösungen zu ersetzen und damit die Anwender von der Aufgabe zu befreien, selbst das höchst komplexe Thema Maschinensicherheit zu lösen.“

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