Mit AquaVip Solutions lässt sich die Trinkwassergüte über die komplette Gebäudetechnik überwachen.

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Vom Hausanschluss bis zur Entnahmestelle Trinkwassergüte intelligent managen

15.03.2019

Das Trinkwassermanagement-System AquaVip Solutions von Viega soll ein Gesamtpaket für die digital vernetzte Trinkwasserinstallation bieten. Durch eine lückenlose Dokumentation der Güte des Trinkwassers sorgt es dafür, dass dieses den Hahn so genusstauglich verlässt wie in dem Moment, in dem es ins Gebäude gelangt.

AquaVip Solutions bildet den Prozess einer Trinkwasserinstallation über den Lebenszyklus eines Gebäudes ab. Es umfasst damit alle Schritte von der Zielfindung über die Planung bis hin zum Bau und Betrieb und soll es erleichtern, hygienisch einwandfreies Trinkwasser bereitzustellen.

Betreiber haben dadurch die Möglichkeit, die vier Wirkzusammenhänge der Trinkwassergüte – Durchströmung, Wasseraustausch, Temperatur und Nährstoffgehalt – zu beherrschen. AquaVip Solutions bietet zu diesem Zweck:

  • ein System, das Abweichungen erkennt und reagiert, bevor die gesundheitlich relevanten Grenzwerte für Krankheitserreger im Trinkwasser überschritten werden

  • digital vernetzte und sensorgesteuerte Viega-Lösungen für einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation

  • Produkte wie das elektronische AquaVip-eZRV-Zirkulationsregulierventil für den hydraulischen Abgleich oder den Prevista-Spülkasten mit integrierter Spülstation für bedarfsgerechtes Ausspülen in den Nutzungseinheiten

  • reduzierte Bakterien und Nährstoffe auf Basis der Ultrafiltration

  • höhere Energieeffizienz, da die Temperaturen für Warmwasserbereitung und -zirkulation um bis zu 15 °C gesenkt werden können

Warmwassertemperatur absenken

Der Energiebedarf moderner Gebäude verschiebt sich immer mehr: Der Energieaufwand zur Gebäudeerwärmung sinkt, der zur Wassererwärmung bleibt konstant hoch. Hier setzt AquaVip Solutions an: Mit seiner Ultrafiltrationstechnologie soll es die Gesamtzahl an Bakterien und Nährstoffen im Trinkwasser nachhaltig reduzieren.

Des Weiteren soll sich mit ihm eine Absenkung der Warmwassertemperatur auf 50 °C realisieren lassen. Dies wird durch das Zusammenspiel einer entsprechenden Auslegung der Trinkwasserinstallation und einem mit digitaler Sensortechnik abgesicherten bestimmungsgemäßen Betrieb ermöglicht. Aufgrund des dann geringeren Energiebedarf ist der Einsatz erneuerbarer Energien zur Warmwassererzeugung, zum Beispiel mittels Wärmepumpen denkbar, da eine Nachheizung nicht erforderlich ist.

Werden Abweichungen von Soll-Werten festgestellt, steuert das System automatisch nach - vom automatisierten Wasserwechsel über die Temperaturhaltung bis hin zur Ultrafiltration. Zur bedarfsgerechten Auslegung von Trinkwasser-Installationen eignet sich dabei laut Viega vor allem die Anwendungssoftware Viptool Engineering.

Bildergalerie

  • Viega verwendet in seinen Ultrafiltrationsanlagen das patentierte Bypass-Verfahren: Es entfernt mittels winziger Poren ungelöste Inhaltsstoffe rein mechanisch aus dem Wasser, darunter die meisten Mikroorganismen.

    Bild: Viega

  • Schema: Mithilfe der Ultrafiltration können Warmwassertemperaturen abgesenkt und so der Wärmeeintrag auf Kaltwasserleitungen reduziert werden.

    Bild: Viega

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