Klimafreundliche Energieerzeugung

Synthese- statt Erdgas: Lösung für industrielle Hochtemperaturprozesse

Die Direktnutzung von Gas aus Biomasse und Reststoffen ermöglicht der Industrie, fossiles Erdgas in Hochtemperaturprozessen zuverlässig und wirtschaftlich zu ersetzen.

Bild: iStock, urbazon
08.04.2026

Dekarbonisierung, Versorgungssicherheit und Kostenstabilität zählen zu den zentralen Herausforderungen energieintensiver Branchen. Eine Lösung wäre es, fossiles Erdgas in Hochtemperaturprozessen zu ersetzen. Spanner Re2 stellt eine Methode vor, die Gas-Direktnutzung aus Biomasse und Reststoffen ermöglicht. Das erzeugte Synthesegas wird ohne Verstromung direkt in bestehenden thermischen Anlagen eingesetzt und eignet sich für Temperaturen von über 1.000  °C.

Mit einer Technologie zur klimafreundlichen Energieerzeugung präsentiert Spanner Re2 eine hochskalierbare Lösung zur Direktnutzung von Synthesegas in industriellen Hochtemperaturprozessen. Die Technologie ermöglicht es Unternehmen, fossiles Erdgas zuverlässig und wirtschaftlich durch regional erzeugtes Syngas aus Reststoffen und Biomasse zu ersetzen.

Die Holzvergaser von Spanner Re2 erzeugen aus Biomasse sowie Reststoffen ein brennbares Synthesegas, das direkt – ohne vorherige Verstromung – in thermischen Anwendungen genutzt werden kann , etwa über Gasbrennerlanzen in Industrieöfen. Damit lassen sich Temperaturen von über 1.000 °C erreichen, wie sie zum Beispiel in der Ziegel-, Metall-, Beton- oder Lebensmittelindustrie benötigt werden. Unternehmen können ihre bestehenden thermischen Anlagen weiterbetreiben, da sich die Spanner Rev Vergasungstechnik in vorhandene Komponenten integrieren lässt.

Dezentrale Energieversorgung für thermische Hochtemperaturprozesse

Die Direktgasnutzung bringt eine Vielzahl wirtschaftlicher und ökologischer Mehrwerte:

  • CO2- neutrale, dezentrale Gaserzeugung direkt am Standort

  • Hohe Planungssicherheit durch Unabhängigkeit von Erdgaspreisschwankungen

  • Nutzung regionaler Energieträger - die Wertschöpfung bleibt in der Region

  • Verbesserte Wirtschaftlichkeit und deutliche Reduktion fossiler Brennstoffkosten.

Das erzeugte Synthesegas (kurz Syngas) besteht überwiegend aus Kohlenmonoxid (CO) und Wasserstoff (H2) und wird aus Hackschnitzeln, Pellets oder anderen Reststoffen gewonnen.

Gas-Direktnutzung als Antwort auf steigenden Bedarf

Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Klimaschutz und Versorgungssicherheit bietet die Gas - Direktnutzung Unternehmen eine strategisch wichtige Möglichkeit, sich von fossilen Energieträgern zu lösen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der Produktion zu sichern. „Mit unserer Direktgasnutzung schließen wir eine Versorgungslücke für industrielle
Hochtemperaturprozesse – nachhaltig, wirtschaftlich und regional verfügbar“, sagt Bernhard Seiler, Vertriebsleiter der Spanner Re2. Die neuartige Technologie trägt maßgeblich zur Dekarbonisierung energieintensiver Branchen bei.

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