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Hürde oder nicht? Die Industrie äußert sich in unserer Umfrage zum Thema, welche Rolle Verbindungstechnik in aktuellen und zukünftigen Anwendungen spielt.

Bild: iStock, bubaone

Umfrage zu Verbindungstechnik Sind Steckverbinder Datenhürden?

22.10.2019

Aktuelle und zukünftige Applikationen und das Internet of Things verlangen immer höhere Informationsraten und setzen dabei eine störungsfreie Signal- und Datenübertragung voraus. In diesem Kontext stellen wir die Frage: Welche Rolle spielt dabei die Verbindungstechnik?

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In unserer Bildergalerie lesen Sie die Antworten unserer Umfrage zum Thema Verbindungstechnik in vernetzten Systemen:

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  • Andreas Huhmann, Harting: Die Verbindungstechnik wird auch künftig eine wesentliche Rolle spielen. Das IoT erfordert eine durchgängige Kommunikation. Hier kommt nur Ethernet in Frage. Wir setzen daher auf Single Pair Ethernet (SPE) – und haben dabei stets auch die Standardisierung klar im Blick. Dies gilt für Steckverbinder ebenso wie für Verkabelungen und Infrastrukturlösungen. Wir haben, basierend auf den neuen technologischen Anforderungen und fokussiert auf die industriellen Anforderungen, das Harting-T1-Industrial-Steckgesicht in die IEC-Normung eingebracht. Dieser Steckverbinder hat alle Stufen der Normung durchlaufen und wird in den nächsten Monaten als internationaler IEC-Standard 63171-6 veröffentlicht. Diese Entwicklung bei SPE werden wir weiter vorantreiben, denn wir sehen das einpaarige Ethernet als die Schlüsseltechnologie des IoT an.

    Bild: Harting

  • Bernd Hantsche, Rutronik: Hier muss man unterscheiden: Die Verbindungstechnik für die Verbindungsstrecke zwischen IoT-Geräten und die Verbindungstechnik innerhalb eines Geräts zwischen Komponenten. Bei Ersterem stehen die Medien Kupfer, Glas und Luft zur Auswahl, die Anwendung entscheidet, was zum Einsatz kommt. Ob 5G bald Kupfer- und Glasfaserleitungen ersetzt, hängt von den Verbindungspreisen ab, die noch in den Sternen stehen. Daheim hat WiFi bereits das Ethernetkabel abgelöst – warum sollte 5G in ein paar Jahren nicht auch DSL ersetzen? Wir beobachten allgemein vor allem bei den Funktechnologien die größten Fortschritte und Adaptionen an sich ändernde Bedingungen aufgrund des IoT.

    Bild: Rutronik

  • Ann-Christin Rachuba, Wago: Die Integration von intelligent vernetzter Technik im IoT-Umfeld, wie etwa in Gebäuden, bedeutet in erster Linie eine Zunahme an Sicherheit, Effizienz und Komfort. Das bedeutet aber auch, dass immer mehr Daten aufgenommen und verarbeitet werden müssen. Sprich, es findet immer mehr elektronisches Equipment Einzug in das Gebäude. Damit steigt die Anzahl an Verbindungen – aber vor allem auch ihre Bedeutung. Die Verbindungen beziehungsweise die installierte elektrische Verbindungstechnik wird somit zu einem wichtigen Grundpfeiler. Sie bildet das Rückgrat, auf das wir uns immer verlassen können müssen. Für Unternehmen wird es immer zwingender und dringender, sich mit den immer komplexer werdenden Fragestellungen im Kontext der Digitalisierung eingehend zu beschäftigen. Wago bietet geeignete Tools und professionelle Unterstützung an und begleitet seine Kunden in den Prozessschritten bereits ab der Planungsphase.

    Bild: Wago

  • Bernhard Haluschak, E&E: Die Industrie unterliegt starken Veränderungen. Die digitale Vernetzung der Industrieanlagen und der steigende Einsatz von Sensoren für Predictive-Maintenance-Aufgaben ermöglichen zwar eine hohe Flexibilität in der Produktion, bergen aber auch Probleme. Denn der Aufwand der Vernetzung wird komplexer und die Anforderungen an die Datenleitungen in Hinblick auf die elektrische und mechanische Belastbarkeit und auf die entsprechenden Steckverbindern steigt enorm. Noch reichen für Datenübertragungen herkömmliche kupferbasierte Datenleitungen und Steckverbindungen aus. Denn die Optimierung der aktuellen Bustechnologien bieten noch genügend Datenbandbreite für zukünftige Entwicklungen. Allerdings nimmt die Lichtleitertechnologie zunehmend an Fahrt auf.

    Bild: Dominik Gierke, publish-industry

  • Silke Lödige, Weidmüller: Digitale Vernetzung und Modularität durchdringen industrielle Technologien und ermöglichen hohe Flexibilität in der Produktion. Bereits heute ist absehbar, dass herkömmliche Verbindungstechnik an die zukünftigen Anforderungen im industriellen Umfeld angepasst werden muss. Sie bildet Schnittstellen zwischen Maschinen, Steuerung und Datenverarbeitungsanlagen und somit die Grundlage für Funktionalität, einfache Handhabung und Zuverlässigkeit von Automatisierungstechnik. Neuartige Verbindungstechniken ermöglichen unter anderem die Leitmessung einer kompletten Fertigungsanlage über einen intelligenten Steckverbinder. Der Smart Connector sorgt dafür, dass Elektronik, Sensorik und Aktorik sowie Kommunikationsschnittstellen auf kleinstem Raum kombiniert werden können. Eine konsequente Weiterentwicklung im Bereich Verbindungstechnik optimiert den Prozess auf vielen Ebenen, spart Kosten und beschleunigt die Produktion.

    Bild: Weidmüller

  • Manuela Gutmann, Yamaichi: Sei es die Entwicklung vom klassischen Feldbus zu Industrial Ethernet bis zum High-Speed-Ethernet oder die Netzwerktechnik mit ihren Megatrends wie 5G-Mobilfunk, 4K-Video-Streaming und der Cloud: Höheren Übertragungsraten stellen auch an den Steckverbinder höhere AnfoHürde_Urderungen und das Thema „Signalintegrität“ bekommt einen entscheidenden Stellenwert. Denn ohne die geeignete Verbindungstechnik wird auch das Gesamtsystem nicht die erforderliche Performance bieten können. Hauseigene Spezialisten aus dem Electrical Engineering werden bei uns daher frühzeitig in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. Mittels spezieller Simulationssoftware wird das Design frühzeitig in Bezug auf Datenübertragung und Impedanzverhalten analysiert und optimiert.

    Bild: Yamaichi

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