Auftragseingang steigt um 16 Prozent

Sensorik-Branche startet positiv ins Jahr 2026

Die Zahlen zeigen nach oben: Der Auftragseingang legte um 16 Prozent und der Umsatz um zwölf Prozent im Jahresvergleich zu. Die Sensorik- und Messtechnikbranche startet somit stark ins Jahr 2026.

Bild: iStock, champc
13.07.2026

Die Sensorik- und Messtechnikbranche ist stark ins Jahr 2026 gestartet: Laut einer Verbandsumfrage des AMA stieg der Auftragseingang im ersten Quartal um 16 Prozent, das Book-to-Bill-Ratio liegt bei 1,16 und die Beschäftigung bleibt stabil.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine rund 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete die Sensorik- und Messtechnikbranche ein Umsatzwachstum von drei Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit liegt die Wachstumsrate unter dem langjährigen Durchschnitt von sechs Prozent, der in der Vergangenheit auch durch hohe Wachstumsraten in einzelnen Wirtschaftszweigen geprägt war.

Auftragseingang springt um 16 Prozent

Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg der Branchenumsatz um zwölf Prozent. Für das kommende Quartal rechnen die befragten Unternehmen mit einem weiteren Umsatzwachstum von fünf Prozent. Besonders positiv entwickelte sich der Auftragseingang zu Jahresbeginn. Dieser erhöhte sich um 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal und zeigt eine hohe Nachfrage nach Lösungen aus der Sensorik und Messtechnik. Daraus ergibt sich für das erste Quartal 2026 ein positives Book-to-Bill-Ratio von 1,16 für die AMA-Mitglieder. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz im gleichen Zeitraum und ist ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die positive Branchenentwicklung im 1. Quartal spiegelt sich auch in beständigen Beschäftigungszahlen wider. Lediglich fünf Prozent der AMA-Mitglieder gaben an, in Kurzarbeit zu beschäftigen. Das deutet auf eine positive wirtschaftliche Lage innerhalb der Sensorik- und Messtechnikbranche hin, trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und Verschiebungen in traditionellen Anwendermärkten.

PFAS-Regulierung fest im Blick

Ein zentrales strategisches Thema bleibt die Regulierung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Die Ergebnisse der Umfrage unter den AMA-Mitgliedern zeigen, dass sich die Mehrheit der Unternehmen bereits intensiv mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzt. Knapp 39 Prozent der Befragten befinden sich derzeit in einer ersten Analysephase, während 20 Prozent bereits konkrete Maßnahmen planen. Rund 24 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen oder ihre Prozesse bereits weitgehend angepasst. Lediglich vier Prozent der Unternehmen haben sich bislang noch nicht mit dem Thema PFAS beschäftigt.

Damit wird deutlich, dass die PFAS-Regulierung für die Sensorik- und Messtechnikbranche längst ein strategisch relevantes Thema ist. Die Unternehmen arbeiten aktiv daran, ihre Produkte und Prozesse an mögliche regulatorische Anforderungen anzupassen und langfristige Planungssicherheit zu schaffen.

„Die Ergebnisse für das erste Quartal zeigen, dass die Sensorik- und Messtechnikbranche wächst und gleichzeitig ihre Zukunftsthemen aktiv adressiert“, sagt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Die positive Dynamik im Auftragseingang unterstreicht die Innovationskraft unserer Branche. Gleichzeitig gehen unsere Unternehmen regulatorische Themen wie PFAS frühzeitig und strategisch an. Als AMA Verband unterstützen wir unsere Mitglieder dabei aktiv.“

Bildergalerie

  • Sensorik und Messtechnik im 1. Quartal: Zweistelliges Umsatzwachstum trifft auf regulatorische Planungsunsicherheit.

    Sensorik und Messtechnik im 1. Quartal: Zweistelliges Umsatzwachstum trifft auf regulatorische Planungsunsicherheit.

    Bild: AMA Verband für Sensorik und Messtechnik

Firmen zu diesem Artikel
Verwandte Artikel