Engineering bei Schubert: Zwischen acht und zehn Prozent des Jahresumsatzes werden weiterhin in Forschung und Entwicklung investiert.

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Verpackungsmaschinenhersteller auf Wachstumskurs Schubert knackt Umsatzmarke von 200 Millionen Euro

09.04.2019

Gerhard Schubert setzt seinen Wachstumskurs fort: Mit einem Umsatzplus von 7,3 Prozent und einem Umsatz von 211,5 Millionen Euro konnte der Hersteller von Toploading-Verpackungsmaschinen das Jahr 2018 erfolgreich abschließen.

2018 knackte Gerhard Schubert erstmals die angepeilte 200-Millionen-Grenze. Auch die Schubert-Gruppe zeigte im letzten Jahr ein starkes Ergebnis. Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich der konsolidierte Gruppenumsatz um 16,4 Prozent auf insgesamt 283,9 Millionen Euro.

Hinter dieser Entwicklung stehen 1.332 Mitarbeiter, 936 davon am Hauptstandort in Crailsheim, und die Wachstumsstrategie. So verstärkt Schubert mit der Gründung der Schubert Robotics Shanghai seine Aktivitäten in China und treibt im heimischen Unternehmen Projekte für die digitale Verpackungswelt und im Bereich Robotik voran.

„Im laufenden Jahr planen wir ein weiteres Wachstum auf einen Umsatz von 225 Millionen Euro“, sagt Peter Gabriel, Kaufmännischer Geschäftsführer von Gerhard Schubert. Auch die Unternehmensgruppe hat sich neue Ziele gesteckt: Sie könnte 2019 erstmals die Umsatzmarke von 300 Millionen Euro überspringen.

Erfreulicher Start in das laufende Jahr

Laut eigenen Angaben stehen nach dem ersten Quartal bei Schubert bereits über 90 Prozent des geplanten Jahresumsatzes für 2019 in den Auftragsbüchern. „Auch die erneut sehr gute Entwicklung des Auftragseingangs in Nordamerika und das Wiedererstarken von Mitteleuropa zeigen erfreuliche Tendenzen“, so Gabriel. Positiv auswirken würden sich zudem die Ausweitung der Serviceproduktpalette sowie der Aufbau von weiterem Servicepersonal.

Schubert North America verdoppelt Umsatz

Die Tochtergesellschaften konnten ebenfalls durchweg positive wirtschaftliche Ergebnisse melden. Erfolgreich schnitt Schubert North America mit seinem Headquarter in Charlotte und seinen Service- und Vertriebsbüros in Dallas sowie dem kanadischen Toronto ab. Mit 77,7 Millionen US-Dollar konnte der Umsatz 2018 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt werden.

Hartmut Siegel, seit letztem Jahr Geschäftsführer von Schubert North America, sieht die Zahlen als weiteren Antrieb: „Wir sind zielstrebig unterwegs und können im nordamerikanischen Markt immer mehr Kunden von unseren hochflexiblen Verpackungslösungen überzeugen.“ Die große Nachfrage auf der letzten PackExpo in Chicago, vor allem durch Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, verspricht für 2019 eine Fortsetzung der guten Entwicklung.

Zahlreiche Anfragen in China

China ist nach den USA und Frankreich der drittgrößte Exportmarkt für deutsche Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Seit 2018 ist Schubert dort mit seinem Vertriebs- und Servicestandort Schubert Robotics Shanghai vertreten. Marcel Kiessling, Geschäftsführer von Gerhard Schubert, berichtet: „Die zahlreichen Anfragen und ersten Aufträge bestätigen bereits unsere Entscheidung, diesen Wachstumsmarkt aktiv mitzugestalten.“

Investitionen für die Zukunft

Das Unternehmen will auch für die Zukunft den Fokus auf Entwicklung setzen. „Seit Jahrzehnten schon investieren wir zwischen acht und zehn Prozent des Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung. Das werden wir in den nächsten Jahren fortführen“, betont Ralf Schubert, Geschäftsführender Gesellschafter von Gerhard Schubert.

Am Standort Crailsheim etwa soll neben einem Ausbildungs- und Schulungscenter auch eine zusätzliche Produktionshalle entstehen. Gearbeitet wird auch verstärkt an der digitalen Zukunft der Verpackungstechnologie. Dazu gehört die digitale Plattform Grips.world, die eine direkte digitale Verbindung zwischen Maschine, Kunde, Hersteller und zukünftig auch Lieferanten schafft und unter anderem künftig Predictive Maintenance ermöglicht. Wichtig dafür ist eine sichere Anbindung der Maschinen, für die Schubert sein Edge Computing Gateway GS.Gate verwendet.

Bedeutend für das Unternehmen ist auch die weitere Entwicklung des digitalen Zwillings. Dabei wird die Verpackungsmaschine als visuelles 3D-Modell auf der Plattform Grips.world dargestellt und kann in Echtzeit direkt über die Daten der Maschinensteuerung bewegt werden.

„Konstruktion und Auslieferung können wir in Zukunft so deutlich beschleunigen“, erklärt Ralf Schubert. Aktuell arbeitet Schubert außerdem an der Weiterentwicklung des 3D-Drucks von Maschinenteilen und einem kollaborierenden Roboter.

Bildergalerie

  • Seit 2018 ist Schubert in China mit dem Vertriebs- und Servicestandort Schubert Robotics Shanghai vertreten.

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  • Schubert treibt im heimischen Unternehmen Projekte wie den 3D-Druck von Maschinenteilen voran.

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  • Aktuell arbeiten die Schubert-Experten außerdem an der Entwicklung eines kollaborierenden Roboters.

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