Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im Dezember 2025 legte die zweite Ausgabe den Fokus konsequent auf Geschäftsmodelle und damit auf die entscheidende Frage: Wie gelingt der Einstieg in den Sicherheits- und Verteidigungssektor wirklich?
Die Agenda spiegelte dabei drei Themenschwerpunkte wieder: MARKT.potenziale, ZUGANG.schaffen, ZUKUNFT.gestalten.
Session I: MARKT.potenziale – Wo liegen die konkreten Geschäftschancen?
Den Auftakt machte Prof. Dr. Stefan Fröhlich mit einer Keynote zu den Herausforderungen an die europäische Verteidigung bis 2030. Er analysierte, welche Instrumente und Fähigkeiten in den kommenden Jahren entscheidend sein werden – und wo strukturelle Hemmnisse wie Fragmentierung und regulatorische Hürden den Aufbau echter Verteidigungsfähigkeit bremsen.
Praxis-Insights von Catharina Dohmeier (Stadler Rail Service) und Mattia Nelles (Deutsch-Ukrainisches Büro) zeigten: Dual Use ist keine Nische, sondern eine echte Brücke in den Defence-Markt – und die Ukraine hat sich als entscheidender Innovations- und Referenzmarkt für europäische Technologien etabliert.
Im anschließenden MARKT.Check diskutierten die Teilnehmenden an parallelen Themen-Tables Fragestellungen: von CE-Kennzeichnung unter Zeitdruck über Cybersicherheit nach IEC 62443 bis hin zu den Learnings von Unternehmen wie Weidmüller beim Einstieg in den Verteidigungssektor. Der lebhafte Austausch an den Tischen zeigte: Der Bedarf an konkreten, ehrlichen Erfahrungsberichten ist groß.
Session II: ZUGANG.schaffen – Wie komme ich ins Geschäft?
Am Nachmittag widmeten sich die Speaker den regulatorischen Rahmenbedingungen und dem praktischen Marktzugang. Prof. Dr. Thomas Klindt (Noerr) erläuterte, welche hoheitlichen Vorgaben zivile Unternehmen beim Eintritt in den Defence-Markt kennen müssen – und wie regulatorische Komplexität zum Wettbewerbsvorteil werden kann.
Ergänzt wurde dies durch offene Erfahrungsberichte von Schneider Electric und Instagrid: Beide Unternehmen berichteten schonungslos, wo zivile Industrieerfahrung trägt – und wo neu gedacht werden muss.
Session III: ZUKUNFT.gestalten – Innovation und strategische Weichenstellungen
Den Abschluss gestaltete Oberstleutnant Christian-Matthias Hohoff vom Bundesministerium der Verteidigung mit einer Keynote zu Geschäftsentwicklungsmöglichkeiten im Rahmen der Ukraine-Unterstützung. Im anschließenden Panel INNOVATION.trifft.Bedarf diskutierten Vertreter aus Industrie, Verbänden und Bundeswehr, wie neue Technologien schneller in die Beschaffung und den Einsatz gebracht werden können – eine Debatte, die noch lange nachwirken dürfte.
Fazit: Eine Plattform, die Sinn macht – und wächst
Die 2. Fachkonferenz Zukunft.DEFENCE hat bestätigt, dass das Format den Nerv der Zeit trifft. Der Bedarf an Transparenz, Vernetzung und handfesten Orientierungspunkten für den Einstieg in den Sicherheits- und Verteidigungsmarkt ist größer denn je. Veranstaltet von der Rheinischen Post, griephan by DVV Media und dem publish-industry Verlag in Zusammenarbeit mit dem ZVEI e. V. hat sich die Konferenz als zentrale Plattform für den Dialog zwischen ziviler Industrie und Verteidigungssektor etabliert.
Save the Date: Die 3. Fachkonferenz Zukunft.DEFENCE findet am 2. Dezember 2026 statt – ebenfalls im Konferenzzentrum der Rheinischen Post in Düsseldorf.