Effizienz und Abwärmenutzung erhöhen den Handlungsdruck

Rechenzentren in Wohnnähe: Abwärmenutzung macht Standorte attraktiver

Abwärme aus Rechenzentren kann nach Aufbereitung in kommunale Wärmenetze eingespeist und für Wohngebiete genutzt werden.

Bild: Gemini, publish-industry
27.02.2026

Eine repräsentative E.ON-Umfrage zeigt: 72,5 Prozent finden Rechenzentren in Wohnnähe attraktiver, wenn Abwärme für Wärmenetze genutzt wird. 78 Prozent befürworten die Zusammenarbeit von Rechenzentren, Kommunen und Versorgern.

Abwärme als Wärmequelle für Wohngebiete: Das führt bei Anwohnerinnen und Anwohnern zu einer höheren Akzeptanz von Rechenzentren, wie eine repräsentative E.ON Umfrage bestätigt. Für fast drei von vier Deutschen (72,5 Prozent) sind Rechenzentren in der unmittelbaren Nähe zu Wohngebieten attraktiver, wenn ihre Abwärme gezielt für kommunale Wärmenetze nutzbar gemacht wird. Rund 78 Prozent der Befragten befürworten daher eine enge Zusammenarbeit zwischen Rechenzentren, Energieversorgern und Kommunen in der Energie- und Wärmewende.

„Digitale Souveränität und Wettbewerbsfähigkeit im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zählen heute zu den wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prioritäten in ganz Europa. Mit einem Dreiklang aus lokaler Energieerzeugung, intelligenter Abwärmenutzung und einem integrierten Energiemanagement beschleunigen wir die Inbetriebnahme neuer Rechenzentrumsprojekte und schaffen gleichzeitig gesellschaftlichen Mehrwert sowie eine spürbare Entlastung des Energiesystems“, sagt Marten Bunnemann, CEO von E.ON Energy Infrastructure Solutions, und ergänzt: „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer resilienten und zukunftsfähigen, digitalen Infrastruktur für Europa.“

Digitale Nachfrage macht Rechenzentren wichtiger

Europas digitale Souveränität und der wirtschaftliche Wohlstand werden immer stärker von KI-Anwendungen und -Kapazitäten beeinflusst. Die Europäische Kommission plant in ihrem „Aktionsplan für den KI-Kontinent“ eine Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität in der EU in den nächsten vier bis sechs Jahren. Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und datenintensive Anwendungen treiben europaweit den Energiebedarf in die Höhe. Neue regulatorische Vorgaben an Energieeffizienz, Abwärmenutzung und die Dekarbonisierung der Energieinfrastruktur erhöhen zudem die technischen Anforderungen an Rechenzentrumsbetreiber. Die „Time-to-Power“ – also die Zeitspanne von der Planung bis zum Betrieb eines Rechenzentrums – wird damit zur entscheidenden Kennzahl für europäische Rechenzentrumsprojekte.

E.ON hilft Rechenzentren beim schnellen Stromanschluss

Die deutschen Bürger sehen Energieunternehmen daher in der Verantwortung, die Versorgung der digitalen Infrastruktur maßgeblich mitzugestalten. Zwei Drittel der Deutschen (67,3 Prozent) vertrauen auf die Kompetenz von Energieunternehmen, neuartige Lösungen für die Energieversorgung der digitalen Infrastruktur wie Rechenzentren zu entwickeln; in Großbritannien ist knapp die Hälfte der Befragten dieser Meinung.

E.ON Energy Infrastructure Solutions – eine Wachstumssparte von E.ON – begleitet Rechenzentren mit integrierten, modularen Lösungen auf dem gesamten Weg zur operativen Inbetriebnahme. Mit lokalen Energieerzeugungslösungen verkürzen Betreiber ihre Time-to-Power und steigern mit Abwärmenutzung die eigene Attraktivität als Partner der Kommunen. Abwärme aus Rechenzentren dient der kommunalen Wärmeplanung als einfache, emissionsfreie Wärmequelle: Statt ungenutzt zu bleiben, kann sie durch eine adäquate Aufbereitung dem regionalen Wärmenetz nutzbar gemacht werden. Rechenzentren werden somit zu aktiven Partnern in der europäischen Energie- und Wärmewende.

Energy Playbook for Data Centers

Die Umfrage wurde im Rahmen eines neu veröffentlichen White Papers von E.ON zum Thema Rechenzentren und Energiewende durchgeführt (siehe Anhang). Die Publikation verbindet Erkenntnisse über die aktuellen Herausforderungen der europäischen Rechenzentrumsbranche mit konkreten Lösungsansätzen. Dadurch erhalten europäische Rechenzentren einen Einblick, wie die kritische „Time-to-Power“ um Jahre verkürzt werden kann – und sie sich gleichzeitig zu anerkannten Partnern der Regionen zu entwickeln, in denen sie aktiv sind.

Die Ergebnisse der E.ON Befragung basieren auf einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Appinio. Für die Studie wurden jeweils 1.000 Personen in Deutschland und England zur Akzeptanz von Rechenzentren und deren Energieversorgung befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Personen im Alter von 18 und 65 Jahren.

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