EU-konform bis 2028

PPSU-Optionen für Hochtemperatur und Lebensmittelkontakt

Erweitertes Ultrason-P-Portfolio von BASF ermöglicht Neuqualifizierung von Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln wie Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr und Speisenwärmern gemäß EU-Verordnung 2024/3190.

Bild: BASF
11.03.2026

BASF erweitert sein Ultrason-P-Portfolio um sechs PPSU-Typen für Hochtemperaturanwendungen im Lebensmittelkontakt, die BPA/BPS-frei sind und den Anforderungen der EU-Verordnung 2024/3190 entsprechen. Datenblätter und Zertifikate sind verfügbar, Übergangsfristen gelten bis Januar 2028.

Für Hochtemperaturanwendungen in Kontakt mit Lebensmitteln bietet BASF jetzt ein erweitertes Portfolio mit Polyphenylsulfon-Typen (PPSU) an, das nicht auf Bisphenol S (BPS) und Bisphenol A (BPA) basiert. Dieses Ultrason P‑Portfolio entspricht der EU-Verordnung 2024/3190, die den Einsatz von Bisphenolen in Materialien und Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln verbietet. Nach definierten Übergangsfristen dürfen entsprechende Produkte nicht mehr in der EU hergestellt oder importiert werden. Die sechs Ultrason-P‑Typen sind ab sofort mitsamt Datenblättern sowie Material- und Lebensmittelkontaktzertifikaten verfügbar: Hersteller von zum Beispiel Mehrwegflaschen, Cateringgeschirr, Kaffeemaschinenteilen oder hochtemperaturfesten Speisenwärmern können frühzeitig damit beginnen, ihre Lebenmittelkontaktartikel neu zu qualifizieren, wenn sie zum Beispiel aus Polyethersulfon (PESU) bestehen, das ebenfalls vom Verbot betroffen sein wird.

BASF unterstützt damit einen reibungslosen Übergang zu regelkonformen Produkten und bietet gleichzeitig ein breites PPSU‑Portfolio, das ausgezeichnete Verarbeitung, hohe Designfreiheit und Langlebigkeit verbindet. Die EU-Verordnung 2024/3190 ist seit Januar 2025 in Kraft. Sie verbietet gefährliche Bisphenole und deren Derivate in Materialien und Artikeln in Kontakt mit Lebensmitteln, wobei es Übergangsfristen für das Inverkehrbringen bis Januar 2028 gibt, je nach Artikelkategorie. PPSU ist nicht von der Beschränkung betroffen und damit eine sichere Lösung für Hersteller, die die Materialbasis ihrer Artikel in Kontakt mit Lebensmitteln anpassen müssen.

PPSU-Typen mit Zulassungen für den Lebensmittelkontakt

Hersteller, die bisher PESU, Polysulfon (PSU) oder Polyetherimid (PEI) in Artikeln mit Lebensmittelkontakt einsetzen, unterstützt BASF bei der Umstellung mit sechs maßgeschneiderten Ultrason-P‑Typen für unterschiedliche Anforderungen: Diese umfassen Typen mit angepasstem Entformungsverhalten und ermöglichen eine vielseitige Farbgestaltung von opak bis transluzent, mit Compounds oder Masterbatch – das alles verbunden mit der gewohnt hohen Performance von Ultrason P wie temperaturunabhängige mechanische Eigenschaften, hohe Beständigkeit gegenüber Reinigungsmitteln, Ölen, Fetten und Heißdampf sowie überlegene Zähigkeit und gute Dimensionsstabilität. Ultrason P ist seit langem das Material der Wahl für Haushaltsartikel, Babyflaschen sowie Catering- und Mikrowellengeschirr.

BASF unterstützt die Umstellung auf PPSU

„Bisphenole im Sinne der EU‑Verordnung 2024/3190 werden bei der Herstellung unserer Ultrason-P-Typen nicht eingesetzt“, sagt Georg Graessel vom globalen Business Management Ultrason bei BASF. „Wir haben unser Portfolio erweitert und angepasst, damit Hersteller ihre Produkte rechtzeitig testen und neu qualifizieren können, bevor das Verbot in der EU vollständig greift. Zur Unterstützung des Qualifizierungsprozesses stellen wir technische Datenblätter und Zertifikate bereit. Bestehende PESU‑Spritzgießwerkzeuge können weiterverwendet werden.“ Die EU-Verordnung 2024/3190 deckt ausschließlich Materialien und Artikel in Kontakt mit Lebensmitteln ab – nicht Anwendungen in Kontakt mit Trinkwasser. Für den Einsatz in Filtrationsmembranen im Lebensmittelbereich ist Polysulfon vom Verbot ausgenommen und weiterhin erlaubt.

Ultrason ist der Markenname der BASF für ihr Sortiment an Polyethersulfon (Ultrason E), Polysulfon (Ultrason S) und Polyphenylsulfon (Ultrason P). Aus dem Hochleistungsthermoplast werden Wasserfiltrationsmembranen, stilvolle, langlebige und sichere Haushalts- und Cateringanwendungen sowie Leichtbauteile für die Automobil- und Luftfahrtindustrie hergestellt. Aufgrund ihres außergewöhnlichen Eigenschaftsprofils können die Ultrason-Marken Duroplaste, Metalle und Keramik in vielen Anwendungen ersetzen.

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