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Perfekte Farbe für die Dose

08.05.2015

Metallpartikel und andere Fremdkörper beschädigten oft Produktionsmaschinen bei einem Druckfarbenhersteller für Getränkedosen. Damit das nicht mehr passiert, installierte das Unternehmen mehrere Filter. Diese verhindern Machinenstörungen und reinigen sich auch noch selbst.

Inx International wurde 1992 gegründet und ist die amerikanische Niederlassung der Sakata Inx Corporation, einem japanischen Unternehmen, das bereits seit 1896 Druckfarben produziert. Als weltweit größter Hersteller von Dekordruckfarben für Metall wird die nach Kundenwünschen hergestellte Druckfarbe hauptsächlich zum Druck für die Außenseiten von Aluminiumdosen für Getränke und Bier eingesetzt. Nach einigen Problemen bei der Produktion ihrer Flüssigfarbenmischung stellete das Unternehmen fest, dass Verunreinigungen aus dem Herstellungsprozess in den Prozessstrom gelangten. Das unmittelbare Verunreinigungsrisiko könnte die teuren Geräte in der Produktion beschädigen. Deswegen wurde die Installation eines Filtersystems vorgesehen. „Eine proaktive Vorgehensweise bei der Filtrierung minimiert die Ausfallzeiten bei allen unseren nachgelagerten Produktionsgeräten“, erklärt Bill Black, Betriebsingenieur bei Inx International.

Da die Farbe in Batches hergestellt wird, suchte Inx nach einer Filterlösung, die sowohl Abfallmengen reduziert, als auch einen effizienteren Betrieb aufgrund von verbesserter Produktivität ermöglicht. Die neue Einheit musste benutzerfreundlich sein, damit diese bei Farbwechsel ohne größere Produktionsunterbrechungen auseinander genommen und gereinigt werden kann.

Maschinenstörungen verhindern

Um diese Probleme zu lösen, hat sich der Konzern für den selbstreinigenden Filter Self-Cleaning Russell Eco Filter von Russell Finex entschieden. Russell Finex spricht schon seit langem Herausforderungen in der Farben- und Lackindustrie an und bietet Lösungen, indem die umfangreichen Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den Kunden für die Auswahl eines geeigneten Flüssigkeitsfilters genutzt werden. In der Anlage sind sechs Filter eingesetzt, die sowohl eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Produktqualität spielen, als auch Maschinenstörungen entlang des Produktionsprozesses verhindern. Die Flüssigfarbenmischung wird dabei durch einen Filter mit einem 200µm-Filterelement zugeführt, um Metallpartikel und andere Fremdkörper zu entfernen.

Die Produktion in Charlotte, North Carolina, ist 4.200 m2 groß und wurde 2004 eröffnet. Hier werden Druckfarben zum Dekorieren von Metall zubereitet, die den Farbanforderungen des Kunden genau entsprechen. Die Druckfarbe wird rund um die Uhr und an sieben Tagen der Woche hergestellt. „Die gesamte Druckfarbe, die hier produziert wird, fließt durch die Russell-Eco-Filter“, so Black.

Verunreinigunsfreie Farbe für Coca-Cola

Die abgefüllte Farbe, die unter der Marke Inx International verkauft wird, wird in den USA und weltweit an die großen Hersteller von Aluminiumdosen wie Metal Container Corp., ein Teil von Anheuser-Busch, die Metal Beverage Packaging Division von Ball Corp., Rexam Beverage Can und Crown Cork & Seal Co., die Getränkedosen für Coca-Cola, Pepsi, Budweiser und Monster-Energiedrinks herstellen, verschickt. Rechnet man diese Produktionskapazität hoch, dann wird in dieser Anlage Druckfarbe für ungefähr 65 Prozent aller Dosen weltweit und für 100 Prozent aller Dosen in den USA produziert.

Der Self-Cleaning-Russell-Eco-Filter wird im eigenen Werk von Russell Finex hergestellt und ist eine selbstreinigende Einheit, die sich direkt in bestehende Leitung integrieren lässt und eine Alternative zu dem problematischen Handling mit Beutelfiltern und Kerzenfiltern darstellt. Mit Hilfe des einzigartigen Spiralabstreifdesigns bleiben die Filteröffnungen sauber und es wird eine optimale Filtrationseffizienz gewährleistet. Der Filter eliminiert häufige und arbeitsintensive Unterbrechungen vollständig.

Da die selbstreinigenden Filter rund um die Uhr arbeiten, werden vor allem der einfache Betrieb und die Fähigkeit, dass der Filter leicht durch den Nutzer zur Reinigung zwischen den Batches auseinandergenommen werden kann, von Betriebsingenieur Black wertgeschätzt. „Die Maschine lässt sich sehr einfach bedienen. Sie lässt ist leicht auseinanderzunehmen und zusammenzubauen, ganz ohne Werkzeuge“, sagt Black. Der Nutzer entnimmt das Filterelement und kann dann den Innenraum des Filters reinigen. Bei der Inbetriebnahme wird einfach das Ablassventil geöffnet, um so sämtliche Verunreinigungen auszuspülen.

Minimierte Filteroberfläche

Der Self-Cleaning-Russell-Eco-Filter ist in unterschiedlichen Größen für unterschiedliche Durchsatzraten erhältlich. Inx hat sich für eine Filterbauart mit kurzem Gehäuse entschieden, um die Filteroberfläche zu minimieren und kann so die Reinigungszeit der Einheit während des Farbwechsels reduzieren. „Unsere Materialien enthalten Lösungsmittel und sind sehr zähflüssig“, erklärt Black. „Wir messen unsere Farbe in Poise und nicht Centipoise – und dennoch leisten die Russell Filter, vom Motor bis zum Getriebe, gute Arbeit. Mit diesem Filter müssen in Bezug auf die Wartung keine präventiven Maßnahmen unternommen werden. Es ist ein richtig gutes, solides System.“

Inx behauptet sich auch weiterhin in der Industrie für Dekordruckfarbe – und die Vorteile des Filtersystems haben Black überrascht. „Insgesamt bin ich der Meinung, dass die Filter sehr gute Arbeit leisten. Ich weiß den guten Support vor Ort und die schnelle Lieferung von Ersatzteilen zu schätzen.“ Eine Erweiterung der Produktionsanlage in Charlotte ist bereits in Planung. Black ergänzt: „Ich denke also, dass wir weitere Russell-Filter hinzufügen werden, um die Reinheit der Farbe gewährleisten und die Betriebseffizienz verbessern zu können.“

Bildergalerie

  • Der Filter ist eine selbstreinigende Einheit, die sich direkt in bestehende Leitung integrieren lässt und eine Alternative zu dem problematischen Handling mit Beutelfiltern und Kerzenfiltern darstellt.

    Bild: Russell Finex

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