Die Motorspülung 6100 lässt sich in Ex-Bereichen der Zone 1 einsetzen.

Bild: Pepperl+Fuchs

Überdruckkapselung im Ex-Bereich Pepperl+Fuchs stellt größte Motorspülung vor

27.11.2019

Mit der Motorspülung 6100 ergänzt Pepperl+Fuchs die Reihe Bebco EPS und führt damit seine bislang größte Motorspülung ein. Sie kann Gehäuse mit bis zu 12,2 m3 Volumen spülen und eignet sich insbesondere für den Einsatz in der Chemie, Petrochemie sowie der Öl- und Gasindustrie.

Pepperl+Fuchs hat sein neues Überdruckkapselungs-/Spülsystem speziell für große Motoren oder Gehäuse in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt. Die Serie 6100 kann dabei bis zu 12,2 m3 große Gehäuse spülen. Bei ihr handelt es sich um ein vollautomatisches System, bei dem der Bediener keine Spülung oder Druckhaltung veranlassen muss.

Optional bietet die Serie 6100 Temperatursensoren, die um den Motor herum montiert werden können. Auf diese Weise sind eine Alarmmeldung oder Kühlung möglich. Zusätzlich gibt es einen automatischen Druckausgleich für den Fall eines übermäßigen Druckverlusts im Motor.

Bestandteile und Konfiguration des Spülsystems

Die Serie 6100 ist nach Atex und IECEx Zone 1 zertifiziert und verfügt über eine maximale Durchflussmenge von 14.000 l/min. Das System besteht aus Steuereinheit, Druckwächter, Niederdrucksensor und optionalen Temperatursensoren. Mithilfe der Steuereinheit kann der Benutzer das System in folgenden Punkten konfigurieren:

  • Motorgröße

  • Temperaturschaltpunkte

  • Druckschaltpunkte zur Leckagekompensation und Abschaltdruck

  • zusätzlicher Ausgang für Steuerung oder Alarm

  • zwei wählbare eigensichere Eingänge für verschiedene Aktionen

  • bis zu drei Temperatursensoreingänge, die verschiedene Punkte im Motorgehäuse überwachen können

Es ist ebenfalls möglich, die eigensichere Benutzeroberfläche in einem separaten Gehäuse in der Nähe eines Bedieners zu montieren. Dadurch hat dieser schnell Zugriff und kann das System einfach überwachen.

Weitere Eigenschaften

Der eigensichere Drucksensor kann einen Gehäuseinnendruck von 0 bis 25 mbar messen und anzeigen. Er lässt sich außen am Niederdruckbereich des Motors anbringen, um korrekte und sichere Motordruckmessungen durchzuführen.

Der Druckwächter EPV-6100 kann je nach Einstellung verschiedene Spülströme erkennen. Er sendet das Signal dann zurück an das Steuergerät, um den Spül-Timer zu starten. Es stehen fünf Durchflussraten zur Auswahl.

Weitere Merkmale des 6100er Systems sind System-Bypass sowie manuelles Ein- und Ausschalten des Gehäuses. Auch möglich sind eine Temperaturaktivierung der Spülung zu Kühlzwecken und eine verzögerte Abschaltung der Stromversorgung bei Druckverlust, um den Druck bei Abschaltvorgängen zu korrigieren.

Bildergalerie

  • Das neue Überdruckkapselungs-/Spülsystem von Pepperl+Fuchs

    Bild: Pepperl+Fuchs

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