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LEDs sind fester Bestandteil moderner Bildschirme, Lampen und anderer Geräte. Damit Sie die Übersicht behalten, hier kurz die Unterschiede der aktuellen LED-Technologien erklärt.

Bild: Unsplash, Justin Lane
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LED-Technik einfach erklärt OLED, QLED, Direct-LED: Das sind die Unterschiede

07.10.2020

Displays entwickeln sich stetig weiter. Aktuell gibt es dabei die Technologien Direct-LED, QLED und OLED. Wir erklären, was sich hinter den drei Begriffen verbirgt.

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Direct-LED, QLED, OLED – was bedeutet das eigentlich? Wir haben es für Sie kompakt in unserer Bildergalerie zusammengefasst:

Bildergalerie

  • Direct-LED: Einfache LED-Displays werden in der Regel vom Bildschirmrand (Edge-LED) her beleuchtet und bieten deshalb nicht deutlich mehr Kontrast als ein LCD. Mehr Kontrastfähigkeit schafft die Direct-LED-Technologie. Dabei sind die Leuchtdioden über das gesamte rückwärtige Panel gleichmäßig verteilt. Sie sorgen auf diese Art für eine konstante Ausleuchtung mit hohen Helligkeitswerten. In Verbindung mit der Local-Dimming-Technologie lassen sich sogar separate Bildschirmbereiche unterschiedlich hell beleuchten. Das hat zur Folge, dass zwischen dunklen und hellen Bildpartien ein besserer Kontrast möglich ist als bei normalen LED-Panels. Die Schwarzwerte sind deutlich intensiver, dadurch erhält das Displaybild viel mehr realistische Tiefe.

    Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0

  • QLED: Ein QLED-Display ist mit einer sogenannten Quantum-Dot-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet. Bei dieser Technologie verbirgt sich hinter dem LCD-Panel eine Schicht kleiner Nano-Kristalle: die Quantum Dots (auf dem Bild in Lösung). Jeder dieser kleinen Kristall-Dots emittiert entweder rotes, grünes oder blaues Licht, wenn er von der Hintergrundbeleuchtung angestrahlt wird. Dieses Licht wird dann zu den gleichfarbigen Bildschirmpixeln des Panels weitergeleitet. Ein QLED-Display kann den gesamten Farbraum nahezu korrekt, linear und mit hoher Brillanz wiedergeben. Durch das große Farbvolumen kann die Quantum-Dot-Technik auch bei sehr hellen Bildern noch satte Farben und einen ordentlichen Schwarzwert bei einem guten Betrachtungswinkel liefern.

    Bild: Wikimedia, Ilja / CC BY-SA 3.0

  • OLED: Die Technik eines OLED-Displays beruht auf selbstleuchtenden Dioden. Dagegen benötigen LED- und QLED-Displays sogenannte Backlights als Lichtquelle. Die organischen Leuchtdioden lassen sich über eine Schaltmatrix einzeln ansteuern. Dies ermöglicht bei der Bilddarstellung echte Schwarzwerte, da die OLEDs einzeln abgeschaltet werden können. Darüber hinaus liefern diese Displays sehr hohe Farbreinheit und Bildqualität bei einem breiten Betrachtungswinkel. Durch die schnellen Reaktionszeiten lassen sich scharfe Bewegtbilder in sehr guter Bildqualität problemlos wiedergeben. Zudem sind OLED-Displays besonders schlank und energieeffizient. Sie lassen einfach entsorgen und hinterlassen weniger Schadstoffe als LCD-Panles.

    Bild: Wikimedia, Bin im Garten / CC BY-SA 3.0

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