Der Sauerstoffsensor VisiFerm mA verfügt über eine ATEX-Zulassung und soll die negativen Auswirkungen von Sensoralterung, Temperatur und Fotobleichung mindern.

Bild: Hamilton

Optische Sensoren Neuer Sauerstoffsensor muss seltener kalibriert werden

12.09.2019

Hamilton hat mit dem VisiFerm mA die nächste Generation seiner optischen Sauerstoffsensoren vorgestellt. Er soll mit 80 Prozent weniger Kalibrierungen auskommen, ohne an Messgenauigkeit einzubüßen.

Optische Sauerstoffsensoren werden meistens nach jeder Charge kalibriert, um kostspieligen Messabweichungen vorzubeugen. Faktoren wie das Alter des Sensors, die Temperatur oder mögliche chemische oder physikalische Beschädigungen tragen jedoch zum relativen Fehler einer Messung bei. Algorithmen zur Begrenzung von Alterungs- und Temperaturfehlern lassen sich daher nur begrenzt anwenden.

Hamilton hat deshalb nach Lösungen gesucht, den negativen Einfluss von SIP/CIP und Fotobleichungen zu überwinden; häufige Kalibrierungen und unnötige Abweichungsberichte sollten verringert werden. Das erforderte Änderungen am Sensor- und Kappendesign. „Wir konnten beide Schlüsselkomponenten verbessern und sind nun stolz, den VisiFerm mA präsentieren zu können“, berichtet Jahir Kololli, Senior Product Manager im Bereich Prozessanalytik bei Hamilton Bonaduz. Ihm zufolge kommt der neue Sensor mit 80 Prozent weniger Kalibrierungen aus.

Mikrotransmitter sagt Lebensdauer voraus

Ein weiterer Vorteil der VisiFerm-Sensoren ist laut Hamilton der integrierte Mikrotransmitter. Er dient dazu, Signalstörungen zu beseitigen und die Lebensdauer von Sensor und Kappe sowie Kalibrierungen und Fehlerdiagnosen vorherzusagen. Dies lässt sich in einem kontrollierten Labor oder auch at-line durchführen. Zudem vereinfacht die automatische Berichterstattung die Dokumentation.

VisiFerm-Sensoren können so konfiguriert werden, dass sie die Anforderungen im GMP-Umfeld erfüllen. Der VisiFerm mA etwa ist mit verschiedenen elektrischen Anschlüssen, Sensorkappen, Firmware-Versionen und ATEX-, FDA- und USP-Class-VI-Zertifikationen erhältlich, wobei das Messprinzip bei allen Modellen identisch ist. Dadurch soll unabhängig von der jeweiligen Anwendung eine gleichbleibende Leistung und Zuverlässigkeit sichergestellt werden.

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  • Die Abweichungstoleranz gängiger ODO-Kappen (dunkelblau) könnte bereits nach zwei Produktionszyklen überschritten werden. Die neuen ODO-Kappen (hellblau), die für den VisiFerm mA entwickelt wurden, sollen bis zu 13 Zyklen ermöglichen, bevor der Sensor kalibriert werden muss.

    Bild: Hamilton

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