Mit den neuen Sicherheitsschränken von Asecos lassen sich die Akkus während der Lagerung aufladen.

Bild: Pixabay, Manuchi

Entzündliche Energiespeicher Neue Schrankserie zur Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus

26.06.2019

Da Lithium-Ionen-Akkus leichtentzündlich und hochreaktiv sind, müssen sie bei der Lagerung wie ein Gefahrstoff behandelt werden. Gerade wenn ein Betrieb viele solcher Energiespeicher lagert, können von ihnen große Risiken ausgehen. Asecos hat nun eine neue Serie Sicherheitsschränke entwickelt, mit der sich die Akkus sicher lagern lassen.

E-Bikes, Akkuschrauber, elektrische Gartengeräte – sie alle brauchen Strom. Lithium-Ionen-Akkus spielen dadurch eine immer wichtigere Rolle. Um den nötigen Schutz bei ihrer Lagerung zu bieten, hat Asecos die Ion-Line entwickelt, eine Typ-90-Schrankserie zur aktiven oder passiven Lagerung neuer oder gebrauchter Akkus und Batterien der mittleren Leistungsklasse (nach VdS 3103: 2016-05 (2)). Aktive Lagerung bedeutet, dass die Akkus im Schrank je nach Ausführung nicht nur sicher gelagert, sondern gleichzeitig auch geladen werden können.

Brandschutz von innen und außen

Die Lithium-Ionen-Sicherheitsschränke gewährleisten einen zweifachen Schutz: Sie bieten die von Asecos gewohnten 90 min Feuerwiderstandsfähigkeit von außen nach innen. Das heißt, sollte außerhalb des Schrankes ein Brand entstehen, sind die Akkus im Inneren vor dem Überhitzen geschützt. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass sich die Akkus nicht infolge eines Gebäudebrands spontan entzünden, instabil werden oder explodieren.

Neu ist ein zusätzlicher 90-minütiger Brandschutz von innen nach außen mit Warnfunktion. Denn ein besonders großes Risiko besteht, sobald Batterien außerhalb der Arbeitszeit unbeaufsichtigt geladen werden.

Integrierte Löschfunktion

Bei dem mehrstufigen Warn- und Brandunterdrückungssystem im Schrankinneren warnt in erster Instanz ein akustisches und optisches Signal den Nutzer, sobald eine Temperatur von über 50 °C im Schrankinneren festgestellt wird. Die nächste Alarmierung erfolgt, sobald im Schrankinnenraum Rauchentwicklung zu vernehmen ist.

Zusätzlich zu optischem und akustischem Alarm am Schrank kann das Alarmsignal über einen potentialfreien Schaltkontakt an die Gebäudeleittechnik weitergeleitet und eine befugte Person informiert werden. Diese Alarmstufe lässt bereits frühzeitig ein größeres Gefahrenpotenzial erkennen.

Wird zusätzlich zur Rauchentwicklung ein Temperaturanstieg auf über 70 °C ermittelt, erfolgt die letzte Alarmierung. Die rote LED-Warnleuchte am Schrank schaltet von Dauerlicht auf Blinklicht und der Alarmton steigert sich auf ein schnelles Tonintervall. Jetzt löst auch das Brandunterdrückungssystem im Schrankinneren aus. Denn die Kombination aus beiden Indikatoren – Rauch und starke Hitze – deuten auf einen Brand hin. Löschpulver verteilt sich gleichmäßig im gesamten Schrankinnenraum und unterdrückt das Brennen der Batterien.

Als weitere Schutzmaßnahmen schalten sich zeitgleich die Steckdosenleisten im Schrankinneren sowie die technische Entlüftung ab. Mitarbeiter können somit sicher evakuiert und weitere Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Zusätzliche Sicherheitsprüfungen

Für den Brandschutz von innen nach außen sind zusätzliche Prüfungen in Anlehnung an die EN 1363-1 sowie nach dem DIBt-Entwurf Grundsätze für Prüfung und Beurteilung des Feuerwiderstandes von Brandschutzgehäusen für Verteiler für elektrische Leitungsanlagen – Brand von innen erfolgt. Wie alle Typ-90-Schränke von Asecos ist auch die Ion-Line für den Brandschutz von außen nach innen gemäß DIN EN 14470-1 geprüft und entspricht den aktuell gültigen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 510).

Bildergalerie

  • Ein Schrankmodell der Ion-Line mit geöffneter Tür. Die Serie bietet einen neuen 90-minütigen Brandschutz von innen nach außen mit Warnfunktion.

    Bild: Asecos

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