Leichteste Rheinweinflasche Europas

Neue Leichtglasflasche und Mehrwegsystem für die Weinbranche

Die neue 350-g-Leichtweinflasche (links) und die Mehrweg-Rheinweinflasche (rechts) von Vetropack – beide in Olive, seit Frühjahr 2026 in Österreich erhältlich.

Bild: Vetropack
11.06.2026

Vetropack hat die leichteste Rheinweinflasche Europas entwickelt: 350 g, 80 Prozent Recyclingglas, 13 Prozent weniger CO2 je 100 km Transport. Parallel startet in Österreich eine Mehrweg-Pool-Lösung mit bis zu 90 Prozent CO2-Einsparung entlang der Wertschöpfungskette.

Vetropack schafft neue Wege für mehr Umweltfreundlichkeit in der österreichischen Weinbranche – mit zwei Lösungsansätzen: Der Glasverpackungshersteller hat die klassische 0,75-Liter-Rheinweinflasche technisch weiterentwickelt und ihr Gewicht bei gleichbleibenden Abmessungen signifikant reduziert. Mit nur noch 350 g handelt es sich derzeit um die leichteste Rheinweinflasche in Europa. Zeitgleich unterstützt Vetropack das neu in Österreich eingeführte Mehrweg-Weinflaschensystem mit einer ebenfalls neu entwickelten Mehrweg-Rheinweinflasche.

Die Vorteile für Weinabfüller sind vielfältig: Das geringere Flaschengewicht reduziert den CO2-Ausstoss entlang der gesamten Lieferkette – von der Produktion über den Transport bis zur Distribution. Gleichzeitig ergeben sich Einsparungen bei Material- und Logistikkosten sowie bei Lizenzentgelten. Besonders relevant ist dies auch für Exportmärkte mit Gewichtsbeschränkungen bei Glasverpackungen. Die regionale Produktion in Österreich trägt zusätzlich zu verkürzten Transportwegen und einer verbesserten Umweltbilanz bei. Zudem besteht die leichte Flasche zu rund 80 Prozent aus recyceltem Glas. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Rheinweinflasche verursacht das Leichtgewicht auf 100 km Transportweg 33 g oder 13 Prozent weniger CO2.

Mit dieser deutlich leichteren Rheinweinflasche setzt Vetropack einen neuen Branchenmassstab: Die Flasche in der vertrauten Form spart erheblich Gewicht ein – ohne Kompromisse bei Stabilität und Funktionalität. Seit April 2026 ist die neue Rheinweinflasche in den Farben Olive und Cuvée verfügbar.

Umfassend getestet und erprobt

Die Entwicklung begann im dritten Quartal 2025. Dank der ausgeprägten Designkompetenz des Unternehmens folgten der Konstruktionsphase rasch umfassende Tests, darunter Impact-Prüfungen mit dem Inline-Sensor ShockQC. Im Februar 2026 produzierte Vetropack eine erste grössere Charge, die bei ausgewählten Großabfüllern getestet wurde – mit durchweg positiven Resultaten. „Die Reduktion auf 350 g bei einer 750-ml-Rheinweinflasche ist technologisch anspruchsvoll. Entscheidend war, gemeinsam mit unseren technischen Teams eine Lösung zu entwickeln, die sowohl den mechanischen Anforderungen der Abfüll- und Logistikprozesse unserer Kunden gerecht wird als auch optisch überzeugt“, erklärt Harald Geist von Vetropack. „Die Tests bestätigen, dass wir dieses Ziel erreicht haben.“

Mehrweg-Pool-Lösung

Nahezu zeitgleich geht nach zweijähriger Entwicklungsphase in Österreich die Pool-Lösung für Mehrwegweinflaschen an den Start. Federführend koordiniert das Österreichische Ökologieinstitut das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Winzern und wichtigen Stakeholdern. Vetropack produziert die neuen Mehrweg-Rheinweinflaschen bereits am Standort Pöchlarn – die Flasche ist seit dem Frühjahr 2026 in Olive für alle Betriebe erhältlich, die an der Pool-Lösung teilnehmen. Das Pool-Management liegt bei der Genossenschaft Deutscher Brunnen.

„Mit der Pool-Lösung steht interessierten Winzern erstmals eine formschöne Mehrwegweinflasche zur Verfügung, die für den Ab-Hof-Verkauf oder den Einsatz auf Green Events besonders geeignet ist“, kommentiert Harald Geist das neue System. „Neben einer CO2-Einsparung von bis zu 90 Prozent entlang der Wertschöpfungskette profitieren Anwender zudem von standardisierten Prozessen, etwa bei Reinigung und Logistik.“ Mit einer Höhe von 340 mm ist die Flasche für logistische Effizienz optimiert und bis zu vier Lagen stapelbar. Ein vierfach umlaufendes Mehrweg-Relief stellt sicher, dass die Flasche immer eindeutig identifizierbar bleibt. Zudem wurde in Österreich erstmals eine Mehrweg-Weinflasche mit BVS-Mündung realisiert. Die verstärkte, eigens entwickelte Mündung gewährleistet die notwendige Robustheit für Mehrwegzyklen und industrielle Abfüllprozesse. Erste Marktteilnehmer nutzen das System bereits; zudem stößt die Lösung auch in benachbarten Ländern auf Interesse. Eine passende Sechser-Kiste kommt voraussichtlich im Juli auf den Markt.

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