Ein technischer Mitarbeiter überwacht die Produktion der Dispersionspulver in der Messwarte.

Bild: Wacker Chemie

Neuer Sprühtrockner in Betrieb genommen Neue Anlage für Dispersionspulver

03.09.2019

Wacker Chemie hat nach 20-monatiger Bauphase einen neuen Sprühtrockner zur Herstellung von Dispersionspulvern im südkoreanischen Ulsan in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der Standorterweiterung, mit der das Unternehmen seine Produktionskapazitäten für Dispersionen und Dispersionspulver in Asien weiter ausbaut.

Wacker liefert als Hersteller von polymeren Dispersionen und Dispersionspulvern Bestandteile für die Herstellung von Baustoffen. Speziell in Asien boomt die Bauindustrie. Entsprechend steigt auch die Nachfrage nach energieeffizienten Baulösungen.

Deshalb investiert der Konzern in die Region und baut seine Produktionskapazitäten für Dispersionen und Dispersionspulver in Südkorea aus. Mit der Inbetriebnahme des neuen Sprühtrockners hat das Unternehmen nun einen wichtigen Meilenstein bei der Erweiterung seines Standorts in Ulsan erreicht.

Mehrere Projekte in Ulsan

Wacker produziert in Ulsan bereits Dispersionen auf Basis von Vinylacetat-Ethylen-Copolymeren (VAE). Im neuen Sprühtrockner werden aus Dispersionen Dispersionspulver hergestellt: Die flüssigen Dispersionen werden mittels eines Zerstäubers in einen Heißgasstrom geleitet und so zu einem feinen Pulver getrocknet.

Die Gesamtkapazität der neuen Anlage beträgt 80.000 Jahrestonnen. Damit ist der Sprühtrockner zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung einer der zwei größten seiner Art weltweit. Die zweite Anlage mit dieser Kapazität steht am Wacker-Standort Burghausen. Durch den neuen Sprühtrockner entstehen in Ulsan rund 50 neue Arbeitsplätze.

Neben dem Sprühtrockner wird in Ulsan ein weiterer Reaktor für VAE-Dispersionen errichtet, die als Rohstoff zur Produktion polymerer Dispersionspulver benötigt werden. Der Reaktor soll im ersten Quartal 2020 in Betrieb genommen werden. Die Investitionssumme für den kompletten Anlagenkomplex, der die gesamte Produktionskette von VAE-Dispersionen bis zu Dispersionspulvern abdeckt, beträgt rund 65 Millionen Euro.
„Unsere Bindemittel verbessern die Eigenschaften von Baustoffen und ermöglichen ein ressourcenschonendes Bauen“, sagt Peter Summo, Leiter des Geschäftsbereichs WackerPolymers. „Mit unserer neuen Anlage in Ulsan bedienen wir den wachsenden Markt in Asien und verkürzen zudem unsere Lieferwege und damit auch die Lieferzeiten.“

Bindemittel für die Bauindustrie

Die Dispersionspulver, die Wacker in Ulsan produziert, gehören zur Vinnapas-Familie. Im neuen Sprühtrockner entstehen beispielsweise die Produkte Vinnapas 5010 N und Vinnapas 5044 N. Diese Bindemittel werden in der Bauindustrie zum Beispiel zur Formulierung von Fliesenklebern, mineralischen Putzen, Selbstverlaufsmassen, energiesparenden Wärmedämmverbundsystemen, Bauklebern, Spachtelmassen und Fugenfüllern benötigt.

„Mit der Erweiterung unserer Produktionskapazitäten stärken wir den Wirtschaftsstandort Ulsan und stellen sicher, dass wir auch in Zukunft die erste Anlaufstelle für regionale Baustoffproduzenten sind, die ihre Produkte mit Dispersionspulvern optimieren wollen“, sagt Dal-Ho Cho, Leiter der Landesgesellschaft Wacker Chemicals Korea.

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