Analog Devices arbeitet ab sofort mit First Sensor zusammen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam Lidar-Produkte für Anwendungen in der Automobil- und Industriefertigung zu entwickeln.

Bild: Analog Devices

Analog Devices kooperiert mit First Sensor Mit Lidar schneller zum autonomen Fahren

10.07.2019

Analog Devices und First Sensor wollen künftig gemeinsam Produkte entwickeln, die die Einführung autonomer Sensorik für unbemannte sowie Luft- und Unterwasserfahrzeuge beschleunigen. Das umfasst unter anderem Bereiche wie das Transportwesen, die intelligente Landwirtschaft oder die industrielle Fertigung.

Im Rahmen der Zusammenarbeit entwickeln die beiden Unternehmen Lösungen, die die Lidar-Signalkette verkleinern, um eine höhere Systemleistung zu ermöglichen und die Abmessungen, das Gewicht sowie den Strombedarf und die Kosten zu reduzieren. Damit erfüllen sie aktuelle Anforderungen von Herstellern, die Sensorik und Wahrnehmungstechnik in ihre autonomen Sicherheitssysteme integrieren. Die Unternehmen planen die Entwicklung zusätzlicher Lidar-Produkte für Anwendungen der Automobil- und Industriefertigung.

„Der erste Schritt bei unserer Zusammenarbeit ist die Verbesserung unserer Transimpedanzverstärker (TIAs) mit den Avalanche-Fotodioden (APDs) von First Sensor, um Kunden leistungsfähigere und effiziente Lidar-Lösungen anbieten und die Markteinführung von Lidar-Systemen in den autonomen Transportmarkt besser unterstützen zu können“, sagt Stewart Sellars, General Manager Lidar bei Analog Devices (ADI).

Grundrauschen und Bandbreite als wesentliche Parameter

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt Analog Devices Sensortechnologie für die Transportsicherheit. Zu den jüngsten Entwicklungen gehören mehrkanalige TIAs, die speziell darauf ausgelegt sind, Fotostrom mit großem Dynamikbereich in niederohmige Spannungssignale umzuwandeln.

First Sensor verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung bei der Herstellung von Lidar-APDs, die in ihrer Eigenschaft als hochempfindliche Detektorarrays Licht in Fotostrom umwandeln. Die verbesserte Verbindung zwischen den APDs und TIAs ist entscheidend, da sie das Grundrauschen und die erreichte Bandbreite wesentlich beeinflusst. Verbesserungen bei diesen beiden Parametern führen direkt zu Lidar-Systemen, die Objekte mit größerer Reichweite und höherer Präzision erkennen können.

Veränderte Kundenanforderungen

„Der Markt für Lidar-Systeme wird zunehmend reifer, wobei die Kunden eine verstärkte Ausrichtung auf die Implementierung wirtschaftlich und technisch kompatibler Lösungen erwarten“, sagt Dr. Dirk Rothweiler, CEO von First Sensor. Die Anpassung von APDs und TIAs aneinander sei deshalb ein logischer nächster Schritt in dieser Entwicklung. „Durch die Erweiterung unserer Zusammenarbeit mit Analog Devices profitieren unsere Kunden von einer besseren Lidar-Empfängerleistung.“

Evaluierungsboards zum Testen

Lidar ist ein Wachstumstreiber für First Sensor. Das Unternehmen stellt sich auf die Anforderungen der Serienproduktion mit Vorwärtsintegration und einer beschleunigten Kosten-Roadmap im Rahmen seiner Strategie für profitables Wachstum ein. First Sensor und Analog Devices werden jeweils ein gemeinsames Evaluierungsboard anbieten, mit dem Systemhersteller die kombinierte Lösung testen können.

Die Kooperation mit First Sensor kennzeichnet ADIs nächste Phase bei der Implementierung seiner Strategie für Lösungen für das autonome Fahren: Drive360. Das Drive360-Technologieangebot nutzt die Kernkompetenzen des Unternehmens bei Hochleistungs-MEMS-, HF-/Millimeterwellen- und Photonik-/Optiktechnologien. Dies erlaubt ADI, der Automobilindustrie ganzheitliche Sensorlösungen für hochautomatisiertes und autonomes Fahren anzubieten.

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