Peter Manke ist geschäftsführender Gesellschafter von Ystral Maschinenbau + Processtechnik. Das Unternehmen aus Ballrechten-Dottingen bei Freiburg projektiert, konstruiert und fertigt hocheffiziente Misch-, Dispergier- und Pulverbenetzungsmaschinen sowie Prozessanlagen.

Bild: Ystral

Kommentar Maschinen kann doch jeder

08.10.2019

Das Unternehmen, das groß werden will, muss auffallen. Dem war sich Ystral schon immer bewusst. Das Unternehmen hatte deshalb schon früh den Wunsch, mehr als nur kleine Maschinen zu bauen – und hat sich dafür ins Zeug gelegt.

Peter Manke war mit diesem Beitrag im P&A-Kompendium 2019 als einer von 100 Machern der Prozessindustrie vertreten. Alle Beiträge des P&A-Kompendiums finden Sie in unserer Rubrik Menschen .

Machen wir uns nichts vor: Maschinenbauer gibt es in Deutschland reichlich. 6.500 Unternehmen erwirtschaften einen Umsatz von 233 Milliarden Euro und beschäftigen mehr als eine Million Menschen. Und wenn es um die Produkte geht, die sie erfinden, fertigen und verkaufen, findet man sich schließlich in einem globalen Wettbewerb um langlebige Investitionsgüter. Sogar in dem Segment, in dem wir von Ystral uns bewegen – der Misch- und Dispergiertechnik –, gibt es ein Gros an Anbietern. Wer da auffallen will, muss sich ins Zeug legen – oder besonders sein.

Wir haben uns ins Zeug gelegt und sind so zu etwas Besonderem geworden. Inhaltlich haben wir uns dabei ein ganzes Stück von unseren Anfängen entfernt. Wir sind heute kein reiner Maschinenbauer mehr. Natürlich entwickeln, produzieren und verkaufen wir immer noch Maschinen.

Doch darüber hinaus sind wir das Unternehmen geworden, das über ein tiefes und fundiertes Prozesswissen verfügt. So helfen wir unseren Kunden, besser zu werden. Wir steigern die Effizienz, wir ermöglichen eine zuverlässigere Top-Qualität und wir wissen, wie man komplexe Produktionsabläufe vereinfacht.

Über das Problemlösen hinaus

Mit uns an einem Projekt zu arbeiten, ist immer eine einzigartige Erfahrung. Das liegt daran, dass wir eben nicht nur mit dem Ziel, etwas zu verkaufen, an eine Aufgabe gehen. Wir suchen den Weg, etwas zu verbessern. Wir durchleuchten Prozesse, bringen unsere fachliche Expertise ein und schöpfen so Potenziale aus, von denen unsere Kunden gar nicht wussten, dass es sie gibt. Unsere Kunden kommen mit einem Problem. Wir finden nicht nur die Lösung, sondern schauen auch darüber hinaus.

Früher haben wir kleine Maschinen gebaut. Ein mal ein Meter breit, etwas schwerer als ein Kühlschrank. Doch dann reifte in uns die Erkenntnis, mehr das große Ganze im Blick zu haben. Wir wollten nicht nur den eigentlichen Misch- und Dispergiervorgang betrachten, sondern alles, was rundherum passiert analysieren, verstehen und schließlich verbessern.

Diese Leidenschaft, dieser Durst nach Wissen, hat sich in unserer DNA verankert. Unsere Mitarbeiter müssen nicht groß motiviert werden, um nach neuen Lösungen in komplexen Prozessketten zu suchen. Es ist einfach das, was wir tun. Das, was wir vielleicht ein kleines bisschen mehr wollen. So ist es zu dem Faktor geworden, der uns so speziell macht.

Verfahrenstechnik als Ganzes verstehen

Heute verstehen wir, wie Behälter beschaffen sein müssen, wie man Pulver oder Flüssigkeiten optimal zuführt, wie man die weiteren Produktionsschritte ideal einbindet, wie man stets hygienisch und sicher produziert. Aus den kleinen Maschinen sind komplexe Anlagensysteme geworden, mit denen man ganze Fabrikhallen füllen kann. Wir von Ystral verbinden das, was man sonst von mehreren Anbietern bekommt. Wir verstehen verfahrenstechnische Komponenten, gestalten Prozesse, realisieren individuelle Anlagen und Maschinen und beraten unsere Kunden so vom ersten bis zum letzten Schritt.

Dafür braucht es ein Grundvertrauen der Kunden in unsere Fähigkeiten. Auch das haben wir uns über die Jahre hart erarbeitet, müssen es uns aber täglich neu verdienen. Der Wille, immer eine Lösung zu haben, ist das, was die 270 Menschen, die bei Ystral arbeiten, eint.

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