Die Anzahl der gemeldeten Schwachstellen in industriellen Steuerungssystemen stieg von 2017 bis 2018 um über 224 Prozent an.

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Joint Venure für Industriesicherheit Lösungen für die sichere Smart Factory

13.11.2019

Trend Micro stellte Sicherheitslösungen für die Smart Factory vor, die eine verbesserte Transparenz und Schutz für industrielle Steuerungssysteme ermöglichen sollen. Die Lösungen sichern alle Schichten der Industrie 4.0 ab und mindern das wachsende Risiko von Cyberangriffen. Sie wurden von TXOne Networks entwickelt, dem Joint Venture in dem Trend Micro und Moxa ihr gemeinsams Know-how von zur Absicherung von Industrieanlagen vereinen.

Gartner sagt voraus, dass im Jahr 2021 rund 49 Milliarden IoT-Geräte weltweit mit dem Internet verbunden sein werden und diese Zahl auf absehbare Zeit weiter steigen wird. Selbst wenn nur ein sehr begrenzter Prozentsatz dieser Geräte Industrial-IoT-Geräte sind, die industrielle Prozesse wie in der Fertigung steuern oder überwachen, wird ihre bloße Anzahl und die Verbreitung von IIoT höchstwahrscheinlich zu einer Zunahme von Sicherheitsvorfällen führen.

Ein Beleg für dieses wachsende Risiko ist die Anzahl der gemeldeten Schwachstellen in industriellen Steuerungssystemen, die von 2017 bis 2018 um über 224 Prozent angestiegen ist. Herkömmliche Sicherheitslösungen sind nicht für die Absicherung dieser Umgebungen konzipiert, weshalb Trend Micro einen neuen Ansatz verfolgt.

„Im Wettlauf um den Ausbau vernetzter industrieller Umgebungen werden Sicherheitslücken geschaffen, die weder IT- noch OT-Teams managen können“, berichtet Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro.

„Wir wissen, dass Sicherheitslösungen anders aufgebaut sein müssen, um in diesem Umfeld effektiv zu arbeiten. Unsere neuen Produkte sind für die Industrie 4.0 konzipiert und basieren auf der 30-jährigen Erfahrung und der globalen Bedrohungsanalyse von Trend Micro, um bestmöglichen Rundumschutz zu bieten. Unsere Motivation ist es, unseren Kunden die Gewissheit zu geben, dass sie in ihren Smart Factories über alle Ebenen und neuen Anbindungen hinweg abgedeckt sind.“

Neue Lösungen vom Joint Venture

Zwei neue Lösungen zur Verringerung von Cyberrisiken in vernetzten industriellen Umgebungen sind nun verfügbar. Sie wurden von TXOne entwickelt, dem Joint Venture aus Trend Micro und Moxa, in dem Trend Micro Mehrheitsseigner ist. Diese sind eine Industrial Firewall und ein Intrusion-Prevention-System, EdgeFire und EdgeIPS, die die Risiken aus unsicheren Kommunikationskanälen begrenzen und vor Ausnutzung von Schwachstellen schützen sollen.

Darüber hinaus sorgt eine Security-Management-Konsole für Transparenz über installierte OT-Geräte. Die OT Defense Console ist mit der Industrial Firewall und dem IPS verbunden und kann so IT-Verantwortlichen helfen, den Ursprung von Angriffen zu identifizieren.

Zudem hat Trend Micro zwei bestehende Produkte verbessert, damit sie mit den neuen Lösungen integriert werden können. Die erste, Trend Micro Safe Lock TXOne Edition, zielt darauf ab, universell einsetzbare Betriebssysteme wie Windows und Linux zu schützen, indem sie verhindert, dass Malware und nicht autorisierte Programme ausgeführt werden, einschließlich solcher von USB-Laufwerken. Zweitens erhält Trend Micro Portable Security 3 ein Update zur Bereinigung von Malware-Infektionen in ICS-Umgebungen.

Der Nutzen dieser neuen Smart-Factory-Lösungen kann erhöht werden, wenn sie in einem mehrschichtigen Sicherheitsansatz zusammen mit den bestehenden Lösungen von Trend Micro für Hybrid-Cloud-Sicherheit und Netzwerkabwehr eingesetzt werden. Zusammen separat erhältlich diese Sicherheitslösungen Angriffe auf Smart Factories besser verhindern und erkennen.

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