Sicherheit für vernetzte Produktionsumgebungen

Kuka ist erster Robotikhersteller mit Security-Level-2-Zertifizierung

Softwaregetriebene Steuerung soll die Automatisierung auf das nächste Level bringen.

Bild: Kuka
21.07.2026

Mit der steigenden Digitalisierung wachsen auch die Anforderungen an Sicherheit und Normkonformität. Kuka hat eine Lösung: Mit Betriebssystem iiQKA.OS2 und der KR-C5-Steuerungsplattform erreicht das Robotersystem Security Level 2 nach IEC 62443-4-2 und erfüllt bereits die Anforderungen der Regulation (EU) 2024/2847 Cyber Resilience. Außerdem erfüllt es vollständig die Anforderungen der EN ISO 10218-1:2025 – ein entscheidender Meilenstein für sichere, zukunftsfähige Automatisierung.

Die zunehmende Vernetzung industrieller Produktionssysteme verändert die Anforderungen an die Automatisierung grundlegend. Wo früher vor allem funktionale Sicherheit im Fokus stand, müssen heute auch digitale Steuerungsprozesse, Datenflüsse und Kommunikationsschnittstellen zuverlässig geschützt werden. Genau hier setzt iiQKA.OS2 an und verbindet Cybersecurity und Performance in einer gemeinsamen Plattform.

Robotersystem mit integrierter industrieller Cybersecurity

Kuka wurde als erster Robotikhersteller mit seinen iiQKA.OS2-Robotersystemen für Security Level 2 nach IEC 62443-4-2 zertifiziert. Damit will Kuka einen neuen Maßstab für die Absicherung vernetzter Produktionsumgebungen setzen und adressiert damit gezielt die Herausforderungen vernetzter Produktionsumgebungen – von kontrollierten Zugriffen bis hin zu geschützter Kommunikation. Gerade für Unternehmen, die ihre Automatisierungslösungen bewusst selbst hosten und kontrollieren, ist Cybersecurity damit bereits ein integraler Bestandteil der Wertschöpfung.

„Mit iiQKA.OS2 schaffen wir die Grundlage für eine neue Generation industrieller Automatisierung: intuitiver, vernetzter und sicherer“, sagt Marc Steigerwald, Strategic Program Manager bei Kuka. „Product Security Level 2 ist dabei ein wichtiger Schritt. Denn Cybersecurity ist heute kein Zusatzthema mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für robuste, zukunftsfähige Produktionssysteme.“

Zusätzlich erfüllen die Roboter-Systeme von Kuka mit iiQKA.OS2 die Anforderungen der EN ISO 10218-1:2025 sowie heute schon die Anforderungen der neuen Regulation (EU) 2023/1230 for Machinery and related products und bietet damit zukunftssicher eine normkonforme Basis für industrielle Anwendungen. Sicherheitsfunktionen wie Normal Stop, Restart Interlock sowie die Überwachung aller Achsen sorgen dafür, dass Produktionssysteme nicht nur effizient, sondern auch zuverlässig, sicher und regelkonform betrieben werden können – eine essenzielle Voraussetzung für neue Maschinenkonzepte und regulatorische Anforderungen weltweit.

Mehr Performance für softwaregetriebene Steuerung

Gleichzeitig überzeugt iiQKA.OS2 in Kombination mit der neuen Steuerungsfamilie KR C5 für iiQKA.OS2 durch eine leistungsfähige, moderne Systemarchitektur. Die verbesserte Systemarchitektur sorgt für eine intuitivere Bedienung, effizientere Abläufe und eine höhere Performance gegenüber bisherigen Steuerungsgenerationen. Damit wird die Software zum zentralen Treiber produktiver und flexibler Automatisierung.

Kuka baut die strategische Rolle von iiQKA.OS2 als zukunftsweisende Plattform für die Robotik weiter aus. Das Betriebssystem verbindet die langjährige Erfahrung der Kuka System Software mit modernen Technologie-Stacks, einer webbasierten Benutzeroberfläche und einer skalierbaren Architektur. Es wurde entwickelt, um Roboter einfacher zu bedienen, Engineering-Prozesse zu beschleunigen und Automatisierung über verschiedene Branchen und Anwendungen hinweg zugänglicher zu machen.

Ebenso entscheidend: Die enge Verzahnung mit der Engineering-Plattform iiQWorks hebt die Effizienz im gesamten Automatisierungsprozess auf ein neues Niveau. Während iiQKA.OS2 die sichere und performante Laufzeitumgebung bereitstellt, ermöglicht iiQWorks die durchgängige Planung, Simulation und Inbetriebnahme – digital und unabhängig von physischer Hardware.

Digitaler Zwilling als neues Fundament des Engineerings

Mit iiQWorks bietet Kuka eine zentrale Plattform für Konfiguration, Simulation und Offline-Programmierung und schafft damit die Grundlage für durchgängige digitale Engineering-Prozesse. Herzstück ist iiQWorks.Sim, das die Planung, Programmierung und Validierung von Roboterzellen bereits vor der Inbetriebnahme ermöglicht. Ergänzt wird die Plattform durch den KI-gestützten iiQWorks.Copilot, der Engineering-Aufgaben vereinfacht und Anwender im täglichen Workflow unterstützt.

Durchgängiges Ökosystem

Kuka baut die strategische Rolle von iiQKA.OS2 als zukunftsweisende Plattform für die Robotik weiter aus. In Kombination mit iiQWorks entsteht ein durchgängiges Ökosystem aus sicherer Laufzeitumgebung und leistungsfähigem Engineering-Framework. Die Verbindung aus Normkonformität, Cybersecurity, Performance und digitalem Zwilling schafft die Grundlage für eine neue Generation von Automatisierungslösungen – integrierter, skalierbarer und konsequent digital gedacht.

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