Die Etherline Access Switches für Profinet gehören zu den kleinsten auf dem Markt und so kompakt, dass sie selbst in dezentrale Maschinenschaltschränke passen.

Bild: Lapp

Ethernet-Switches für Profinet Kompakte Lotsen der Kommunikation

03.09.2020

Wer Switches für sein industrielles Netzwerk anschafft, achtet neben Leistungsdaten wie Gbit/s und NAT-Funktionen zunehmend auch auf ein kompaktes Gehäuse. Vor allem in den kleinen, dezentralen Schaltschränken direkt an den Maschinen herrscht Platzmangel. Für diese Einsatzzwecke gibt es ultrakompakte Ethernet-Switches mit Profinet.

In Schaltschränken geht es eng zu. Elektronikkomponenten, Kabel und Steckverbinder drängen sich auf kleinstem Raum. Und jetzt soll auch noch ein Switch hinein – manchmal geht dann die Tür nicht mehr zu. Man kann den Switch mittels Bastelei doch noch in den Schrank quetschen, aber es gibt eine elegantere Lösung: die neuen Etherline Access Switches für Profinet von Lapp.

Sie sind die kleinsten auf dem Markt und so kompakt, dass sie in kleinste Maschinenschaltschränke passen. Die Switche gibt es in verschiedenen Versionen, Managed mit vier, acht und 16 Ports sowie Unmanaged mit fünf, acht und 16 Ports. An der Qualität spart Lapp nicht. Die Switche sind Made in Germany und für den Einsatz im rauen Industrieumfeld ausgelegt, etwa mit einem weiten Temperaturbereich von -40 °C bis +75 °C.

Das sind aber nicht die einzigen Herausforderungen für Switches. Mit Industrie 4.0 werden zunehmend Maschinen vernetzt, sowohl untereinander als auch über die Ebenen der Automatisierungspyramide hinweg. Der Teufel steckt hier im Detail. Hersteller von Serienmaschinen, die in größeren Stückzahlen produziert werden, liefern diese mit identischen IP-Adressbereichen aus.

Möchte ein Betrieb mehrere dieser Maschinen vernetzen, kommt es unweigerlich zu Konflikten der IP-Adressen. Hier bedarf es eines Maklers zwischen den IP-Netzwerken. Das leistet Etherline Access NF04T NAT/Firewall. Er vereint die Funktion eines Routers (Layer 3 des ISO-OSI-Modells) und eines Switches (Layer 2).

Flexible Betriebsmodi

Der Etherline Access NF04T NAT/Firewall hat vier RJ45-Ports – einen WAN-Port für das übergeordnete Unternehmensnetzwerk und drei LAN-Ports für Netzwerke auf Maschinenebene – und steckt ebenfalls in einem ultrakompakten Gehäuse. Er macht die Vernetzung in Betrieben zu einem Kinderspiel, wie diese drei Betriebsmodi zeigen:

  • Modus 1: Hier ordnet der Switch mittels NAT (Network Address Translation) jeder IP-Adresse im internen LAN eine eindeutige IP-Adresse im freien Adressbereich eines externen WAN zu. So lassen sich viele Maschinen und Rechner zu einem Produktionsnetz zusammenschließen und dennoch aus einem externen Netzwerk eindeutig ansprechen.

  • Modus 2: Bei dieser Variante organisieren mehrere Switche den Datenverkehr zwischen mehreren internen IPv4-Netzwerken in ein übergeordnetes Netz. Dabei dürfen die internen Netze/Rechner/Maschinen die gleiche IP-Adresse haben, jeder Switch übersetzt die IP-Adressen mittels NAT so, dass Maschinen oder Rechner mit gleichen IP-Adressen eindeutig aus dem Unternehmensnetzwerk angesprochen werden können.

  • Modus 3: Mittels Portforwarding weist der Switch einer externen IP-Adresse mehrere interne zu, allerdings auf Portbasis. Das ist nützlich, wenn der Anwender keine weiteren IP-Adressen freigeben möchte.

Switch und Router kombiniert

Diese Anwendungsfälle konnte man selbstverständlich auch schon bisher lösen. Dazu sind allerdings industrielle Router notwendig, die erheblich teurer sind als die Router, die zuhause am Internetanschluss hängen. Beim Etherline Access NF04T NAT/Firewall ist der Router im Switch bereits enthalten. Das spart erheblich Kosten, bis zu 30 Prozent im Vergleich zu Lösungen mit Produkten von Wettbewerbern. Dennoch gilt auch hier: Der Switch wird in Deutschland produziert und erfüllt die von Lapp gewohnte hohe Qualität.

Am Etherline Access NF04T NAT/Firewall werden sich Hacker die Zähne ausbeißen. Die eingebaute, einstellbare Firewall blockt Hackerangriffe auf die IT und Produktionsanlagen in Industriebetrieben. Wie notwendig das ist, zeigen diese Zahlen: Laut dem IT-Branchenverband Bitkom richteten Hacker in Deutschland 2018 Schäden in Höhe von 43 Milliarden Euro an. Zunehmend im Visier ist das Internet der Dinge, wie Attacken mit Malware von Stuxnet über WannaCry bis Petya gezeigt haben.

Umfangreiches Portfolio

Darüber hinaus hat Lapp sein Portfolio mit Switches zur industriellen Datenkommunikation deutlich erweitert. Die Switches decken viele wichtige Anwendungsfälle ab. Für Geräte ohne eigene Stromversorgung eignet sich der Unmanaged Switch Etherline Access U04TP01T. Seine vier RJ45-Ports bieten Power over Ethernet, können also zum Beispiel Kameras in der Qualitätssicherung oder Wifi-Access-Points mit Strom und Daten versorgen.

Wer hohe Übertragungsraten über große Distanzen benötigt, greift zum Etherline Access M08T02GSFP. Der Managed Switch hat neben den acht RJ45-Ports noch zwei SFP-Ports zum Anschluss von Lichtwellenleitern für schnelles Gigabit-Ethernet. Das ist auch nützlich in Umgebungen, wo es aufgrund hoher Ströme zu EMV-Problemen kommen kann. Dazu bietet Lapp die passenden SFP-Standardmodule an zur Umwandlung des Lichtsignals in ein elektrisches Signal bis 1 Gbit/s an.

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