Überwachungsgeräte der Reihe 8485 stellen sicher, dass eine Erdung hergestellt ist und eine Fehlbedienung verhindert wird.

Bild: R. Stahl

Erdungsüberwachung In Ex-Bereichen sicher geerdet

03.05.2021

Auf Blitz folgt Donner: Was in der Wetterkunde zutrifft, gilt auch für industrielle Bereiche, in denen explosionsgefährdete Atmosphären entstehen. Um Zündgefahren durch unkontrollierte Entladungen elektrostatischer Potenziale vorzubeugen, bietet ein Ex-Schutz-Hersteller Lösungen zur Erdungsüberwachung von Fässern, Tankfahrzeugen oder Big Bags an.

Erdung in industriellen Prozessen kann mithilfe eines einfachen Kabels erfolgen. Allerdings besteht bei dieser sogenannten passiven Erdung die Gefahr, dass Unterbrechungen der ableitenden Verbindung unentdeckt bleiben. So können schon kleine Beschädigungen der Kabel oder Kontaktelemente die Sicherheitseinrichtungen wirkungslos machen.

Ebenso beeinträchtigen Korrosion, Verschmutzung oder Beschichtungen die Leitfähigkeit zwischen Zange und dem zu erdenden Objekt. Als Gegenmaßnahme kann eine aktive, permanente Überwachung der Verbindung zwischen Objekt und Potenzialausgleichsschienen eingesetzt werden. Lösungen hierfür bietet beispielsweise R. Stahl an.

Ordnungsgemäße Erdung jederzeit erkennbar

Mit den Baureihen 8485, 8146, 8150, und 9170 zur durchgängigen Verwendung in den Ex-Zonen 1, 2, 21 und 22 deckt der Hersteller verschiedene Einsatzszenarien ab. Die Geräteserie 8485 für Tanklaster, Kesselwagen oder FIBCs signalisiert mit roten beziehungsweise grünen LEDs auch bei hellem Tageslicht erkennbar die ordnungsgemäße Erdung. Eine automatische Objekterkennung von Lkw verhindert Bedienfehler durch Fehlanschlüsse.

Dabei wird vor der Freigabe die korrekte Verbindung der Zangen in zwei Stufen überprüft. Zunächst stellt eine Impedanzmessung fest, ob das Gerät mit einem Lkw und nicht mit einem Teil der Verladeeinrichtung verbunden ist. Im zweiten Schritt erfolgt die Messung des Widerstands, um sicherzustellen, dass eine ausreichende Erdung über das Erdungsgerät vorliegt.

Zur Fernsignalisierung oder der direkten Abschaltung von Verladeeinrichtungen sind die 8485-Geräte mit bis zu vier potenzialfreien Wechslern erhältlich, die wahlweise in der Schutzart Ex i oder Ex e betrieben werden können. Zur vereinfachten Installation und Inbetriebnahme verfügen ihre strahlwassergeschützten Aluminiumgehäuse in Schutzart IP65 über einen gut zugänglichen Anschlussbereich. Ein integrierter Aufhängepunkt für die Zange soll zudem vorzeitigem Verschleiß vorbeugen. Ausgelegt ist die Baureihe für einen Temperaturbereich von -55 bis 60 °C.

Konzentration auf Kesselwagen und Tankbehältnisse

Bei den Serien 8146 und 8150 hat R. Stahl das Messverfahren eigens auf die Erdungsüberwachung von Kesselwagen oder Tankbehältnissen zugeschnitten. Die Modelle im IP66-Gehäuse aus Kunststoff oder wetterfestem Edelstahl verfügen über einen isolierten Aufhängepunkt und sind für den Einsatz in Anwendungen mit SIL 2 (gemäß IEC 61508) zugelassen. Die Signalisierung an die Prozessleittechnik oder externe Meldegeräte erfolgt über einen potenzialfreien Wechsler.

Darüber hinaus gibt es mit der Ableitüberwachung 9170 eine zweikanalige Überwachungslösung für mehrpunktgeerdete Anlagen und Behälter, die im 18 mm breiten Gehäuse nur wenig Platz im Schaltschrank beansprucht.

Variabilität durch Zubehör

Zur Anpassung aller Geräteserien an variierende Einsatzbedingungen bietet R. Stahl auch optionales Zubehör an. Dazu zählen UV-, öl- und kraftstoffbeständige Spiralkabel mit Längen von 5 oder 10 m und Edelstahlzangen, Aufrollautomatiken, optische/akustische Signalgeräte sowie Multisignalgeräte in explosionsgeschützter Ausführung.

Auf Anfrage konfiguriert der Hersteller auch kundenspezifische Lösungen mit bevorzugten Feldbusschnittstellen, integrierten Heizungen oder in NEC-konformer Ausführung für den Einsatz in den USA.

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