Hannover Messe

Preisverleihung des Hermes Award 2018 (v. l. n. r.): Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, Giovanni Colucci (Endress+Hauser Messtechnik), Harald Hertweck (Endress+Hauser Wetzer), Prof. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI und Vorsitzender der Hermes Award-Jury

Bild: Rainer Jensen/Deutsche Messe

Selbstkalibrierender Sensor gewinnt in Hannover Hermes Award 2018 für intelligente Messtechnik

22.04.2018

Gute Nachrichten für die Prozessindustrie: Bei der Eröffnungsfeier der Hannover Messe erhielt in diesem Jahr Endress+Hauser den Hermes Award. Das Unternehmen gewann den Industriepreis für einen selbstkalibrierenden Temperaturfühler, mit dem die Prozessindustrie der Umsetzung von Industrie 4.0 einen Schritt näher kommt.

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Ein Sieg für die Messtechnik: In diesem Jahr gewinnt die Endress+Hauser den Hermes Award. Den renommierten Industriepreis, mit dem die Hannover Messe jedes Jahr Technologieneuheiten auszeichnet, übergab am 22. April die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek.

„Vom kleinen Betrieb zum Global Player, das ist die Erfolgsstory vieler Hannover-Messe-Aussteller. Das gilt auch für Endress+Hauser“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe, am Abend der Preisverleihung. Der Hermes Award sei ein weiterer Beleg für die Innovationskraft des Familienunternehmens. „Das prämierte Produkt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Implementierung von Industrie 4.0 in der Prozessindustrie“, so Klöckler weiter.

Preis für Sensor mit automatischer Temperaturkalibrierung

Endress+Hauser erhält den Preis für Trustsens: Das hygienische Kompaktthermometer mit einem selbstkalibrierenden Sensor ermöglicht sicherheits- und qualitätsrelevante Prozesstemperaturmessungen, die zum Beispiel in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie erforderlich sind.

Die automatische Temperaturkalibrierung des Sensors erfolgt über einen physikalischen Fixpunkt auf Basis der materialspezifischen und langzeitstabilen Curie-Temperatur eines im Sensor integrierten internen Referenzsensors. Die vollautomatisierte Inlinekalibrierung des Temperatursensors ist auditsicher und vermeidet zusätzliche Arbeitsabläufe sowie einen Anlagenstillstand für regelmäßiges Nachkalibrieren.

Sensor als Grundlage für Industrie 4.0

Die Jury um den Vorsitzenden Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), zeigte sich beeindruckt von dem Sensor: Zwar gebe es auf dem Markt selbstüberwachende Temperatursensoren, aber keine vergleichbar exakte Lösung für eine automatische, lückenlos rückführbare Selbstkalibrierung eines Temperatursensors für die Prozessindustrie auf Basis der Curie-Temperatur.

Prof. Wahlster erläuterte die Entscheidung der Jury: „Smarte Sensorik ist ein wichtiger Treiber der nächsten Stufe von Industrie 4.0. Gerade weil in einer Smart Factory die Dichte der Sensorik extrem ansteigt, wird die auditsichere Selbstkalibrierung der Sensoren ohne Anlagenstillstand zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Genau hier setzt das innovative Produkt von Endress+Hauser an und leistet damit einen Beitrag zur fortlaufenden Prozessverifizierung und produktionsbegleitenden Qualitätskontrolle, die wir mit Industrie 4.0 anstreben.“

Gewinnersensor live erleben

Besucher der Hannover Messe können noch bis Freitag mehr über Trustsens am Stand von Endress+Hauser auf der Hannover Messe erfahren. Auch auf der Achema, die im Juni ihre Tore öffnet, wird Trustsens einer der Schwerpunkte bei Endress+Hauser sein.

Bildergalerie

  • Der Temperaturfühler Trustsens, der sich selbst kalibriert, hat die Jury des Hermes Award überzeugt und wird bei Endress+Hauser eines der Messe-Highlights auf der Hannover Messe und der Achema sein.

    Bild: Endress+Hauser

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