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Was bei Getränken ärgerlich ist, kann bei Gefahrstoffen in Unternehmen zur Gefahr für Mensch und Umwelt werden.

Bild: Unsplash, Eternal Seconds

Leckage-Management Wenn mal was danebengeht

13.07.2020

Jedes Jahr kommt es in deutschen Unternehmen zu unkontrollierten Leckagen mit wassergefährdenden Stoffen. Die Folgen: Sach-, Personen- und Umweltschäden. Um zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen zu vermeiden, lohnt es sich deshalb, das potenzielle „Malheur“ mit passenden Bindemitteln einzudämmen.

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Wie dramatisch eine Leckage mit wassergefährdenden Stoffen werden kann, zeigt ein noch recht junges Ereignis in Russland: Aus einem Kraftwerksspeicher sind Ende Mai mehr als 20.000 t Dieseltreibstoff ausgelaufen. Die Schadstoffe gelangten in das Erdreich sowie in nahegelegene Flüsse und breiteten sich von dort weiter aus. Der Vorfall gilt als eine der größten Ölkatastrophen in der Arktis seit Jahren.

Die Umweltverschmutzung, die dort im großen Maßstab passierte, ereignet sich im kleineren Umfang nahezu täglich in deutschen Unternehmen. Das zeigt die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Unfallstatistik mit wassergefährdenden Stoffen. Die aktuellsten verfügbaren Zahlen beschreiben für 2018 insgesamt 2448 registrierte Unfälle, bei denen wassergefährdende Stoffe unkontrolliert in die Umwelt gelangten.

Für die Verursacher können solche Vorfälle teuer werden. Es drohen Betriebsunterbrechungen und die Haftung für Sach-, Personen- und Umweltschäden. Neben dem beträchtlichen Imageverlust stehen oftmals langjährige zivil- oder strafrechtliche Verfahren vor der Tür. Umso wichtiger ist es, dass im Fall der Fälle jeder Handgriff sitzt, um Verletzungen der Mitarbeiter und Schäden für die Umwelt zu vermeiden.

Saugstarke Bindemittel für Flüssigkeiten

Besondere Bedeutung bei Leckagen hat der Einsatz von geeigneten Bindemitteln. Mit ihnen wird die Ausbreitung der ausgetretenen Stoffe eingedämmt und letztendlich eine ordnungsgemäße Entsorgung der Havarieprodukte ermöglicht. Sowohl die Risiken für Mitarbeiter als auch die Auswirkungen auf die Umwelt und die eigenen Betriebsanlagen lassen sich vermeiden.

Bei der Auswahl des Bindemittels ist auf den jeweiligen Einsatzzweck zu achten. Eine große Auswahl bietet Denios mit seiner Marke Densorb. Sie umfasst Bindemittel in unterschiedlichen Formen, darunter Matten, Rollen, Kissen oder Schlangen, und wird kontinuierlich um neue Produkte erweitert. Die Bindemittel können verschiedene Arten Gefahrstoffe wie Öle, Emulsionen, Säuren oder Laugen aufnehmen. Klassische Einsatzgebiete sind die produzierende Industrie, aber auch die Feuerwehr und der Katastrophenschutz.

Die Densorb-Bindevliese etwa verfügen über eine sehr hohe Aufnahmekapazität; bei Öl liegt sie beim bis zu 16-Fachen des Eigengewichts. Durch die sogenannte Advanced Capillar Technology – einer feinporigen Membranstruktur – sind sie besonders saugstark und auch im gesättigten Zustand tropfsicher und reißfest.

Um die Auswahl unter den 388 verschiedenen Densorb-Produkten zu erleichtern, bietet Denios ab sofort auch einen Produktfinder sowie einen Ratgeber für Bindemittel auf seiner Website an.

Teile eines professionellen Leckage-Managements

Neben dem Bevorraten passender Bindemittel ist für ein funktionierendes Havarie-Management auch eine umfassende Schulung der Mitarbeiter entscheidend. Sie müssen wissen, wie die verschiedenen Gefahrstoffe im Falle einer Leckage rechtskonform gesichert werden und wie Bindemittel anzuwenden sind.

Die zu ergreifenden Maßnahmen leiten sich unter anderem aus den jeweiligen Gefährdungsbeurteilungen ab. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass diese aktuell gehalten werden und vollständig sind. Auch das Festlegen einer Meldekette mit Einbeziehung interner Stellen, Feuerwehr und spezialisierten Entsorgungsunternehmen gehört zu einem professionellen Leckage-Notfall-Management.

Mit dem Leckage-Notfall-Training in der Denios Academy können Unternehmen ihre Mitarbeiter auf den Ernstfall vorbereiten. Dort werden neben der Planung von geeigneten Notfallmaßnahmen auch die unterschiedlichen Anwendungsgebiete von Bindemitteln erörtert. Das Seminar findet regelmäßig bei Denios in Bad Oeynhausen oder auf Wunsch auch inhouse statt.

Seit neuestem bietet Denios außerdem kostenlose Videos mit Tipps und Tricks zum Umgang mit Gefahrstoff-Leckagen und Bindemitteln an. Die Inhalte werden von Tobias Authmann, Diplom-Biologe und Fachexperte für Gefahrstofflagerung und Arbeitssicherheit, anschaulich vermittelt.

Bildergalerie

  • Matten, Rollen, Kissen, Schlangen: Die Densorb-Produkte sind darauf ausgelegt, Gefahrstoffe im Falle eines Falles effektiv einzudämmen.

    Bild: Denios

  • Mitarbeiter müssen entsprechend für Leckage-Notfälle geschult sein, um schnell auf Havarien reagieren zu können.

    Bild: Denios

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