Funk bringt Vorteile: Das trifft auf viele Bauarten von Schaltgeräten zu, besonders aber auf Fußschalter. Denn bei ihnen wirkt sich die Leitungsverbindung negativ auf die Arbeitssicherheit aus (Stichwort Stolperfalle) und auch auf die Funktion oder Lebensdauer des Schalters, wenn z. B. die Ummantelung durch Schweißspritzer oder mechanische Beanspruchung angegriffen wird. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit der freien Platzierung ohne Rücksicht auf die Zuleitung: Das verbessert die Ergonomie an der Mensch-Maschine-Schnittstelle.
Aus diesen Gründen setzen Hersteller von Maschinen z. B. für die Metallverarbeitung (Schweißen, Stanzen, Biegen) auf Funkfußschalter. Hier bietet sich der Einsatz einer neuen Baureihe für den universellen Einsatz in der industriellen Produktion an, die der steute-Geschäftsbereich Control entwickelt hat.
Funksystem mit hoher Übertragungssicherheit
Zu den grundlegenden Unterschieden gegenüber der Vorgängerserie gehört ein neues, ebenfalls von steute entwickeltes Funksystem SW2.4LE-IND, das sich bereits bei steute-Fußschaltern für die Medizintechnik bewährt. Dieses System zeichnet sich u.a. durch eine hohe Reichweite (bis 45 Meter in Innenräumen) aus sowie dadurch, dass bis zu zehn Funkpaare parallel an einer Maschine oder in einem Fertigungsbereich betrieben werden können. Außerdem wird auch unter den oft ungünstigen Bedingungen des Industriebetriebs (viele Abstrahlungen und Koexistenz mit anderen Funksystemen) eine hohe Übertragungssicherheit erreicht. Die Güte der Konnektivität, d.h. des Funksignals, wird permanent überwacht und an der Empfangseinheit angezeigt.
Zu den weiteren Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerbaureihe gehört der deutlich reduzierte Energieverbrauch. Er schafft die Voraussetzung für lange Akku-Laufzeiten zwischen den Ladezyklen. Die Antenne ist gut geschützt an der Rückseite des Fußschalters angebracht und funkt direkt zur Empfangseinheit im Schaltschrank.
Funk-Induktivsensoren mit digitaler Autokalibrierung
An beweglichen Komponenten von Automatisierungsanlagen – zum Beispiel an Roboterköpfen oder Rotationsgreifern – sind Funkschaltgeräte ebenso vorteilhaft wie an der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Deshalb hat steute die Baureihe der zylindrischen Induktivsensoren einem Re-Design unterzogen. Zu deren neuen Eigenschaften gehört die Möglichkeit des bündigen Einbaus. Er war bisher nicht möglich, weil Induktivsensoren mit fest eingestelltem Schaltpunkt in einem solchen Fall das umgebende metallische Material erfassen und entsprechend schalten. Damit war der Einsatz in einigen Anwendungen bisher nicht möglich – z. B. beim Erfassen von Werkstücken in Werkzeugmaschine.
Das ändert sich nun mit der digitalen Autokalibrierung, die den Schaltpunkt automatisch und dynamisch an die jeweiligen Gegebenheiten anpasst. Dazu gehört auch das Unterscheiden zwischen bündigem und nicht bündigem Einbau. Sogar an dynamische Veränderungen wie z. B. zunehmende Verschmutzung kann sich die Sensorik anpassen. Die Sensoren sind somit immer einsatzfähig und schalten nur dann, wenn die Situation bzw. der Bedienerwunsch es erfordert. Und – ein weiterer großer, von den Anwendern gewünschter Vorteil – der Energiebedarf von Sensoren und zugehörigem Funkmodul konnte im Vergleich zum Vorgängermodul um rund 80 Prozent reduziert werden.
Neues Funkmodul
Diese Funkmodule übernehmen sowohl die Energieversorgung der zugehörigen Schaltgeräte als auch die bidirektionale Übertragung der Funksignale, und auch hier gibt es eine Neuheit. Der jetzt vorgestellte und in Kürze in Serie gehende Funk-Universalsender RF 97 BU für die Anwendung mit Funk-Induktivsensoren und Funk-Magnetsensoren zeichnet sich durch eine ebenso kompakte wie robuste Bauweise aus. Die kontinuierliche Energieversorgung über eine auswechselbare Lithium-Batterie erlaubt die Nutzung von Zusatzfunktionen wie z. B. die Überwachung des Schaltgerätes per Statussignal und das Management der Signalübertragung bei möglichen Interferenzen durch die LBT („Listen before talk“)-Technologie. Und die Befestigungsmaße nach EN 50047 schaffen die Voraussetzung für die universelle Integrierbarkeit des Sendemoduls in die Umgebungskonstruktion.
Das Programm wird immer größer
Aufgrund der genannten Vorteile wächst der Bedarf an Funkschaltgeräten und –sensoren kontinuierlich. Mit der stetigen Erweiterung des Programms erleichtert steute die Voraussetzungen dafür. Darüber hinaus erweitert steute sein Wireless-Programm kontinuierlich um robuste Schaltgeräte für anspruchsvolle Industrie- und Heavy-Duty-Anwendungen.