Glasfaser- und Kupfermischbetrieb im Datacenter

Flexible Verkabelung für neues Colocation-Rechenzentrum

Das neue Colocation-Rechenzentrum in Sehnde bei Hannover setzt auf eine flexibel skalierbare passive IT-Infrastruktur mit Mischbetrieb aus Glasfaser und Kupfer.

Bild: iStock, nopparit
14.04.2026

Rosenberger OSI hat für die Avacon-Gruppe und Envia TEL die passive IT-Infrastruktur eines neuen Colocation-Rechenzentrums in Sehnde bei Hannover realisiert. Das skalierbare Verkabelungskonzept PreCONNECT SMAP-G2 ermöglicht den flexiblen Mischbetrieb von Glasfaser und Kupfer, unterstützt Racks und Server-Cages und lässt sich modular an schwer planbare Kundenanforderungen anpassen. Der Standort (bis zu 2.000 m2, bis zu 28.000 Server) verfügt zudem über eine redundante Anbindung, eine 24/7-Überwachung sowie ein Nachhaltigkeitskonzept mit erneuerbarem Strom und PV.

Rosenberger Optical Solutions & Infrastructure (Rosenberger OSI), Hersteller von faseroptischen Verkabelungsinfrastrukturen in Europa, hat für die Avacon-Gruppe und den Telekommunikationsanbieter Envia TEL die passive IT-Infrastruktur eines neuen Colocation-Rechenzentrums im niedersächsischen Sehnde bei Hannover realisiert. Im Fokus des Projekts stand die Umsetzung eines flexiblen Verkabelungsprojekts, das sich an unterschiedliche und im Vorfeld schwer planbare Kundenanforderungen anpassen lässt.

Das Rechenzentrum wurde „auf der grünen Wiese“ errichtet und soll im Endausbau eine Fläche von rund 2.000 m2 umfassen. Insgesamt können bis zu 28.000 Server betrieben werden. Rund 40 Millionen Euro investieren die Partner in den Standort, der insbesondere Unternehmen mit hohen Anforderungen an Datensicherheit und Verfügbarkeit adressiert – darunter auch Betreiber kritischer Infrastrukturen.

Flexible Infrastruktur für dynamische Anforderungen

Eine zentrale Herausforderung bestand darin, die interne Infrastruktur auf unterschiedliche Nutzungsszenarien auszulegen. Da sich die Anforderungen der späteren Colocation-Kunden – etwa hinsichtlich Bandbreite und Portdichte – im Vorfeld nur schwer prognostizieren lassen, musste die Verkabelung besonders flexibel gestaltet werden. Rosenberger OSI setzte hierfür auf ein skalierbares Konzept auf Basis des PreCONNECT-SMAP-G2-Systems. Die Lösung ermöglicht den flexiblen Mischbetrieb von Glasfaser- und Kupferverkabelung, lässt sich modular erweitern und ohne größere Umbauten an neue Technologien anpassen.

Das eingesetzte 19-Zoll-Verkabelungssystem unterstützt sowohl einzelne Racklösungen als auch abgeschlossene Server-Cages und bietet damit eine hohe Anpassungsfähigkeit. Bestehende Verkabelungsstrecken können weiter genutzt und bei steigenden Anforderungen gezielt erweitert werden.

Eine redundante Glasfaseranbindung, moderne Klimatechnik, Brandschutzsysteme sowie eine 24/7- Überwachung durch eine eigene Leitstelle sorgen für hohe Betriebssicherheit. Zusätzlich strebt der Betreiber mehrere Sicherheitszertifizierungen an.

Nachhaltiges Datacenter-Konzept

Auch Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. Das Rechenzentrum wird vollständig mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben und verfügt über eine eigene Photovoltaikanlage. Eine begrünte Fassade unterstützt die natürliche Klimatisierung, zudem ist eine spätere Nutzung der entstehenden Abwärme vorgesehen.

„Im Colocation-Umfeld ist Flexibilität entscheidend. Infrastruktur muss unterschiedlichste Anforderungen abbilden und gleichzeitig zukunftssicher sein. Mit unserem modularen Ansatz schaffen wir dafür die Grundlage“, sagt Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Rosenberger OSI.

Bildergalerie

  • Die Kombination aus Kupfer- und Glasfaserstrecken ermöglicht im Colocation-Rechenzentrum eine flexible Anpassung an Bandbreite und Portdichte.

    Die Kombination aus Kupfer- und Glasfaserstrecken ermöglicht im Colocation-Rechenzentrum eine flexible Anpassung an Bandbreite und Portdichte.

    Bild: Rosenberger OSI

  • Server-Rackreihen im neuen Colocation-Rechenzentrum: Die Anlage ist auf flexible Nutzungsszenarien ausgelegt und soll im Endausbau hohe Kapazitäten bei Datensicherheit und Verfügbarkeit bereitstellen.

    Server-Rackreihen im neuen Colocation-Rechenzentrum: Die Anlage ist auf flexible Nutzungsszenarien ausgelegt und soll im Endausbau hohe Kapazitäten bei Datensicherheit und Verfügbarkeit bereitstellen.

    Bild: Rosenberger OSI

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