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Mit SpeedView werden die Fotos gestochen scharf: Bei einer nun möglichen Aufnahmegeschwindigkeit von 1.000 Bildern pro Sekunde kann das SpeedView-System bis zu einer Stunde Bildmaterial aufzeichnen.

Bild: iStock, rusak

Visuelle Analyse in der Produktion Fehler in Hochgeschwindigkeit erkennen

04.04.2018

Für das menschliche Auge sind hoch automatisierte Produktionsprozesse in der Regel viel zu schnell, um Fehlerursachen erkennen zu können. Für Abhilfe sorgt ein mobiles Analyse-System, ausgestattet mit einer Hochgeschwindigkeitskamera. Diese liefert für eine präzise Analyse der Produktionsvorgänge bis zu 6.000 Fotos pro Sekunde.

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Mit einer Geschwindigkeit von 22 Flaschen pro Sekunde (80.000 Flaschen pro Stunde) laufen die zu füllenden Bierflaschen in der Abfüllmaschine bei Heineken in Marseille (Südfrankreich) durch die Anlage. Treten in dem Prozess an einer Stelle Probleme auf, ist es für das menschliche Auge nicht zu sehen. Das wird erst dadurch deutlich, dass die Produktionsanlage automatisch stoppt. Häufig finden sich dann zerbrochene Flaschen in den Maschinen. Und es kostet Zeit, der wirklichen Ursache des Produktionsstopps auf den Grund zu gehen. Um die Produktivität und den Gesamterfolg des Unternehmens nicht zu gefährden, müssen diese Ausfälle und der damit einhergehende Zeitverlust auf ein Minimum reduziert werden.

Schnell und hochauflösend

Abhilfe schafft das mobile Analyse-System SpeedView von R&D-Vision, einem französischen Unternehmen, das sich auf Prüf- und Messsysteme mit integrierter Bildverarbeitung spezialisiert hat. Ausgestattet mit der Hochgeschwindigkeitskamera Mako G-030 von Allied Vision produziert es Videomaterial, das in Zeitlupentempo Aufnahmen der Produktionsprozesse liefert. Die kompakte GigE-Kamera verfügt über einen leistungsfähigen CMV300-CMOS-Sensor von Ams. Bei voller Auflösung (644 × 484 Pixel) liefert die Kamera 309 Bilder pro Sekunde. Bei einem verkleinerten Bildausschnitt (Region of Interest) kann die Schnelligkeit auf bis zu 6.000 Bilder pro Sekunde erhöht werden. Je nach Prozessgeschwindigkeit können die einzelnen Aufnahmen manuell oder über ein SPS-Signal an die Kamera ausgelöst werden. Anhand dieser Aufnahmen kann das Wartungsteam schnell die Fehlerursache ausfindig machen und beheben, ohne die Produktion unnötig lange zu unterbrechen und Ausfallkosten von Tausenden Euro pro Minute zu verursachen.

Kompakt und mobil

Das mobile SpeedView-System passt in einen Transportkoffer, ist innerhalb weniger Minuten aufgebaut und bei Bedarf an unterschiedlichen Stellen in der Anlage einsetzbar. Dabei ist der kompakte Formfaktor der Mako-Kamera von Vorteil. Das kleine Gehäuse lässt sich noch in den engsten Stellen und Ecken der Abfüllmaschine oder anderer Produktionsanlagen aufstellen. Die Kamera kann zudem dank Power over Ethernet mit nur einem Kabel für Stromversorgung und Datentransfer betrieben werden. Formfaktor und Einkabel-Lösung tragen dazu bei, dass die Kamera sich einfach in Produktionsanlagen integrieren lässt.

Neben einer Mako G G-030 besteht das System aus einem Set mit drei verschiedenen Objektiven, einer lichtstarken Beleuchtung und einer Halterung. Für die Aufzeichnung, Wiedergabe, Bild-für-Bild-Analyse und Trigger-Programmierung kommt die Hiris-Software zum Einsatz, eine Entwicklung von R&D Vision. Zusammen mit einem integrierten Bildschirm und einem Bedienungselement ist sie auch ein Teil des mobilen Systems.

Prädiktive Wartung

Doch nicht nur bei akuter Problemanalyse kommt SpeedView zum Einsatz. Auch zur vorausschauenden Instandhaltung gewinnt die visuelle Analyse von Hochgeschwindigkeitsprozessen immer mehr an Bedeutung. So kann der Zustand der Produktionsanlage ermittelt und daraus der ideale Zeitpunkt für Reparaturarbeiten und Wartungsintervalle abgeleitet werden. Notwendige Reparaturen können rechtzeitig erkannt werden und beispielsweise in Stillstandzeiten behoben werden, ohne den Produktionsablauf zu behindern. Die Effizienz der Produktion kann damit gesteigert und drohende Qualitätsmängel können vermieden werden, bevor sie überhaupt eintreten.

Bildergalerie

  • Neben einer Mako G G-030 besteht das System aus einem Set mit drei verschiedenen Objektiven, einer lichtstarken Beleuchtung und einer Halterung.

    Bild: Allied Vision

  • Bild: Allied Vision

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