Word Cloud Enterprise Resource Planning

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Einheitliche Daten für individuelle Produkte ERP-System mit Mehrwerkesteuerung

18.02.2019

135 Fahrzeugtypen in vielen verschiedenen Produktionsstätten: Das ist eine große Herausforderung für die Software eines Unternehmens. Vor allem international aufgestellte Firmen müssen stets für effiziente Abläufe sorgen. Hier gewährleistet ein ERP-System eine einheitliche und solide Datenbasis - inklusive Mehrwerkesteuerung.

Der Name Schwarzmüller ist branchenübergreifend bekannt – ob in der Mineralölwirtschaft, der Baubranche, dem Fernverkehr oder der Entsorgungswirtschaft. Denn die österreichische Unternehmensgruppe mit Produktionsstätten in ganz Europa ist einer der größten Anbieter für gezogene Nutzfahrzeuge. Mithilfe von Softwarelösungen in der eigenen Produktion entstehen die Produkte. Die Softwarelösungen leisten einen Beitrag für die grenzübergreifenden Unternehmensprozesse des europaweit tätigen Anbieters. Denn sie reduzieren Komplexität und sorgen für eine höhere Effizienz. Schwarzmüller setzt vor diesem Hintergrund bereits seit Langem auf eine Enterprise-Resource-Planning-Lösung, die auch die Mehrwerksteuerung ermöglicht.

Jederzeit leistungsfähig produzieren

Beachtenswert ist bei Schwarzmüller, dass rund 60 Prozent der Fahrzeuge über individuelle Komponenten verfügen, dennoch werden sie in den verschiedenen Produktionsstätten nach industriellen Standards produziert. Auf diese Weise können 135 Fahrzeugtypen in über 1.000 Varianten produziert werden. Damit kann Schwarzmüller für jeden Kunden und jeden Bedarf eine entsprechende Fahrzeugversion liefern.

Für die Steuerung einer derart flexiblen Produktion ist ein ERP-System notwendig, das speziell für entsprechende Produktionsabläufe entwickelt und ausgelegt ist. Seit einigen Jahren setzt Schwarzmüller hierfür auf PSIpenta von PSI Automotive & Industry. Die Entscheidung zugunsten des Systems fiel vor allem aufgrund des großen Funktionsumfangs, der auch andere Geschäftsbereiche wie Ersatzteilhandel, Gebrauchtwagenvermietung, Service oder Reparatur umfasst.

„Damals wie heute gab es vier entscheidende Kriterien, die das IT-System erfüllen muss“, so Johann Kropf, IT-Leiter bei Schwarzmüller: „Die ERP-Lösung muss unsere komplexe, internationale Mehrwerkstruktur inklusive verschiedenen Sprachen, Währungen, Berechtigungen sowie die Abläufe aller Geschäftsbereiche abbilden können. Das A und O dabei: Es muss vor allem stabil und performant laufen – weil alles an diesem System hängt“, ergänzt Kropf.

Mehrwerkesteuerung

Die Performance bei maximaler Stabilität musste das ERP-System schnell unter Beweis stellen. Denn seit seiner Einführung bildet es die gesamten Abläufe des Unternehmens ab – vom Auftragseingang bis zur Rechnungsstellung – und das in mehreren Ländern gleichzeitig. Die drei Sprachversionen in Deutsch, Ungarisch und Tschechisch verfügen darüber hinaus über die entsprechende Währungsgrundlage in Euro, Forint, Kronen und Leu. Alle erforderlichen, übergreifenden Prozesse können indes weiter abgewickelt werden, da die Durchgängigkeit jederzeit gewährleistet ist. Die Mehrwerkesteuerung Multisite verwaltet dabei die gemeinsamen Daten der werksübergreifenden Geschäftsprozesse und steuert diese aus der Zentrale im österreichischen Freinberg. Gleichzeitig setzt Schwarzmüller auf ein zusätzliches Funktionspaket, mit dem zentrale Services eingesetzt werden können. Sie unterstützen und verbessern den Vertrieb sowie die Beschaffung, indem alle relevanten Daten auf einen Blick einsehbar sind. Sie bilden somit die Grundlage für Aussagen zu Terminierung und Verfügbarkeit – etwa von angeforderten Lieferungen oder Bestellungen – verlässlich und kalkulierbar.

Ein Beispiel: Meldet das CRM- an das ERP-System einen Auftragseingang, bestimmt der Standort des Kunden das anlegende Werk, welches dann auch die Fakturierung übernimmt. Beauftragt etwa ein Kunde aus Österreich ein Produkt, das in Budapest gefertigt werden muss, so wird der Auftrag in Freinberg angelegt, über Multisite automatisch an Budapest übergeben und nach Fertigstellung via Multisite wieder zurück an Freinberg transferiert. Kommt ein Kunde hingegen aus Ungarn und benötigt ein Produkt, das in Budapest gefertigt wird, so wird dieser Durchlauf vollständig in Ungarn abgefertigt und im Anschluss lediglich dem zentralen System als fertig gestellt gemeldet.

Standardisierte Schnittstellen

IT-Leiter Johann Kropf schätzt zudem die Vorteile des Systems wie die standardisierten Schnittstellen zum CRM-System oder zur Buchhaltung, die über den Webservice angesteuert werden können: „Die Bedeutung von Standardschnittstellen beziehungsweise von offenen Softwarelösungen nimmt immer mehr zu. Durch die Integration und Durchgängigkeit der verschiedenen Lösungen und Unternehmensabläufe haben wir enorme Potenziale. Momentan sind wir dabei, auch unsere Produktionsmaschinen in das ERP-System einzubinden“. In die Praxis umgesetzt hat Schwarzmüller diesen Ansatz schon bei der Laser-, Stanz- und Biegemaschine, die den Fertigungsauftrag mit CAD-Zeichnung vom ERP-System übermittelt bekommt und die anschließende Fertigstellung an das System zurückmeldet.

Bildergalerie

  • Die Fahrzeuge von Schwarzmüller lassen sich durch eine umfangreiche Ausstattungsliste konfigurieren, werden auf Wunsch aber auch nach individuellen Vorgaben maßgefertigt.

    Bild: Schwarzmüller

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