DEKRA e.V.

Mit einem globalen Standard für das Laden von E-Autos ließen sich die Fahrzeuge interoperabel an jeder Ladestation aufladen.

Bild: Pixabay, geralt

Interoperabilität beim Stromtanken E-Autos schnittstellenübergreifend laden

28.04.2020

Um der Automobilindustrie den Einsatz von Ladelösungen über verschiedene Standards und Schnittstellen hinweg zu ermöglichen, arbeiten Keysight und Dekra künftig zusammen. So setzt Dekra ein System des Partnerunternehmens ein, um die Ladetechnologie innerhalb eines E-Fahrzeugs oder einer Ladestation ausgiebig zu testen und zu zertifizieren.

Der Elektrofahrzeug-Markt wird zwischen 2019 und 2030 voraussichtlich um mehr als 21 Prozent jährlich wachsen. Die Auswirkungen von E-Fahrzeugen und Electric Vehicle Supply Equipment (EVSE) sind besonders bemerkenswert, wenn sie über ihren gesamten Lebenszyklus mit einem nachhaltigen Energiemix betrieben werden.

Regierungen auf der ganzen Welt bieten deshalb Anreize und erlassen Bestimmungen, um Unternehmen und Verbraucher zu Investitionen in Elektrofahrzeuge zu ermutigen. Dadurch sollen Luftverschmutzung und Lärm reduziert werden.

Vielseitig konforme Ladelösungen

Keysight will die Automobil-, Energie- und Kommunikationsbranche bei diesem Übergang mit Design-, Test- und Validierungslösungen unterstützen. Hierzu kooperiert das Unternehmen mit der Prüfgesellschaft Dekra, die künftig nun die Ladetest-Technologie CDS von Keysight einsetzt. So sollen Ladelösungen entstehen, die mit einer Vielzahl von Ladeschnittstellen, Stromnetzen und internationalen Standards konform sind.

„Durch die Partnerschaft mit Keysight kann Dekra die Automobilindustrie besser mit Lösungen in einem Bereich bedienen, in dem das Stromnetz auf die Automobilwelt trifft“, sagt Beat Kreuter, Vice President der Business Line Product Safety Testing bei Dekra. „Mit den Lösungen von Keysight können wir die Sicherheit im Straßenverkehr durch den Einsatz hochautomatisierter Prüftechnik verbessern.“

Lade-Interoperabilität feststellen

Die CDS-Lösung von Keysight verwendet ein modulares Design. Das ermöglicht es den Nutzern, die Lade-Interoperabilität zwischen jedem E-Fahrzeug und jedem EVSE sowie zwischen allen Komponenten des Ladenetzwerks zu überprüfen.

„Keysight unterstützt Technologien für eine Zukunft, die nachhaltige Energiequellen nutzt, um autonomes Fahren zu ermöglichen, Fahrzeuge miteinander zu vernetzen und Fahrzeuge zu elektrifizieren“, sagt Gooi Soon Chai, Präsident der Electronic Industrial Solutions Group von Keysight. „So kann das vernetzte Ökosystem ein umfassendes Spektrum an Testanforderungen in Bezug auf Stromversorgung, Sensoren, Kommunikation, Navigation, elektronische Vernetzung im Fahrzeug und Cybersicherheit abdecken.“

Bereits im vergangenen Jahr trat Keysight der Charging Interface Initiative (CharIN) bei, einem Zusammenschluss von Branchenexperten aus dem gesamten Automobil-Ökosystem, um die Etablierung eines globalen Standards für das Laden von E-Autos zu unterstützen. Ein gemeinsamer Standard würde die Interoperabilität zwischen Elektrofahrzeugen und Ladestationen garantieren.

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