Das neue Ultrapac Smart-System zur Erzeugung hochreiner Druckluft ist für den Einsatz in verschiedenen Bereichen konzipiert.

Bild: Donaldson

Integrative Lösung für die Verpackungs- und Abfülltechnik Druckluftaufbereitung für den Dauerbetrieb

27.08.2019

Donaldson, ein Hersteller von Filtern für sensible Einsatzbereiche in der Lebensmittel-, Getränke- und Verpackungsindustrie, hat mit Ultrapac Smart ein Druckluftaufbereitungssystem entwickelt, das die Standards in diesem Anwendungsbereich erfüllen soll.

In der Verpackungs- und Abfülltechnik besteht ein Trend zu modularen Maschinenkonzepten. Kundenspezifische Lösungen, die sich dem Wandel der Marktbedingungen anpassen können, stellen hohe Anforderungen an die Hersteller der Anlagenkomponenten.

An die Entwicklung der Komponenten zur Aufbereitung von Druckluft werden dabei besondere Ansprüche gestellt. Druckluft wird in diesem Einsatzbereich nicht nur für die pneumatischen Steuerungen und als Energie für eine Vielzahl von Aktoren eingesetzt, sie muss auch im Dauerbetrieb als sichere hochreine und keimfreie Prozessluft zum Beispiel in Abfüllprozessen zur Verfügung stehen.

Geeignet für Retrofit

Das modulare System Ultrapac Smart von Donaldson verfügt laut Hersteller über die Voraussetzungen für die digitale steuerungs- sowie wartungstechnische Integration und die Anpassung an die vielfältigen Installations- und Einbaubedingungen in der Verpackungs- und Abfülltechnik, insbesondere bei Retrofit-Maßnahmen. Ultrapac Smart soll bedarfsgerecht die benötigte Druckluft in gleichbleibender Qualität nach den Reinheitsklassen gemäß ISO 8573-1:2010 unter kontinuierlicher Erfassung und Regelung des vorgegebenen Drucktaupunktes zur Verfügung stellen.

Wolfgang Bongartz, Product Line Manager Industrial bei Donaldson in Haan stellt dazu fest: „Unsere hochgenauen Messeinrichtungen haben uns in die Lage versetzt, über längere Zeiträume die Einhaltung der Prospektangaben unterschiedlichster Trocknerkonstruktionen zu prüfen. Dabei haben wir große Abweichungen festgestellt. Für die Entwicklung unserer neuen Baureihe war daher die stabile Einhaltung des vorgegebenen Drucktaupunktes – Standard -40 °C – im Dauerbetrieb mit einer Drucktaupunktsteuerung eine unverzichtbare Voraussetzung. Dies ist von besonderer Bedeutung, da sich bei veränderndem Druck die Taupunkttemperatur ändert.“

Trocknung mit wenig Geräuschbelastung

Die Trocknerkartuschen, mit einem hoch adsorptiven stabilen Trockenmittel befüllt, sind für die Long-Life-Regeneration ausgelegt. Energiesparend ist laut Hersteller die Superplus Ausführung mit integriertem Taupunkttransmitter, der direkt im Druckluftstrom misst.

Die Umschaltung zwischen den beiden Kartuschen erfolgt erst, wenn das Trockenmittel absolut gesättigt ist. Das soll den Druckluftbedarf dieses kaltregenerierenden Adsorptionstrockners, der im Gegensatz zu warmregenerierenden Trocknern keine Heizenergie für den Regenerationsvorgang benötigt, minimieren. Die Geräuschentwicklung beim Umschaltvorgang konnte mit einem neu entwickelten Schalldämpfer in den Bereich von 60 dB(A) gesenkt werden. Herstellerangaben zufolge ist Ultrapac Smart damit einer der leisesten Drucklufttrockner seiner Art.

Die integrierten UltraPleat Energiesparfilter sorgen für eine Filtrationsleistung bei geringem Differenzdruck. Bei Eintritt der Druckluft werden vom UltraPleat-Vorfilter bereits Flüssig- und Feststoffpartikel abgeschieden beziehungsweise zurückgehalten bevor sie in eine der beiden Trockenmittelkartuschen strömt. Der Nachfilter, der Feststoffpartikel bis zu 0,01 μm entfernt, ist das Sicherungselement, damit die trockene Druckluft den Reinheitsgradvorgaben entsprechend zur Verfügung steht.

Kontinuierliche Überwachung möglich

Ein abnehmbares Display ermöglicht die Überwachung des Adsorptionstrockners auch bei engen Platzverhältnissen. So lassen sich unter anderem Taupunkt, Zykluszeiten oder Temperatur ablesen. Für den Betrieb von Verpackungs- und Abfüllanlagen bedeutet dies, dass mit dem Ultrapac Smart-Druckluftaufbereitungssystem eine Ebene der Digitalisierung erreicht wird, die eine kontinuierliche Überwachung der Funktionsabläufe und eine vorausschauende Wartung der leicht zugänglichen Komponenten erlaubt.

Bildergalerie

  • Das Display kann für den Einbau in Schaltschränken oder Maschinengehäusen variabel platziert werden.

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  • Wenn auf der Rückseite beispielsweise Aktivkohleadsorber im Parallelstrom betrieben werden, halbiert sich die Bauhöhe.

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