Unter dem Motto „Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise“ präsentiert Siemens auf der Hannover Messe 2016 Innovationen in Energieverteilung, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Industriesoftware.

Bild: Siemens

Hannover Messe 2016 „Digital Enterprise“ in der Prozessindustrie

09.03.2016

Vier Eckpfeiler helfen produzierenden Unternehmen, flexiblere und schnellere Wertschöpfungsprozesse zu gestalten. Innovationen dazu präsentiert Siemens in Hannover unter dem Motto „Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise“ auf seinem Messestand.

Siemens baut sein Angebot für das „Digital Enterprise“, das durchgängig digital arbeitende Unternehmen, kontinuierlich weiter aus. Auf der Hannover Messe vom 25. bis 29 April 2016 präsentiert das Unternehmen unter dem Motto „Ingenuity for life – Driving the Digital Enterprise“ den Besuchern Innovationen in Energieverteilung, Automatisierungs- und Antriebstechnik sowie Industriesoftware. Dazu gehören die neuen Leistungsmerkmale des TIA Portal V14 oder das neuartige Servicekonzept auf Basis von MindSphere – Siemens Cloud for Industry. Für Motion-Control-Anwendungen bringt Siemens ein abgestimmtes Paket aus Simatic Advanced Controller und Sinamics Servoantriebssystem auf den Markt. Außerdem präsentiert das Unternehmen die neue Version 8.2 von Simatic PCS 7 mit zusätzlichen Komfortfunktionen, das Simotics-Reluktanzantriebssystem mit erweitertem Leistungsbereich sowie die aktive Magnetlagertechnologie Simotics AMB-Technology. Im Bereich Energy Management stellt Siemens zwei neue Baureihen seines Kompaktleistungsschalters 3VA aus dem Sentron-Portfolio nach amerikanischem Standard mit UL-Zulassung und das modulare Mehrkanal-Strommesssystem vom Typ 7KT PAC1200 vor.

Die vier Eckpfeiler für eine digitale Transformation sind durchgängige Software-Tools und -Systeme, industrietaugliche Kommunikations- und Sicherheitslösungen sowie datenbasierte Services. Produzierende Unternehmen können mit deren Hilfe flexiblere und schnellere Wertschöpfungsprozesse gestalten und damit gezielter auf individuelle Wünsche der Kunden eingehen, schneller auf neue Marktanforderungen reagieren und auch komplett neue Geschäftsmodelle erschließen. Obgleich Industrieunternehmen je nach Branche unterschiedlichen Anforderungen gegenüberstehen, sind die zentralen Herausforderungen für die Firmen die gleichen: Time-to-Market verkürzen, Flexibilität und Effizienz erhöhen.

Flexibilität erhöhen, Markteinführungszeiten reduzieren

Mit dem „Digital Enterprise“ bietet Siemens auch in der Antriebstechnik sowie für alle Branchen der Prozessindustrie Lösungen, die auf deren spezifische Bedürfnisse abgestimmt sind. Dabei werden die Planungs- und Betriebswelt für ein ganzheitliches Anlagenmanagement über den gesamten Lebenszyklus einer Industrieanlage vereint. Grundlage sind integrierte Software-Produkte und -lösungen, die Erfassung, Austausch und Dokumentation aller relevanten Daten und somit die Digitalisierung der gesamten Anlage ermöglichen (Integrated Engineering). Alle Daten stehen dabei zentral und in Echtzeit zur Verfügung. Anwender können so das beim Engineering erzeugte virtuelle, identische Abbild einer Anlage – den digitalen Zwilling – nutzen, um die Inbetriebnahme, Betrieb und Instandhaltung zu simulieren und zu optimieren. „Der Übergang von Integrated Engineering zu Integrated Operations ist für unsere Kunden in der Prozessindustrie ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Industrie 4.0 und ermöglicht erhebliche Steigerungen bei Geschwindigkeit, Flexibilität und Effizienz. Wir bieten integrierte Lösungen über den gesamten Anlagenlebenszyklus und als erster Anbieter überhaupt ein durchgehendes Datenmodell. Damit unterstützen wir die Entwicklung des Digital Enterprise“, erläuterte Jürgen Brandes, CEO der Division Process Industries and Drives.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung und dem Trend zu nachhaltigem Wirtschaften durchlaufen viele Industrien einen rasanten Wandel. So zum Beispiel die Papierindustrie: Digitale Medien ersetzen immer mehr „klassisches“ Papier, und Fasern ersetzen zunehmend ölbasierte Produkte. Gleichbleibend hohe Qualität des Endproduktes, geringer Energie- und Ressourceneinsatz und möglichst variable Produktion sind dabei Schlüsselfaktoren. Diese vielfältigen und komplexen Anforderungen erfordern durchdachte und ganzheitliche Ansätze wie integrierte Antriebssysteme (IDS, Integrated Drives Systems). Zudem bietet auch hier die Digitalisierung einen zentralen Hebel, um Effizienzpotenziale zu heben und auch anspruchsvolle Kundenanforderungen zu realisieren. Die durchgängigen Engineering-Lösungen von Siemens ermöglichen es, eine Anlagenkonfiguration virtuell zu simulieren und somit die Anlage zu testen, weiterzuentwickeln und eventuell zu vervielfältigen. „Der Einstieg in die Digitalisierung zahlt sich nicht nur bei Neuanlagen aus. Standardisierung, Flexibilität und ein effizientes Anlagen- und Instandhaltungsmanagement ist bei den derzeit radikalen Marktveränderungen gerade auch für Bestandsanlagen essenziell, um wettbewerbsfähig und damit zukunftsfähig zu bleiben“, ergänzte Brandes.

Industrie 4.0 Lösungen realisieren

Einen Schritt zur Angebotserweiterung für das „Digital Enterprise“ hat Siemens mit der kürzlich bekanntgegebenen, beabsichtigten Übernahme des US-Unternehmens CD-Adapco gemacht. „Durch die Erweiterung unseres Portfolios von industriellen Simulations-Tools um das am Markt führende Softwarewerkzeug zur Strömungssimulation (CFD, Computational Fluid Dynamics) und der Integration von weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet, bauen wir unsere Kompetenz auf dem extrem wichtigen Gebiet der modellbasierten Produktentwicklung erheblich aus“, sagte Anton S. Huber, CEO der Division Digital Factory, auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Messe.

In den vergangenen 15 Jahren hat Siemens sein Portfolio an Software-Tools unter dem Begriff „Digital Enterprise Software Suite“ kontinuierlich erweitert. Die Digital Enterprise Software Suite bietet ein umfassendes Portfolio an durchgängigen Software Tools, in dessen Zentrum sich Teamcenter als Kollaborationsplattform befindet. Diese wird zukünftig PLM (Product Lifecycle Management), MES/MOM (Manufacturing Execution System/Manufacturing Operations Management) und TIA (Totally Integrated Automation) nahtlos verbinden. Gemeinsam mit industriellen Kommunikationsnetzwerken, Security-Lösungen und der schnellen, intelligenten Auswertung von großen Datenmengen basierend auf MindSphere – der Siemens Cloud for Industry – unterstützt Siemens seine Kunden bei der Transformation hin zu einem Digital Enterprise. MindSphere bietet Industrieunternehmen eine offene Infrastruktur auf Basis von SAP HANA und ermöglicht neuartige digitale Dienstleistungen.

Anhand konkreter Praxisbeispiele zeigt Siemens auf der Hannover Messe wie Unternehmen von der Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt profitieren können. In den „Highlight Cubes“, den zentralen Exponaten zu den Themen Energy for Industry, Additive Manufacturing, Automotive und Fiber Industry macht das Unternehmen ausgewählte Themen anschaulich und so direkt erfahrbar. In der Sports Zone präsentiert Siemens die langjährige Nähe zu den USA, dem Partnerland der Messe. Am Beispiel von Produkten amerikanischer Hersteller aus der Sport- und Freizeitindustrie wird beispielsweise deutlich, welchen Einfluss Automatisierung und Digitalisierung auf die Fertigung von Sportartikeln und -geräten haben.

Halle 9, Stand D35

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