Powtech

Zerkleinern, sieben, mischen, fördern, dosieren oder granulieren: Die Powtech hat auch 2019 wieder ein verfahrenstechnisches Aufgebot an Vorträgen, Veranstaltungen und Produkten bereitgestellt.

Bild: Frank Boxler, NürnbergMesse

Rückblick auf die Messe Das war die Powtech 2019

16.04.2019

Die Powtech überzeugte auch in diesem Jahr wieder als internationale Leitmesse der Pulver- und Schüttgutindustrien. Besonders gut kam dabei der Networking Campus für Unternehmer und Wissenschaftler an. Das interaktive Programm galt als echtes Highlight der diesjährigen Nürnberger Messe.

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An drei Tagen haben sich insgesamt rund 14.200 Besucher und 824 Aussteller aus 35 Ländern auf dem Messegelände Nürnberg eingefunden. Top-Aussteller stammten dabei neben Deutschland aus Österreich, Italien, der Schweiz und den Niederlanden.

Fachvorträge mit Fokus auf Chemie, Food und Pharma vermittelten die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, während auch der Partec-Kongress mit mehr als 500 Teilnehmern aus 30 Ländern von sich überzeugen konnte. Als neues Konzept kam der Networking Campus besonders gut an und galt mit seinem interaktiven Programm als echtes Highlight auf der Powtech.

Networking Campus als Erfolgsformat

Das Ideenlabor Networking Campus stieß sowohl bei den Besuchern als auch den aktiven Teilnehmern auf positive Resonanz. 30 Vorträge und zwei Podiumsdiskussionen luden zum Mitreden bei Trendthemen ein. Neben wissenschaftlichen Instituten, Verbänden und Start-ups konnten auch etablierte Größen der einzelnen Branchen ihre Entwicklungen und Ideen vorstellen. Die offene moderierte Vortragsbühne diente der Diskussion auf Augenhöhe.

„Den Networking Campus werden wir bei zukünftigen Veranstaltungen sicherlich wieder einbauen. Er hat sich als passendes Format einfach bewährt und bringt der Powtech einen enormen Mehrwert“, kündigt Beate Fischer, Leiterin der Powtech, an. „Besonders freut uns, dass auch renommierte Firmen den Networking Campus für sich entdeckt und mit ihrem Know-how aktiv unterstützt haben.“

Partikeltechnik mit Alltagsbezug

Auch der Kongress für Partikeltechnologie Partec fuhr ein erfreuliches Ergebnis ein. 500 Teilnehmer aus 30 Ländern konnten hier neue Impulse und Expertenwissen aus erster Hand mitnehmen. Unter dem Motto Particles for a better Life hatten die Vertreter reichlich Gelegenheit, Partikeltechnologie mit Bezug zu unterschiedlichen Lebensbereichen wie Kosmetik, Arznei- und Reinigungsmitteln zu beleuchten und zu diskutieren.

Insgesamt sechs Keynote-Speaker boten im englischsprachigen Programm tiefe Einblicke in Bereiche wie additive Fertigung, CO2-Reduktion und Technologien aus den Life Sciences. 250 Vorträge und die Ausstellung von 180 wissenschaftlichen Postern sorgten beim Partec für ein Rundumpaket.

Der ideelle Träger der Konferenz, die VDI-Gesellschaft für Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen, verlieh außerdem im Rahmen der Partec-Eröffnungszeremonie den Friedrich-Löffler-Preis an Junior Professor Carsten Schilde von der TU Braunschweig. Der Wissenschaftler kombiniert in seiner Arbeit partikeltechnische Grundlagenforschung mit produktbezogener Forschung und Entwicklung. Die Nachwuchsauszeichnung ehrt junge Experten aus Industrie und Forschung für besondere Verdienste in den Bereichen Partikelforschung, -technologie und Produktdesign.

Zum Abschluss des Partec wurde der Vorsitz von Professor Stefan Heinrich, Leiter des Instituts Feststoffverfahrenstechnik und Partikeltechnologie der Technischen Universität Hamburg, an seinen Nachfolger Professor Arno Kwade von der Technischen Universität Braunschweig, Institut für Partikeltechnologie, für den Partec 2022 übergeben. Der Kongress findet alle drei Jahre parallel zur Frühjahrsausgabe der Powtech statt.

Fachforen und Sonderschauen

Neuste Erkenntnisse und vertieftes Spezialwissen aus den Bereichen Food, Pharma und Chemie wurden in den beiden Fachforen vermittelt. Pharma-Vertreter hatten die Chance, im englischsprachigen Programm des Forums Pharma.Manufacturing.Excellence mehr zur Herstellung von pharmazeutischen Hiflsstoffen, Tabletting, Coating und Continuous Manufacturing erfahren. Ergänzt wurden die Vorträge und Table-Top-Ausstellungen durch entsprechende Guided Tours.

Auch das Expertenforum Chemie & Food konnte sich sehen lassen. Dort drehte sich alles um aktuelle Themen wie Druckluftversorgung, Food Safety und Explosionsschutz. Gerade Letzterer war hoch im Kurs. Die kontrollierten Explosionen im Messepark zeigten live, wie die Vermeidung von Unfällen in der Produktion funktioniert. Die VDMA-Sonderschau Staub kennt Grenzen – Freihandel nicht zeigte weltweit zum Einsatz kommende Exponate für Trocknungsverfahren.

Die nächste Powtech findet vom 29. September bis 1. Oktober 2020 im Messezentrum Nürnberg statt.

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